Schub für die Infektionsmedizin
Kooperationsvertrag zwischen Humboldt-Universität und Robert Koch-Institut unterzeichnet
Gemeinsame Pressemitteilung des Robert Koch-Instituts, des Bundesministerium für Gesundheit und der Humboldt-Universität zu Berlin
Die Humboldt-Universität zu Berlin und das Robert Koch-Institut (RKI) als die zentrale Forschungs- und Referenzeinrichtung des Bundesministeriums für Gesundheit auf dem Gebiet der Biomedizin wollen künftig in Forschung, Lehre und Fortbildung eng zusammenarbeiten. Eine entsprechende Rahmenvereinbarung haben heute die Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer und der amtierende Präsident der HU , Professor Richard Schröder, unterzeichnet. "Vernetzung und Zusammenarbeit werden in allen Bereichen immer wichtiger", betonte Bundesministerin Andrea Fischer bei der Vertragsunterzeichnung. "Der Kooperationsvertrag zwischen zwei Spitzenakteuren aus Forschung und Medizin wird dem Infektionsschutz in Deutschland einen Schub geben.”
Die vertragliche Vereinbarung bietet einen verlässlichen Rahmen für die gemeinsame Nutzung von Ressourcen auf dem Gebiet der Infektionskrankheiten, der Epidemiologie und der gentechnologischen Sicherheitsforschung. Das umfasst gemeinsame Forschungsprojekte, die gemeinsame Nutzung von Forschungsmöglichkeiten und den Austausch von wissenschaftlichen Ergebnissen, zum Beispiel bei epidemiologischen Datenerhebungen. Bereits in der Vergangenheit haben die beiden Einrichtungen in Einzel-Projekten, zum Beispiel in der Virusforschung oder bei der Erschließung des Nachlasses von Robert Koch, erfolgreich zusammengearbeitet.
Für Studierende der Humboldt-Universität wird es künftig einfacher, bei Diplom- oder Doktorarbeiten von Wissenschaftlern des RKI betreut zu werden. Auch Lehraufträge für RKI-Wissenschaftler, gemeinsame Berufungen und Honorarprofessuren sollen den Wissensaustausch und das Interesse der Studierenden für Infektionskrankheiten und Epidemiologie fördern. Projektbezogene wechselseitige Gasttätigkeiten werden wissenschaftlichen und technischen Mitarbeiter Weiterbildungsmöglichkeiten in der Spitzenforschung bieten.
"Die gemeinsame Nutzung von Ressourcen durch eine partnerschaftliche Zusammenarbeit ist gerade in Zeiten knapper Kassen für beide Seiten von großer Bedeutung”, betont Professor Reinhard Kurth, Direktor des RKI.
Für Rückfragen stehen Ihnen gerne zur Verfügung:
- Robert Koch-Institut, Telefon: 01888/754-2286
- Bundesministerium für Gesundheit, Telefon: 030/20640-1307
- Humboldt-Universität zu Berlin, Telefon: 030/2093-2946
Stand: 28.08.2000
