Logo Robert Koch-Institut



Konsensusempfehlung Baden-Württemberg: Umgang mit Patienten mit hochresistenten Enterobakterien inklusive ESBL-Bildnern

In den letzten Jahren ist eine zunehmende Resistenzentwicklung bei den Enterobakterien zu beobachten. Diese betrifft nicht nur die Zunahme der Resistenz gegenüber 3.-Generations-Cephalosporinen, sondern damit kombiniert auch die Resistenz gegenüber Fluorchinolonen und in ersten Fällen auch gegenüber Carbapenemen. Gegenwärtig liegen noch keine umfassend konsentierten Empfehlungen zum Umgang mit Patienten vor, die mit oben beschriebenen Erregern infiziert oder besiedelt sind. Die hier vorgeschlagenen Maßnahmen und die Dauer ihrer Durchführung richten sich nach dem Umfang der Resistenz (dem Resistenzmuster) und dem jeweiligen Risiko der Mitpatienten. Die Maßnahmen untergliedern sich dabei in Barrieremaßnahmen am Patienten (Resistenz gegenüber 3.-Generations-Cephalosporinen bei hohem Infektionsrisiko der Mitpatienten oder Resistenz gegenüber 3.-Generations-Cephalosporinen und Chinolonen bei nicht erhöhtem Infektionsrisiko der Mitpatienten) und Isolierungsmaßnahmen im Einzelzimmer (Resistenz gegenüber 3.-Generations-Cephalosporinen und Chinolonen bei hohem Infektionsrisiko der Mitpatienten oder Resistenz gegenüber Carbapenemen). Generell ist jedoch für die Resistenzkontrolle eine rationale, kontrollierte Verwendung von Antibiotika die Grundvoraussetzung.

Erscheinungsdatum
09.03.2010

Diese Seite: