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Nationale Verifizierungskommission Masern/Röteln beim Robert Koch-Institut

Im Dezember 2012 hat das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) die Nationale Verifizierungskommission Masern/Röteln für Deutschland beim Robert Koch-Institut (RKI) berufen und die Aufgaben der Geschäftsstelle der Kommission dem RKI übertragen. Die Nationale Verifizierungskommission Masern/Röteln hat die Aufgabe, den Eliminationsprozess der Masern und Röteln in Deutschland zu begleiten und unter Berücksichtigung der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vorgegebenen Zielkriterien und Indikatoren zu bewerten. Dazu stellt sie Daten zur Epidemiologie der Masern und Röteln sowie zur Immunität in der Bevölkerung zusammen und beurteilt so den Stand der Umsetzung zielführender Maßnahmen. Die Erkenntnisse der Kommission werden in einem jährlichen Bericht zur Dokumentation und Verifizierung des Eliminationsziels zusammengefasst, der über das BMG dem Regionalbüro der WHO Europa zugeht.

Masern- und Röteln-Eliminierung in Europa

Die Europäische Region der Weltgesundheitsorganisation (WHO) verfolgt das Ziel, die Masern und Röteln bis zum Jahr 2015 zu eliminieren. Die Elimination in einem der Mitgliedsstaaten wird von der WHO als die völlige Abwesenheit endemischer (also im Land zirkulierender) Masern- oder Rötelnfälle über einen Zeitraum von mindestens zwölf Monaten definiert. Diese ist mit Hilfe eines qualitativ hochwertigen Surveillancesystems nachzuweisen. In einer Resolution vom September 2010 forderte das WHO-Regionalkomitee für Europa die Mitgliedsstaaten auf, ihr politisches Engagement zu erhöhen, damit Maßnahmen, zum Beispiel zur Verbesserung der Impfquoten, getroffen werden können, um diese ehrgeizigen Ziele zu erreichen. Ferner empfahl das Komitee, nationale Verifizierungskommissionen zur Dokumentation und zur Berichterstattung der Fortschritte in Richtung der Elimination der Masern und Röteln in den einzelnen Mitgliedstaaten einzurichten. Deutschland hat sich wiederholt zu diesem Ziel bekannt. So unterstrich die Gesundheitsministerkonferenz der Länder (GMK) im Jahr 2011 die Relevanz der Elimination der Masern und Röteln. Im Nationalen Impfplan der Länder ist das Leitziel einer Senkung der Maserninzidenz unter 1 Fall/1.000.000 Einwohner erneut festgeschrieben worden. Gleichzeitig wurde als eines der gegenwärtig wichtigsten Ziele definiert, die Impfquote für die erste und zweite Masern-, Mumps-, Röteln-(MMR-)Impfung bei Kindern und Jugendlichen in allen Regionen der Bundesrepublik auf mindestens 95% anzuheben.

Stand: 09.09.2013

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