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Internationale Unterstützung durch das Robert Koch-Institut seit 2014 Quelle: Andreas Haertle - Fotolia bearbeitet vom RKI

Das Robert Koch-Institut als inter­natio­naler Netzwerk­knoten des Gesund­heits­schutzes

Am 1. Dezember 2016 hat Deutschland den Vorsitz der „G20“, dem zentralen Forum der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer, übernommen. Ein Schwerpunktthema ist die globale Gesundheit: Im Mai 2017 hat in Berlin erstmals ein G20-Gesundheits­minister­treffen stattgefunden, in dem unter anderem über nachhaltige Verbesserung der Gesundheits­systeme in Entwicklungs- und Schwellen­ländern und über den welt­weiten Kampf gegen Antibiotika­resistenzen beraten wurde.

Die Expertise des Robert Koch-Instituts ist auf internationaler Ebene zunehmend gefragt. RKI-Wissenschaftler sind an vielen internationalen Projekten und Programmen beteiligt, mit dem Ziel, Krankheitserreger zu überwachen und zu erforschen, Epidemien einzudämmen, Laborkapazitäten in Partnerländern auszubauen oder vergleichbare Gesundheitsdaten aus EU-Mitgliedstaaten zu erheben. Auf diese Weise trägt das RKI dazu bei, drängende Public-Health-Probleme anzugehen und die Gesundheit der Bevölkerung zu verbessern. Vom internationalen Engagement profitieren auch die Menschen in Deutschland, etwa, wenn Krankheitsausbrüche frühzeitig gestoppt werden können. Seit Juli 2017 ist die wichtige Rolle des Instituts im Bereich des internationalen Gesundheitsschutzes auch gesetzlich verankert (Gesetz zur Modernisierung der epidemiologischen Überwachung übertragbarer Krankheiten).

Das RKI arbeitet eng mit dem Europäischen Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC), der EU-Generaldirektion für Gesundheit und Verbraucher (DG SANTE) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zusammen. Im RKI sind zwei WHO-Referenzlabore angesiedelt (Poliomyelitis und Masern/Röteln), seit 2016 ist das Institut WHO-Kooperationszentrum für neu auftretende Infektionskrankheiten und biologische Gefahren. Darüber hinaus ist das RKI mit weiteren internationalen Institutionen vernetzt, was einen leichteren Austausch von Wissen und Methoden sowie den Aufbau weiterer Forschungskooperationen gewährleistet. So ist das Robert Koch-Institut als deutsches Public-Health-Institut gleichzeitig ein internationaler Netzwerkknoten des Gesundheitsschutzes.

Stand: 07.07.2017

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