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DEMIS − Deutsches Elek­tro­ni­sches Melde- und Infor­ma­tions­system für den Infek­tions­schutz

Ziele des Projekts

Mit dem Deutschen Elek­tro­nischen Melde- und Informa­tions­system für den Infektions­schutz (DEMIS) wird das existierende Melde­system für Infektions­krankheiten gemäß Infektions­schutz­gesetz (IfSG) weiter­ent­wickelt und verbessert. Ins­be­son­dere wird – beginnend bei den Meldenden (Ärztinnen und Ärzte, Labore, andere) – eine durch­gängig elek­tro­nische Infor­mations­verar­bei­tung ermöglicht. Dadurch soll der Aufwand für die Meldenden und die zu­ständi­gen Behörden reduziert werden und Informa­tionen zu auftre­tenden Infektions­krankheiten können künftig schneller bei den Verantwort­lichen in den Gesundheits­ämtern, den zuständigen Landes­behörden und am RKI vorliegen. Weiterhin werden die Zusammen­arbeit der Beteiligten und der Daten­austausch zwischen ihnen besser unter­stützt, sodass auch große Infektions­ereignisse effektiver bearbeitet werden können.

Aufbau und Funktionen von DEMIS

Die elektronische Meldung durch die Melder erfolgt automatisiert über definierte Schnittstellen vom Labor- bzw. Arztinformationssystem an DEMIS. Die zuständigen Behörden können gemäß dem auf gesetzlicher Grundlage geregelten Berechtigungskonzept auf die Informationen in DEMIS zugreifen.

DEMIS wird aus verschiedenen Komponenten bestehen: dem Verteilungsdienst (Dispatcher), dem Informationsdienst und dem Konfigurationsdienst. Der Verteilungsdienst ist für die Entgegennahme der Meldungen und die Verschlüsselung und Entschlüsselung sowie Verteilung der Informationen zuständig. Der Informationsdienst stellt Daten als Feedback für die Anwender und für die Veröffentlichung bereit und enthält zusätzliche Funktionen wie z.B. die Signalerkennung, die eine frühzeitige Identifikation von Ausbrüchen ermöglichen soll. Der Konfigurationsdienst beinhaltet das Regelwerk zur Steuerung des Systems und bietet die nötige Flexibilität, um das System bei Bedarf an die epidemiologische Situation anpassen zu können.

Projektschritte

Der Projektbeginn war am 01.01.2016, die Entwicklung und Implementierung soll innerhalb einer Projektlaufzeit von 5 Jahren bis zum 31.12.2020 erfolgen. Nach dem derzeitigen Planungsstand wird das Projekt in drei Umsetzungsstufen realisiert werden. In der ersten Umsetzungsstufe soll das technische System errichtet werden, das die Behörden des öffentlichen Gesundheitsdienstes nutzen können. In der zweiten Umsetzungsstufe soll den Laboren die elektronische Meldung an DEMIS ermöglicht werden. In der dritten Umsetzungsstufe soll der Vollausbau von DEMIS erreicht werden, in dem neben den Laboren auch die Ärztinnen und Ärzte sowie weitere Meldepflichtige ihrer Meldeverpflichtung auf elektronischem Wege nachkommen können.

Projektpartner

Das RKI wurde vom BMG beauftragt das Projekt federführend durchzuführen. Dabei wird das RKI eng mit den zuständigen Gesundheitsbehörden zusammenarbeiten und von einem ÖGD-Fachkreis beraten werden.

Stand: 24.06.2016

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