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Zielgruppeneinstiege

Die Elimination der Masern und Röteln in Deutschland

Die Masernelimination ist auch in Deutschland seit vielen Jahren erklärtes Ziel des Bundes und der Länder.

Bereits im Juni 1998 hat die Gesundheitsministerkonferenz der Länder (GMK) zu ei­nem verstärkten Engagement aufgerufen, die Masern­er­kran­kungen in Deutsch­land entscheidend zu reduzieren. Die Verpflichtung Deutsch­lands, die Masern-Eli­mi­na­tion bis 2015 zu erreichen und sich vorrangig mit diesem Thema zu be­fas­sen, wurde in einem Beschluss vom Juni 2011 von der GMK bestätigt. Ein „Inter­ventions­pro­gramm Masern, Mumps, Röteln (MMR)“ von Bund und Ländern aus dem Jahr 1999 sah langfristig eine Senkung der Masern­inzidenz durch konsequente Impfungen gemäß STIKO-Empfehlungen vor.

Im Nationalen Impfplan Deutschlands, der im Jahr 2012 von den Bundes­ländern publiziert wurde, wurde das Ziel der Elimination der Masern und Röteln noch ein­mal bestätigt und hervorgehoben, dass insbesondere die Akzeptanz der zweiten Masern­impfung erhöht werden müsse. Als Fortschreibung und Kon­kre­ti­sie­rung des Na­ti­o­nalen Impf­plans wurde 2014/2015 der Nationale Aktionsplan 2015-2020 zur Eli­mi­na­tion der Masern und Röteln in Deutschland durch eine inter­diszi­plinäre Arbeits­gruppe erstellt, im Rahmen einer Nationalen Konferenz diskutiert und im Juni 2015 von der Gesundheits­minister­konferenz nach­drück­lich unterstützt. Der Plan nimmt eine Bestandsaufnahme vor und erneuert na­ti­o­nale strategische und operationali­sierbare Ziele. Im Rahmen der Natio­na­len Impf­konfe­renz im Juni 2015 wurden be­reits die im Nationalen Aktionsplan vor­ge­schla­ge­nen Maß­nahmen diskutiert und weitere Vorschläge für die konkrete Umsetzung gemacht.

Um den Stand der Elimination der Masern und Röteln in Deutschland syste­ma­tisch bewerten zu können, berief im Dezember 2012 das Bundes­minis­terium für Gesund­heit die Nationale Verifizierungs­kommission zur Elimination der Masern und Röteln. Ihre Geschäftsstelle ist am Robert Koch-Institut angesiedelt. Die Kommission be­wer­tet unter anderem Daten zur Masern/Röteln-Epidemiologie sowie zur Immunität in der Bevölkerung in Hinblick auf die Erreichung der Eli­mi­na­tions­ziele und teilt ihre Erkenntnisse jährlich der Welt­gesund­heits­organisation (WHO) und dem Bundes­minis­terium für Gesundheit (BMG) mit. Ihre Berichte sind auf der Homepage des Robert Koch-Institutes zu finden (siehe Weitere Informationen).

Stand: 21.11.2016

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