Navigation und Service

Zielgruppeneinstiege

Nationale Verifizierungskommission Masern/Röteln beim Robert Koch-Institut

Die Nationale Verifizierungskommission Masern/Röteln hat die Aufgabe, den Eliminationsprozess der Masern und Röteln in Deutschland zu begleiten und unter Berücksichtigung der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vorgegebenen Zielkriterien und Indikatoren zu bewerten. Ferner unterstützt sie geeignete Strategien und Maßnahmen zur Erreichung und zur Überwachung der Fortschritte hinsichtlich des Eliminationszieles. Dazu stellt sie Daten zur Epidemiologie der Masern und Röteln sowie zur Immunität in der Bevölkerung zusammen und beurteilt so den Stand der Umsetzung bundesweiter zielführender Maßnahmen.

Im Juni 2016 trat sie mit insgesamt acht durch das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) berufenen Kandidatinnen und Kandidaten in die zweite Berufungsperiode. Im Dezember 2012 war die Nationale Verifizierungskommission Masern/Röteln für Deutschland beim Robert Koch-Institut (RKI) erstmals berufen und die Aufgaben der Geschäftsstelle der Kommission dem RKI übertragen worden. Die Erkenntnisse der Kommission werden in jährlichen Berichten zur Dokumentation und Verifizierung des Eliminationsziels zusammengefasst, die über das BMG dem Regionalbüro der WHO Europa zugehen. Die jährlichen Berichte wie auch die jährlichen Kurzberichte der Kommission an das BMG sind auf dieser Website zu finden.

Masern- und Röteln-Eliminierung in Europa

Die Europäische Region der Weltgesundheitsorganisation (WHO) verfolgt das Ziel, die Masern und Röteln zu eliminieren. Die Elimination in einem der Mitgliedsstaaten wird von der WHO als die völlige Abwesenheit endemischer (also im Land zirkulierender) Masern- oder Rötelnfälle über einen Zeitraum von mindestens zwölf Monaten definiert. Diese ist mit Hilfe eines qualitativ hochwertigen Surveillancesystems nachzuweisen. In einer Resolution vom September 2010 forderte das WHO-Regionalkomitee für Europa die Mitgliedsstaaten auf, ihr politisches Engagement zu erhöhen, damit Maßnahmen, zum Beispiel zur Verbesserung der Impfquoten, getroffen werden können, um diese ehrgeizigen Ziele zu erreichen. Ferner empfahl das Komitee, nationale Verifizierungskommissionen zur Dokumentation und zur Berichterstattung der Fortschritte in Richtung der Elimination der Masern und Röteln in den einzelnen Mitgliedstaaten einzurichten. Deutschland hat sich wiederholt zu diesem Ziel bekannt. So unterstrich die Gesundheitsministerkonferenz der Länder (GMK) im Jahr 2011 die Relevanz der Elimination der Masern und Röteln. Im Nationalen Impfplan der Länder ist das Leitziel einer Senkung der Maserninzidenz unter 1 Fall/1.000.000 Einwohner erneut festgeschrieben worden. Gleichzeitig wurde als eines der gegenwärtig wichtigsten Ziele definiert, die Impfquote für die erste und zweite Masern-, Mumps-, Röteln-(MMR-)Impfung bei Kindern und Jugendlichen in allen Regionen der Bundesrepublik auf mindestens 95% anzuheben.

Stand: 20.07.2016

Ge­sund­heits­mo­ni­to­ring

In­fek­ti­ons­schutz

Forschung

Kom­mis­sio­nen

Ser­vice

Das Robert Koch-Institut ist ein Bundesinstitut im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit

© Robert Koch-Institut

Alle Rechte vorbehalten, soweit nicht ausdrücklich anders vermerkt.