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Nationale und internationale Aktivitäten des Robert Koch-Instituts: Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation besucht das RKI

Pressemitteilung des Robert Koch-Instituts

Das Robert Koch-Institut (RKI) ist Deutschlands Bundesinstitut für Infektionsschutz und Gesundheitsberichterstattung. Über die nationalen und internationalen Aktivitäten des Instituts informiert sich der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Dr. Jong-wook Lee, am 19. Oktober 2004 am Hauptsitz und historischen Standort am Nordufer in Berlin-Wedding. Der Mediziner aus Seoul leitete zuvor Stop-TB, eine von der Weltgesundheitsorganisation initiierte globale Koalition zur Kontrolle der Tuberkuloseepidemie. Er steht seit Juli 2003 an der Spitze der WHO.

Eines der großen Vorhaben im Robert Koch-Institut ist zum Beispiel die Kinder- und Jugendgesundheitsstudie KiGGS, eine im internationalen Vergleich einmalig umfassende Untersuchung: bis 2006 nehmen insgesamt 18.000 Kinder und Jugendliche aller Altersstufen teil, die Daten werden mit Fragebögen, ärztlichem Interview, medizinischer Untersuchung und Motoriktests erhoben. Die Studie wird dem Generalsekretär vorgestellt werden.

Auch das Meldesystem für Infektionskrankheiten, insbesondere die Möglichkeiten zur Erfassung von Krankheitsausbrüchen, gilt international als führend. Die Meldungen der Gesundheitsämter gelangen innerhalb weniger Tage elektronisch ins Robert Koch-Institut, bei Ausbrüchen oder Gefahrenlagen innerhalb kürzester Zeit. Die rasche Information darüber, welche Erreger in Deutschland wo und in welchem Ausmaß vorhanden sind, ist eine wichtige Voraussetzung, um Risikofaktoren erkennen und geeignete Präventionsmaßnahmen vorschlagen zu können.

Das Robert Koch-Institut ist eng in europäische und internationale Netzwerke und Vorhaben eingebunden, etwa durch Nationale Referenzzentren für eine Reihe von Bakterien und Viren. Das Referenzzentrum für Influenza zum Beispiel untersucht die in Deutschland zirkulierenden Virusstämme und ist beteiligt an der Empfehlung der WHO für die Zusammensetzung des Grippeimpfstoffs der Nordhalbkugel. Für Polio- und Enteroviren sowie für die Erreger von Masern und Röteln werden auch die Aufgaben eines Regionalen Referenzlabors der WHO/Europa wahrgenommen. Außerdem ist die Koordination des Europäischen Netzwerks für Diagnostik importierter Viruserkrankungen am Robert Koch-Institut angesiedelt.

Während des SARS-Ausbruchs im Frühjahr 2003 war das Robert Koch-Institut Teil des internationalen Netzwerkes, das erheblich dazu beigetragen hat, den weltweiten Ausbruch schnell zu begrenzen. Im April 2003 hatte das Robert Koch-Institut zur Qualitätssicherung von SARS-Nukleinsäurenachweissystemen einen Standard hergestellt, ausgehend von einem Coronavirus-Isolat aus einem SARS-Patienten, und der WHO zur Verfügung gestellt. Außerdem war ein Verfahren zum Nachweis von Antikörpern gegen das SARS-Virus (Immunfluoreszenztest) entwickelt worden. Seit Februar 2004 koordiniert das Robert Koch-Institut für die WHO die qualitätssichernden Maßnahmen für die SARS-Diagnostik.

Experten vom Robert Koch-Institut sind in unterschiedlicher Weise international engagiert. So arbeitet ein Infektionsepidemiologe, der 2003 auch mit einem WHO-Team in Hongkong den SARS-Ausbruch untersucht hatte, für ein Jahr im Influenza-Programm der WHO in Genf mit. RKI-Präsident Reinhard Kurth ist seit Anfang dieses Jahres Mitglied der Deutschen Sektion der Afrika-Kommission, die in der Nachfolge der Brandt-Kommission Konzepte für die Unterstützung der afrikanischen Staaten erarbeitet. Zuvor war er als persönlicher Beauftragter des Bundeskanzlers in einer Task Force der Ostseeanrainerstaaten zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten engagiert.

Stand: 19.10.2004

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