Infektionsepidemiologisches Jahrbuch erschienen
Das Robert Koch-Institut hat das Infektionsepidemiologische Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten für das Jahr 2016 veröffentlicht. Es enthält detaillierte Informationen und Auswertungen zu den rund 60 bundesweit meldepflichtigen Infektionskrankheiten.
Erkrankt eine Person an einer meldepflichtigen Infektionskrankheit, so muss der behandelnde Arzt bzw. das Labor, das den Erreger nachgewiesen hat, dem Gesundheitsamt den Fall melden. Das Gesundheitsamt kann nun Maßnahmen einleiten, die eine weitere Verbreitung der Infektionskrankheit verhindern. Die Daten zu Fällen von meldepflichtigen Infektionskrankheiten aus den Gesundheitsämtern werden an die Bundesländer und von dort an das Robert Koch-Institut übermittelt, wissenschaftlich ausgewertet und veröffentlicht. Das Robert Koch-Institut erstellt daraufhin Empfehlungen für Ärzte, aber auch für die Bundesregierung. Diese Daten sind damit eine wesentliche Voraussetzung für die Entwicklung und Beurteilung gesundheitspolitischer Präventionskonzepte und effektiver Bekämpfungsmaßnahmen zum Schutz der Bevölkerung.
Das Jahrbuch ergänzt die aktuelle Berichterstattung im wöchentlich erscheinenden Epidemiologischen Bulletin und die Meldedaten in der Online-Datenbank SurvStat@RKI.
Themen
Das Robert Koch-Institut bietet für ein breites Erregerspektrum mikrobiologische Untersuchungen und Feintypisierungen an. Die Liste reicht von A wie Affenpocken bis Z wie Zikavirus.
Das Robert Koch-Institut ist ein Netzwerkknoten für globale Gesundheit. Das Institut arbeitet mit Partnerländern und -institutionen weltweit zusammen, etwa um Erreger zu erforschen, Ausbrüche einzudämmen, Laborkapazitäten aufzubauen und Personal zu schulen.
Die Gesundheitsberichterstattung des Bundes (GBE) informiert regelmäßig über die gesundheitliche Situation der Bevölkerung, im Journal of Health Monitoring (auf Deutsch und Englisch) und in ausführlichen Berichten.
Das Robert Koch-Institut lädt regelmäßig zur Teilnahme an Studien ein. Aktuelle Studien betreffen die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen (KiGGS) und die Kommunikation und Information im Gesundheitswesen aus Sicht der Bevölkerung (KomPaS).
Stationäre und ambulante Behandlung und Pflege sind mit einem Infektionsrisiko verbunden. Die Seiten zur Infektions- und Krankenhaushygiene informieren über die Vermeidung, Bewertung und Bekämpfung nosokomialer Infektionen.
Impfungen gehören zu den wichtigsten und wirksamsten präventiven Maßnahmen in der Medizin. Die Ständige Impfkommission (STIKO) entwickelt die in Deutschland als wissenschaftlicher Standard akzeptierten Empfehlungen.