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Zielgruppeneinstiege

FG 34 HIV/AIDS und andere sexuell oder durch Blut übertragbare Infektionen

Leitung:
Viviane Bremer
Vertretung:
Barbara Gunsenheimer-Bartmeyer

Ein wichtiger Teil der Arbeit des FG 34 besteht darin, umfassende epi­de­mio­lo­gische Daten zu HIV/AIDS, sexuell übertragbaren Infektionen (STI), viralen Hepatitiden und Creutzfeldt-Jakob-Krankheit zu gewinnen, um die Epidemiologie dieser Infektionen besser zu verstehen. Diese Daten werden genutzt, um Prä­ven­ti­ons­strategien zu formulieren, diese anzupassen und zu evaluieren, sowie um Empfehlungen für die Diagnostik und Krankenversorgung zu erstellen.

Aufgaben

Surveillance

Daten zu Infektionen mit HIV und Syphilis werden gemäß Infektionsschutzgesetz § 7 Abs. 3 nichtnamentlich direkt an das RKI gemeldet. Meldungen zu Infektionen mit HBV und HCV (IfSG §6), werden über Gesundheitsämter und Landes­ge­sund­heits­behörden an das RKI übermittelt. Zudem ist das FG 34 zuständig für die Analyse und Bewertung der Daten zu Infektionsmarkern bei Blutspendern nach § 22 Transfusionsgesetz (TFG). Des Weiteren wird im Fachgebiet das freiwillige AIDS-Fallregister geführt und über Labornetzwerke Daten zu Chlamydien-Tests und -Infektionen gesammelt.

Forschung

Die Meldedaten werden durch klinisch-mikrobiologische Studien ergänzt. So werden in zwei Kohortenstudien longitudinale Daten zum klinischen Verlauf und Therapie der HIV-Infektion erhoben. Durch die Bestimmung der Anteile inzidenter HIV-Infektionen in verschiedenen Gruppen kann ein genauerer Einblick in die Dynamik der HIV-Epidemie gewonnen werden. Mittels des Gonokokken-Resistenznetzwerkes werden Daten und Isolate zu resistenten Gonokokken-Infektionen gesammelt und ausgewertet.

Studien zur sog. integrierten biologischen und Verhaltenssurveillance verbinden Angaben hinsichtlich der Prävalenz bestimmter Infektionserkrankungen in einer Population mit Daten zum sexuellen Verhalten. Diese Studien werden unter Populationen wie Männern, die Sex mit Männern haben, i.v. Dro­gen­ge­brauch­er/innen, Sexarbeiter/innen und Migrant/innen durchgeführt.

Durch die Auswertung von Sekundärdaten der medizinischen Versorgung (z.B. Krankenkassendaten) zur HIV- und HCV-Therapie oder Inanspruchnahme von HIV-oder STI-Tests können infektiologische Parameter und Ergebnisse von Studien im Kontext des deutschen Gesundheitssystems interpretiert werden.

Weitere gegenwärtige Arbeitsschwerpunkte beinhalten die Entwicklung und Etablierung innovativer Erhebungs- und Auswertungsmethoden, beispielsweise der Schätzung der HIV-Neuinfektionen durch mathematische Modellierungen, sowie der Schaffung von Zugängen zu schwer erreichbaren Gruppen wie Sexarbeiterinnen und Drogengebraucher/innen.

Weitere Aufgaben

  • Ausbruchsuntersuchungen von STI
  • Weiterentwicklung der verwendeten Surveillance-Instrumente
  • Mitwirkung bei und Mitgestaltung von nationalen, europäischen und internationalen Surveillance- und Forschungsnetzwerken im Bereich HIV/AIDS, STI, Hepatitis B und Hepatitis C
  • Mitarbeit bei der Weiterentwicklung von Präventionskonzepten im Bereich HIV/AIDS, STI und Hepatitis B und Hepatitis C in enger Kooperation mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Fachgesellschaften und Nicht-Regierungsorganisationen (z.B. Deutsche AIDS-Hilfe)
  • Vertretung des RKI in den Konsensusgremien zur Erarbeitung von Behandlungsempfehlungen und Prophylaxeempfehlungen

Stand: 10.08.2015

Zusatzinformationen

Gesundheitsmonitoring

In­fek­ti­ons­schutz

Forschung

Kom­mis­sio­nen

Ser­vice

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