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Impfpräventable Erkrankungen und Migration

Kolorierte elektronenmikrosopische Aufnahmen v.l.n.r.: Streptococcus pneumoniae (© Hans R. Gelderblom, Rolf Reissbrodt), Neisseria meningitidis (© Holland, Özel), Masernvirus (© Gelderblom), Polioviren Quelle: RKIKolorierte elektronenmikrosopische Aufnahmen: Streptococcus pneumoniae, Neisseria meningitidis, Masernvirus, Polioviren (v.l.n.r.) Quelle: Gelderblom (2x); Holland, Özel, Rolf Reissbrodt; Kolorierung Schnarttendorf/RKI

Nicht erst seit SARS und der „Schweinegrippe“ ist bekannt, dass Infektionskrankheiten potentiell so mobil sind wie die Menschen, die sie verbreiten können. Abhängig von den Erregereigenschaften und der Übertragungsart können sie sich diese schnell, wie bei SARS oder Influenza, oder langsam wie bei HIV oder TB verbreiten.

In der Regel sind Personen mit Migrationshintergrund in Europa genauso gesund wie die ansässige Bevölkerung. Unter Umständen kann es jedoch für bestimmte Gruppen ein erhöhtes Risiko geben an einer spezifischen Infektionskrankheit zu erkranken. Dies können z.B. Erkrankungen sein, die in den jeweiligen Herkunftsländern häufiger vorkommen als in den Zielländern, wie z.B. HIV in den sogenannten Hochprävalenzländern. Auch Erkrankungen, die in Herkunftsländern noch nicht ausreichend durch präventive Maßnahmen wie Impfungen zurückgedrängt sind, können zu einem erhöhten Risiko führen. Dies insbesondere wenn leicht übertragbare Infektionskrankheiten auf potentiell empfängliche Personengruppen in Zielländern treffen. Diese Dynamik konnte im Fall der Verbreitung von Masern in Europa gut dokumentiert werden.

Auch wenn die Rolle von Migration und Mobilität in diversen Studien und Analysen aufgezeigt werden kann, fehlen jedoch oft systematische Daten, die eine differenzierte Betrachtung des Einflusses von Migration auf die Verbreitung von Infektionskrankheiten aus Public Health Sicht ermöglichen. Auf den folgenden Webseiten werden einige Infektionskrankheiten im Kontext von Migration beispielhaft dargestellt.

Referenzen

Tetanus (Wundstarrkrampf) und Migration

Unabhängig vom Migrationshintergrund sind viele Kinder und Jugendliche nicht altersgemäß gegen Tetanus geimpft.

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Diphtherie und Migration

Verglichen mit gleichaltrigen Jugendlichen ohne Migrationshintergrund sind 11- bis 17-Jährige mit Migrationshintergrund seltener vollständig gegen Diphtherie grundimmunisiert.

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Pertussis (Keuchhusten) und Migration

Eine bedeutsame Rolle in der Übertragung von Pertussis auf junge, nicht oder unzureichend geschützte Säuglinge kommt Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu.

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Polio (Kinderlähmung) und Migration

Neben den bekannten Risikogebieten für Polio ist auch in Gebieten, die als poliofrei gelten, weiterhineine hohe Impfquote erforderlich um die angestrebte Eradikation zu erreichen.

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Masern und Migration

Die hoch ansteckenden Masern können sich schnell über Landesgrenzen hinweg verbreiten. In Deutschland wird weiterhin noch ungenügend gegen Masern geimpft.

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Meningokokken und Migration

Alle Kinder und Jugendliche sollten gegen Meningokokken C geimpft sein. Nicht zuletzt bei Reisen in Risikogebiete sollte der Impfungschutz gegen Meningokokken sichergestellt sein.

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Mumps, Röteln, Windpocken und Migration

Aufgrund regionaler Impflücken muss in Deutschland auch heute noch damit gerechnet werden, dass sich schwangere Frauen mit Röteln infizieren können. Infolge dessen wäre eine Schädigung des ungeborenen Kindes nicht auszuschließen.

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Hepatitis A und Migration

Etwa jede zweite hierzulande auftretende Hepatitis-A-Infektion wurde während einer Reise in eine Region erworben, in der Hepatitis A häufiger auftritt.

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Hepatitis B und Migration

Die Jugenduntersuchung J1 ist entscheidend für die vollständige Grundimmunisierung gegen Hepatitis B. Spätestens zu diesem Termin sollten ausstehende Impfungen nachgeholt bzw. komplettiert werden.

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Humane Papillomviren (HPV) und Migration

Es ist wichtig Frauen und Mädchen kultursensibel über den Schutz durch die HPV - Impfung zu informieren.

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Tuberkulose und Migration

Tuberkulose, die weltweit am häufigsten zum Tode führende behandelbare Infektionskrankheit, ist auch in Deutschland von Bedeutung.

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