Navigation und Service

Zielgruppeneinstiege

Koordiniertes Meldewesen und Meldebögen: Ergänzung und Aktualisierung der Empfehlung

V 17 (09.1997)

Votum des AK Blut

Bei der 24. Sitzung des Arbeitskreis Blut am 3.September 1997 wurde folgendes Votum (V 17) verabschiedet:

(Ergänzung zum Votum des Arbeitskreises Blut vom 16.5.1994, "Zehn-Punkte-Empfehlung zur Etablierung eines Koordinierten Meldewesens", Bundesgesundheitsblatt 7/94, S. 319)


Ein Koordiniertes Meldewesen soll die Häufigkeit von Infektionsmarkern bei Blut- und Plasmaspenden erfassen, um daraus das Infektionsrisiko durch Blut- und Plasmakomponenten abzuleiten. Um zu einem effizienten Meldewesen beizutragen, ergänzt und aktualisiert der Arbeitskreis Blut sein früheres Votum zu dieser Thematik durch Erarbeitung von zwei Fragebögen mit Meldeparametern, welche die Voraussetzung für eine effiziente Meldung schaffen sollen. Diese beiden Fragebögen "Blut und Plasmaspenden im Jahr 1997 (Europaversion)" und "Nationale Erhebungsbögen zum Infektionsscreening bei Blut- und Plasmaspendern" sind Teil dieses Votums und als Anhang wiedergegeben. Die Fragebögen wurden in Zusammenarbeit der verschiedenen Spendeorganisationen und den Epidemiologen des RKI konzipiert. Die beiden Fragebögen richten sich an alle Spendeorganisationen: DRK, Staatlich-kommunale Spendedienste, Plasmakomponenten herstellende Industrie, private Spendeeinrichtungen, Spendeeinrichtungen der Bundeswehr.

Der Europa-Fragebogen soll ab sofort von allen Spendeeinrichtungen ausgefüllt werden. Darüber hinaus ist der detaillierte nationale Fragebogen Grundlage zur Meldung für alle genannten Spendeorganisationen. Die Beantwortung aller Details sollte angestrebt werden. Die Daten werden an die vom RKI beauftragte Stelle (z.Zt. Studiensekretariat des Berufsverbandes Deutscher Transfusionsmediziner, Helmholtzstr. 10, 89081 Ulm) gemeldet. Nach Auswertung werden die zusammengefaßten Ergebnisse für die Bundesrepublik Deutschland in anonymisierter Form veröffentlicht. Die erhobenen Daten sollen einen Überblick über die Prävalenz und eine Einschätzung der Inzidenz ausgewählter Infektionserkrankungen im Blutspendewesen auf nationaler Ebene ermöglichen und eine gesamteuropäische Vergleichbarkeit der Daten gewährleisten.

Erläuterungen zu den Fragebögen:

a) Vollblutspenden, homologe Komponentenspenden und Eigenblutentnahmen sollen jeweils separat erfaßt werden (getrennte Meldebögen).

b) Bei vielen Einrichtungen ist derzeit nur die Zahl der Spenden erfaßbar, die Zahl der Mehrfachspender jedoch noch nicht. Eine EDV-gestützte Erhebung der Zahl der Mehrfach-Spender wird angestrebt.

c) Nur aus gleicher Probe bestätigt positive Spender werden gezählt; gleiche Probe bedeutet die anläßlich der betreffenden Spende entnommene Blutprobe.

d) Kriterien für einen positiven Test:

HIV:Ak-ELISA + Western Blot
HCV:Ak-ELISA + Ergänzungstest (RIBA oder Matrix-Test, zwei Banden positiv)
HBV:

HBs-Ag ELISA pos. + anti-HBc reaktiv oder

HBs-Ag ELISA pos. + HBe-Ag reaktiv oder

HBs-Ag ELISA pos. + Neutralisationstest reaktiv

Lues:TPHA-Test

Die hier abgedruckten Fragebögen sind auch erhältlich bei: Geschäftsstelle Arbeitskreis Blut, Robert Koch-Institut, Nordufer 20, 13353 Berlin, bzw. im Internet abrufbar unter: http://www.rki.de Gesundheitsschutz Voten des Arbeitskreises Blut.

Im Anhang separat

Europäischer Fragebogen

Nationaler Fragebogen

Stand: 09.12.2004

Gesundheitsmonitoring

In­fek­ti­ons­schutz

Forschung

Kom­mis­sio­nen

Ser­vice

Das Robert Koch-Institut ist ein Bundesinstitut im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit

© Robert Koch-Institut

Alle Rechte vorbehalten, soweit nicht ausdrücklich anders vermerkt.