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Kurzbericht zu Workshops zum Thema „Phospholipasen als Virulenzfaktoren von Bakterien“ am RKI und in Costa Rica

Mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Blumenthal-Stiftung organisierten Wissenschaftler des RKI und der Universidad de Costa Rica im letzten Jahr einen Workshop am RKI in Wernigerode und Ende Februar 2017 einen weiteren Workshop am Instituto Clodomiro Picado (ICP) in San José. Das Institut wurde nach dem Costa-Ricanischen Wissenschaftler Clodomiro Picado Twight (1887 - 1944) benannt. Dieser forschte an Antiseren gegen Schlangengifte und an der Gewinnung von Präparaten gegen Infektionskrankheiten. Gegenwärtig werden am Instituto Clodomiro Picado bakterielle Virulenzfaktoren, insbesondere Phospholipasen, sowie Schlangengifte, die weltweit eine beträchtliche Zahl von Todesfällen und schweren Verletzungen verursachen (Kasturiratne et al., PLoS Med 2008), erforscht. Das Institut ist weit über die Landesgrenzen für seine Aktivitäten in der Herstellung von Antiseren gegen Schlangengifte bekannt. Ein wichtiger Bestandteil von Schlangengiften sind Phospholipasen, die auch in Bakterien als Toxine oder Wirtsmodulatoren vorkommen.

Ziel der Workshops war ein Austausch zu aktuellen Forschungsthematiken auf dem Gebiet der bakteriellen Phospholipasen und deren Wirkung auf den Wirt. Ein zentraler Punkt der Treffen war die Identifikation von Ansätzen für eine zukünftige Kooperation. Im Rahmen der Workshops wurden jeweils zehn Vorträge in Deutschland und Costa Rica zu aktuellen Forschungsergebnissen, insbesondere auch vom wissenschaftlichen Nachwuchs, gehalten. Bei weiteren Gesprächen mit den Wissenschaftlern der Universidad de Costa Rica haben wir interessanterweise festgestellt, dass viele in Europa promoviert haben. Auch berichteten mehrere Mitarbeiter/-innen erfreut von ihren Forschungsaufenthalten in Deutschland, unter anderem am RKI. Zusätzlich wurden im Rahmen der Workshops in beiden Ländern Experimente durchgeführt. Dies hat beiden Seiten einen guten Einblick in die Arbeit und die Arbeitsbedingungen an den gastgebenden Institutionen gegeben.

Durch den Austausch der Expertise beider Institute konnten wichtige Parallelen aufgedeckt und Möglichkeiten für zukünftige Interaktionen und Forschungsprojekte diskutiert werden.

Stand: 12.04.2017

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