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MF 3: Tierhaltung

Leitung:
Petra Kirsch

Aufgaben

Das Fachgebiet MF 3 Tierhaltung ist die zentrale Versuchstierhaltung des Robert Koch-Instituts. Als Serviceeinrichtung unterstützt MF 3 alle tierexperimentell tätigen Mitarbeiter des RKI dabei, ihre wissenschaftliche Arbeit im Bereich der humanmedizinischen Infektionsforschung zu erfüllen. Es ist das Ziel, durch eine tierschutzkonforme Tierhaltung einen Beitrag zu einer validen und reproduzierbaren tierexperimentellen Forschung im RKI zu leisten, indem eine bedarfsorientierte Tierhaltung unter standardisierten Bedingungen und nach aktuellen wissenschaftlichen Richtlinien betrieben wird.

Der Betrieb der Versuchstierhaltung erfolgt unter Wahrung der Belange des Tierschutzes und somit gemäß den nationalen und europäischen tierschutzrechtlichen Bestimmungen. Hierzu gehören das deutsche Tierschutzgesetz und die Tierschutz-Versuchstierverordnung. Ebenso werden Empfehlungen von anerkannten versuchstierkundlichen Fachgesellschaften berücksichtigt und umgesetzt.

Die Hauptaufgabe von MF 3 ist die tierschutzkonforme Haltung von Versuchstieren sowie deren Zucht und Beschaffung. Die Pflege der Versuchstiere erfolgt ausschließlich durch qualifiziertes, fachkundiges Personal. MF 3 berät die Versuchsleiter auch bei der Planung und Antragstellung ihrer Forschungsvorhaben – in Deutschland müssen alle Tierversuche angezeigt bzw. genehmigt werden. Zu den Aufgaben von MF 3 zählt auch das Vermitteln von versuchstierkundlichem Wissen und experimentellen Techniken zur Qualifizierung der Versuchsdurchführenden, um die nötige Sachkunde aller am Tierversuch beteiligten Mitarbeiter zu gewährleisten.

Sowohl die Tierhaltung als auch die Verwendung der Tiere im Tierversuch erfolgen nach dem international anerkannten 3R-Prinzip: Refinement – Reduction – Replacement. Demzufolge soll die Lebenssituation der Versuchstiere im Tierversuch verbessert werden (Refinement), z.B. durch das Festlegen von Kriterien, die zu einem frühzeitigen Beenden des Tierversuchs führen. Gleichzeitig wird die Tierhaltung so optimiert, dass das Versuchstier so wenig wie nötig belastet wird. Ein weiteres Ziel ist, die Anzahl der eingesetzten Versuchstiere zu reduzieren (Reduction): Dafür wird bereits im Rahmen der Planung für einen Tierversuch geprüft, wie etwa durch den parallelen Einsatz von Ersatzmethoden die Anzahl der Versuchstiere minimiert werden kann. Replacement bedeutet, Tierversuche – wo möglich – durch alternative Methoden wie Zellkulturmodelle oder Organkulturen zu ersetzen und dadurch ebenfalls die Anzahl von Versuchstieren zu reduzieren. Gleichzeitig wird die Weiterentwicklung und zukünftige Anwendung von Alternativmethoden gefördert, um langfristig bei bestimmten wissenschaftlichen und diagnostischen Fragestellungen ganz auf den Einsatz von Tieren verzichten zu können. Die Förderung und Beratung der Versuchsleiter hinsichtlich der Entwicklung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden zum Tierversuch ist eine der Aufgaben des Tierschutzausschusses, der ebenfalls im Fachgebiet MF 3 geführt wird.

Stand: 17.08.2017

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