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Internationale Zusammenarbeit im Bereich der Nicht-übertragbaren Erkrankungen (Non-communicable Diseases)

Die Abteilung für Epidemiologie und Gesundheitsmonitoring des Robert Koch-Instituts befasst sich mit nicht-übertragbaren Erkrankungen (Non-communicable Diseases, NCD) und ihren Determinanten. Die Schwerpunkte der Abteilung – körperliche Gesundheit, psychische Gesundheit, Gesundheitsverhalten sowie soziale Determinanten und Gesundheit – orientieren sich am „WHO Global Action Plan for the Prevention and Control of Non-communicable Diseases 2013-2020“. Seit 2017 gibt die Abteilung das deutsch- und englischsprachige „Journal of Health Monitoring“ mit Beiträgen zur Public-Health-Surveillance mit Schwerpunkt Non-communicable Diseases heraus.

Nicht-übertragbare Erkrankungen sind heute die Haupttodesursache weltweit. Krebs, Diabetes, Herzkreislauferkrankungen und Atemwegserkrankungen machen über 80% der NCD-bedingten Todesfälle aus. Die Risikofaktoren für NCD, wie Rauchen, mangelnde körperliche Bewegung, schädlicher Alkoholkonsum und ungesunde Ernährung, sind oftmals vermeidbar. Präventionsansätze zu NCD müssen den Einzelnen, seine Lebenswelt und die transnationalen (gesundheits)politischen Rahmenbedingungen in den Blick nehmen. Erforderlich dazu ist ein bevölkerungsbasiertes Gesundheitsmonitoring und die valide Analyse gesundheitsbezogener Daten.

Europäische Zusammenarbeit

Die Abteilung für Epidemiologie und Gesundheitsmonitoring ist seit langem intensiv auf europäischer Ebene vernetzt. Gestützt auf ihre Expertise aus dem nationalen Gesundheitsmonitoring war sie maßgeblich an der Entwicklung und Implementierung der Europäischen Kernindikatoren für Gesundheit (European Core Health Indicators/ECHI) und an der Konzeption und Umsetzung der inzwischen EU-weit verpflichtenden Europäischen Gesundheitsumfrage (European Health Interview Survey/EHIS) beteiligt. Aktuell ist sie Partner in der europäischen Joint Action on Health Information (InfAct). Ziel dieses Verbundes ist der Aufbau eines europäischen Gesundheitsinformationssystems mit dem Schwerpunkt auf nichtübertragbaren Erkrankungen und ihren Determinanten. Weitere Kooperationen umfassen die Europäische Gesundheitsinformations-Initiative (EHII) der WHO/Europe sowie die Mitarbeit in Arbeitsgruppen der OECD, u.a. zur Qualität der Gesundheitsversorgung, und der EU, u.a. in der Working Group on Public Health Statistics.

Ausbau der internationalen Zusammenarbeit

Insbesondere Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen (LMIC/low and middle income countries) tragen durch Infektionskrankheiten und NCD eine doppelte Krankheitslast. Jährlich sterben 15 Millionen Menschen zwischen 30 und 69 Jahren vorzeitig an NCD; über 80% dieser Todesfälle ereignen sich in LMIC. Im Zuge der wachsenden Internationalisierung des Instituts strebt die Abteilung für Epidemiologie und Gesundheitsmonitoring den Aufbau internationaler Kooperationen zum Gesundheitsmonitoring und zur Bekämpfung der globalen NCD-Epidemie an.

Stand: 16.10.2017

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