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Nationales Referenzzentrum für Influenza (NRZ Influenza)

Leitung:
Brunhilde Schweiger

Die Mitarbeiter des Nationalen Referenzzentrums für Influenza am Robert Koch-InstitutMitarbeiter des NRZ für Influenza am RKI

Die Influenza gehört nach wie vor zu den bedeutendsten Infektionskrankheiten. Aufgrund der hohen Variabilität der Influenzaviren kann eine einmalige Immunisierung keinen dauerhaften Schutz bieten. Die Zusammensetzung des Impfstoffes muss jährlich an die aktuell zirkulierenden Varianten angepasst werden. Nationale und globale Influenzaüberwachung sind eng miteinander verbunden. Die Untersuchung der weltweit von allen Influenzazentren zur Verfügung gestellten Virusstämme ermöglicht es der WHO, neue Driftvarianten zu erkennen und die Impfstoffzusammensetzung für die kommende Saison zu empfehlen.

Eine besonders intensive Überwachung der Influenzaviren erfolgt in Deutschland von Oktober bis zum April des kommenden Jahres. Die in der Bevölkerung zirkulierenden Viren sind zu isolieren, zu typisieren und zu subtypisieren. Umfassende antigene und molekulare Analysen erlauben Aussagen darüber, ob und in welchem Ausmaß sich die aktuell zirkulierenden Viren von denen des vergangenen Jahres und den derzeit relevanten Impfstämmen unterscheiden.

Qualitätssicherung und Intensivierung der virologischen Surveillance stellen einen wichtigen Schwerpunkt unserer Arbeit dar. Das Referenzzentrum ist sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene in Aufgaben zur Qualitätssicherung eingebunden. Von großer Bedeutung ist auch die Entwicklung und Weiterentwicklung moderner Methoden zur Diagnostik und Differenzierung von Influenzaviren, um die epidemiologische Situation so zeitnah und umfassend wie möglich zu beurteilen. Studien zur Immunprophylaxe werden durchgeführt, um die Immunität in der Bevölkerung zu überwachen und die Immunantwort von Risikogruppen zu untersuchen.

Die Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) vereint ein Sentinelsystem zur Erfassung akuter Atemwegserkrankungen und die virologische Influenzaüberwachung, deren Durchführung und Koordination Aufgabe des Referenzzentrums ist. Auf europäischer Ebene erfolgt im Rahmen des European Influenza Surveillance Scheme (EISS) eine enge Zusammenarbeit mit den Surveillancesystemen der Nachbarländer. Weiterhin ist das NRZ in das Netz der globalen Influenzaüberwachung eingebunden; virologische und epidemiologische Surveillancedaten werden wöchentlich an die WHO übermittelt. Darüber hinaus werden der WHO kontinuierlich repäsentative Stämme für vergleichende Analysen zu Verfügung gestellt.

Stand: 23.06.2009

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