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Arbeitsgemeinschaft Influenza

Seit der Wintersaison 2009/10 steht die Durchführung der Influenzasurveillance in der Arbeitsgemeinschaft Influenza in der alleinigen Verantwortung des Robert Koch-Institutes.

Die AGI blickt auf eine lange Geschichte zurück. Sie wurde 1992 von vier pharmazeutischen Unternehmen ins Leben gerufen und vom Deutschen Grünen Kreuz (DGK) etabliert und durchgeführt. Das DGK baute das heute Deutschland-weit bekannte Sentinelsystem für Influenza auf und entwickelte die wichtigsten, auch heute noch verwendeten Parameter, die einen Überblick über die epidemiologische Situation der akuten Atemwegserkrankungen im allgemeinen und der Influenza im besonderen geben. Die virologische Surveillance wurde von Anfang an durch das Nationale Referenzzentrum für Influenza unterstützt, das zunächst vom Niedersächsischen Landesgesundheitsamt (NLGA), dann dem NLGA und dem RKI gemeinsam, und später ausschließlich vom RKI geleitet wurde.

Im Jahr 2001 übernahm – im Kontext der Umsetzung des damals in Kraft tretenden neuen Infektionsschutzgesetzes - das Robert Koch-Institut die wissenschaftliche Federführung der AGI unter Beibehaltung der bisherigen Partner. Dieses Modell stand später auch für andere Kooperationen Pate. Seit Gründung der AGI entwickelte sich das deutsche Sentinelsystem - nicht zuletzt dank der Mitarbeit der freiwillig und unentgeltlich mitwirkenden Ärztinnen und Ärzte - zu einem Erhebungssystem, das im europäischen Rahmen einen Spitzenplatz einnimmt.

Im Rahmen der Pandemieplanung wurde erkannt, dass die Überwachung der Influenza eine so wichtige und zentrale Aufgabe in der Pandemiebewältigung darstellt, dass sie vom Bund übernommen werden sollte. So wurde die seit 2006 durchgeführte Sommersurveillance von Anfang an ausschließlich aus öffentlichen Mitteln finanziert. Gerade im Frühjahr und Sommer 2009, als die pandemische Neue Influenza A/H1N1 Deutschland erreichte, bildeten die Hintergrunddaten aus der Sommersurveillance eine wichtige Voraussetzung für eine fundierte Beurteilung der epidemiologischen Lage in Deutschland. Das RKI hat sich nach den ersten Anzeichen für eine mögliche Pandemie zu einem wöchentlichen Berichterstattungsrhythmus auch im Sommer entschlossen, und ab der Wintersaison 2009/10 wird das RKI die Arbeitsgemeinschaft Influenza alleinverantwortlich weiterführen.

Stand: 02.02.2010

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