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Symposium der Alexander von Humboldt-Stiftung in Nigeria

Vom 24. bis 27. Januar 2017 fand an der Ladoke Akintola University of Technology, College of Health Science, Osogbo, das diesjährige Symposium der Alexander von Humboldt-Stiftung mit dem Schwerpunkt „Translating Research Findings into Policy in Developing Countries“ statt. Bei dieser Konferenz waren nicht nur Wissenschaftler und Studenten sondern auch Vertreter der Regierungen aus Nigeria und Deutschland, wie der Generalkonsul in Nigeria, Ingo Herbert, anwesend.

Seit Mitte der 2000er Jahre haben einige Nachwuchswissenschaftler der Universitäten in Osogbo, Ibadan und Ile Ife, Nigeria, in Laboren der Universität Tübingen und jetzt am Robert Koch-Institut als Doktoranden und Gastwissenschaftler erfolgreich Forschungen zu Infektionskrankheiten insbesondere zur Pathogenese und molekularen Epidemiologie von Hepatitisviren durchgeführt. Einige von ihnen sind mit einem Stipendium der Humboldt Stiftung nach Deutschland gekommen.

Entsprechend des Schwerpunkts des Humboldt Kollegs war das Ziel der Konferenz neue Ansätze zur Translation von Forschungsergebnissen in die Praxis und Politik in Entwicklungsländern zu diskutieren. Ein vielversprechender Ansatz ist entsprechend der Philosophie von Alexander von Humboldt Stipendien, Netzwerke und Kooperationen zwischen Wissenschaftlern verschiedener Disziplinen und über regionale/nationale Grenzen hinweg zu fördern und zu stärken. Dies dient nicht nur dem Wissenstransfer (capacity building) sondern fördert auch das Verständnis für andere Kulturen und ihre ökonomischen und medizinischen Probleme.

Entsprechend des Schwerpunkts des Humboldt Kollegs waren z.B. Vorträge und Diskussionen zu neuen und wieder auftauchenden Infektionskrankheiten und deren mögliche Eingrenzung ein Thema (Tackling the global impact of emerging and reemerging infectious diseases with policies emanating from evidence based research in Nigeria. – Prof. Omilabu, Humboldtian, University of Lagos). Disziplinübergreifend wurde z.B. Umweltschutz und Wasseraufbereitung diskutiert (Soil and Water Engineering: a panacea for agricultural productivity in the current national food and economic crisis. – Prof. Akinyemi, Agricultural Engineering Olabisi Onabanjo University Ago Iwoye).

Weitere Themen waren Management und Prävention von Antibiotikaresistenz, Management und Prophylaxe-Optionen von Malaria u.a.m. Der Beitrag aus dem Robert Koch-Institut (Prof. Bock, Fachgebiet Virale Gastroenteritis- und Hepatitiserreger und Enteroviren) befasste sich als Keynote Lecture mit Kontrolloptionen von Hepatitisviren (HBV, HCV und HEV): Geographical distribution of hepatitis virus genotypes: what are the implications for control?

Der wissenschaftliche Aufenthalt in Osogbo diente zudem dazu, bestehende Kooperationen weiter zu vertiefen, u.a. durch den Austausch von Gastwissenschaftlern. Des Weiteren wurden gemeinsame Forschungsprojekte diskutiert, die im Interesse von Public Health beider Länder liegen. Hierzu gehören aufgrund der weltweiten Krankheitslast Projekte zur Pathogenese und molekularen Epidemiologie von Hepatitis- und Gastroenteritiserregern (z.B. HEV, HBV, HCV, Rotaviren).

C.-Thomas Bock

Stand: 24.02.2017

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