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ESTHER-Partnerschaftsprojekt des Robert Koch-Instituts mit dem Nigeria Centre for Disease Control und dem ECOWAS Regional Centre for Disease Control

NCDC Mitarbeiter bei Choleraausbruch-Bekämpfung in Borno State, Nigeria. Quelle: Nigeria Centre for Disease Control (NCDC)NCDC Mitarbeiter bei Choleraausbruch-Bekämpfung in Borno State, Nigeria Quelle: Nigeria Centre for Disease Control (NCDC)

Die Sicherstellung des Schutzes von Patienten und von Krankenhausmitarbeitern vor nosokomialen Infektionen ist eine zentrale Aufgabe der Vorbereitung auf einen Gesundheitsnotfall und der Notfallreaktion, um ein widerstandsfähiges Gesundheitssystem zu erreichen.

Das ESTHER-Partnerschaftsprojekt wurde vom Leiter des Nigeria Centre for Disease Control (NCDC) und kommissarischen Leiter des ECOWAS (Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft) Regional Centre for Disease Control, Dr. Chikwe Ihekweazu, initiiert, der an das RKI mit der Bitte um Kooperation herantrat. Dr. Ihekweazu ist für das RKI kein Fremder, er arbeitete 2001 bis 2002 als Epidemiologe am RKI und seine Aufgaben beinhalteten unter anderem die Untersuchung krankenhaus-assoziierter Ausbrüche. Das Projekt wird von GGBS (Dr. Stefan Kloth, PD Dr. Gabriele Poggensee) und FG 37 (Dr. Tim Eckmanns) gemeinschaftlich durchgeführt.

Ziel des Projektes ist es, die Patientensicherheit während eines Krankheitsausbruchs einer Infektionskrankheit mit epidemischem Potential zu verbessern, hierzu gehören Cholera, Masern, Meningitis und Lassa-Fieber. In Nigeria werden jedes Jahr epidemische Ausbrüche von Infektionskrankheiten berichtet und krankenhaus-assoziierte Übertragungen von Infektionskrankheiten sind häufig. Untersuchungen während des Ebola-Ausbruchs in Nigeria haben gezeigt, dass weniger als 5% der Krankenhausmitarbeiter Maßnahmen der Standardhygiene praktizieren. Es ist geplant, Protokolle für die Infektionsprävention und –kontrolle bei Auftreten von Infektionen mit epidemischem Potential und darauf basierend Trainingsmodule zu entwickeln. Mitarbeiter des öffentlichen Gesundheitsdienstes in zwei Staaten in Nigeria (Lagos und Nasarawa) werden in den Protokollen geschult. Anschließend wird acht Monate lang durch operationelle Forschung die Implementierung der Protokolle bei Ausbrüchen in diesen Staaten evaluiert.

Stand: 23.06.2017

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