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Zielgruppeneinstiege

Skabies (Krätze)

RKI-Ratgeber für Ärzte

Präambel

Die Herausgabe dieser Reihe durch das Robert Koch-Institut (RKI) erfolgt auf der Grund­lage des § 4 In­fek­tions­schutz­ge­setz (IfSG). Praktisch be­deut­same An­ga­ben zu wichtigen In­fek­ti­ons­krank­heiten sollen aktuell und kon­zen­triert der Orien­tierung dienen. Die Beiträge werden in Zusammen­arbeit mit den Nationalen Referenz­zentren (NRZ), Konsiliar­laboren (KL) sowie weiteren Experten erarbeitet. Die Erst­publi­kation und deut­lich über­ar­bei­tete Folge­ver­si­onen werden im Epi­de­mio­lo­gischen Bulletin und im Internet (www.rki.de/ratgeber) veröffentlicht. Eine Aktu­a­li­sierung erfolgt nach den Erfordernissen, aktualisierte Fassungen ersetzen die älteren.

Vollständig aktualisierte Fassung vom Juni 2016. Insbesondere die Abschnitte Definition von Kontaktpersonen, Therapie und Maßnahmen bei Erkrankten und Kontaktpersonen wurden angepasst. Erst­ver­öffent­lichung im Epidemiologischen Bulletin 19/2009.

Erreger

Die Krätzemilbe Sarcoptes scabiei var. hominis ist ein auf den Menschen spezialisierter, obligater Parasit. Die Krätze­milbe gehört zu den Spinnen­tieren (Arachnida). Weibliche Skabies­milben werden 0,3 bis 0,5 mm groß (mit dem mensch­lichen Auge gerade noch als Punkt sichtbar), männ­liche Milben 0,21 bis 0,29 mm. Die Sauer­stoff­auf­nahme erfolgt durch Dif­fu­sion über die Körper­ober­fläche (astig­mate Milben), sodass der Parasit nicht tiefer als in die Horn­schicht (Stratum corneum) oder allen­falls in das Stratum granulosum eindringen kann.

Der Penetrationsvorgang dauert zwischen 20 und 30 Minuten. Im Stratum corneum graben die weiblichen Krätze­milben tunnelförmige Gänge und bewegen sich pro Tag ca. 0,5 bis 5 mm vorwärts.

Die Begattung findet auf der Haut­ober­fläche statt. Die männ­lichen Milben sterben danach, nur die be­fruch­teten Weibchen graben sich in das Stratum corneum ein. Sie bleiben etwa 30 bis 60 Tage lebens­fähig und verlassen in dieser Zeit das Tunnel­system in der Regel nicht mehr. Aus den Eiern schlüpfen nach 2 bis 3 Tagen Larven, die an die Haut­ober­fläche aus­schwärmen und sich dort in Falten, Ver­tie­fungen und Haar­folli­keln zu Nymphen und nach etwa 2 bis 3 Wochen zu ge­schlechts­reifen Milben entwickeln. Dieser Zeit­raum ist wichtig für die Be­hand­lung mit Subs­tanzen, die nicht ovizid sind und – per se oder unter bestimmten Bedingungen – nicht genügend in der Haut gespeichert werden. Die Infek­tiosität von Skabies­milben ist umso geringer, je länger sie von ihrem Wirt getrennt sind.

Bei 34°C Um­gebungs­tempe­ratur überleben Milben bereits weniger als 24 Stunden, bei 50°C (z.B. Wasch­maschine, Trockner) nicht länger als 10 Minuten. Niedrigere Tempe­raturen und eine höhere relative Luft­feuch­tig­keit verlängern dagegen die Über­lebens­zeit. Sinkt die Um­ge­bungs­tem­pe­ratur unter 16°C, sind die Milben in ihrer Be­wegungs­fähigkeit eingeschränkt und können nicht mehr in die Epidermis.

Bei den in Deutsch­land üblichen Raum­tempe­ra­turen und Luft­feuch­tigkeit (21°C und 40 bis 80% relativer Luft­feuch­tig­keit) sind Krätze­milben mit großer Wahr­schein­lich­keit nicht länger als 48 Stunden infektiös.

Vorkommen

Die Skabies kommt weltweit vor und betrifft Personen jeden Alters.

Daten aus Ländern mit einem kühlen Klima zeigen eine Tendenz für eine höhere Inzidenz in der kalten Jahres­zeit. Dies könnte mit inten­si­verem Körper­kontakt im Winter zusammen­hängen, aber auch eine ver­län­gerte Über­lebens­zeit der Milben auf Tex­tilien bei nie­dri­gen Um­gebungs­tempe­raturen widerspiegeln.

In vielen Ländern mit tropischem Klima ist die Skabies eine endemische Massen­er­kran­kung mit einer Prä­va­lenz in der Ge­samt­be­völ­ke­rung bis zu 15% (Engelman D, et al. 2013). Kinder sind von der Ek­to­para­si­tose über­pro­por­tional häufig betroffen. Ins­be­sondere bei vulne­rablen Be­völ­ke­rungs­gruppen, die auf engem Raum zusammen­leben, u.a. Waisen­kinder, Straßen­kinder, Gefängnis­in­sassen, kann die Prävalenz über 70% betragen (Romani L, et al. 2015). Da in vielen Ländern mit hoher Prävalenz Kinder unter 15 Jahren rund 50% der Gesamt­be­völ­ke­rung ausmachen, ist die Skabies dort eine der häufigsten infektiösen Krankheiten.

Ausbrüche in Einrich­tungen treten dort auf, wo Personen über längere Zeit zusammen­leben, betreut oder medizinisch versorgt werden, und in denen enger Haut-zu-Haut-Kontakt üblich ist. Hierzu zählen Kinder­gärten, Ein­rich­tungen für Behinderte, Ob­dach­losen­asyle, Gefäng­nisse, Alters­heime und Kranken­häuser.

Polymorbide ältere Menschen sind eine Gruppe, die zunehmend Bedeu­tung bei der Verbreitung der Skabies gewinnt, v.a. in Alten­heimen und Pflege­ein­rich­tungen. Bei ihnen ent­wickelt sich aufgrund von medi­ka­menten- oder alters­indu­zierter Immun­sup­pression häufiger eine Scabies crustosa, die jedoch nicht immer gleich erkannt oder wegen anderer exis­tie­render Haut­krank­heiten (z.B. Exsik­kations­ekzem) verkannt wird. Durch regel­mäßige intensive Haut­kontakte zwischen Patient und Pflege­personal werden weitere Bewohner und Ange­hörige angesteckt mit der Folge eines Aus­bruchs (Stoevesandt J, et al. 2012). Unter solchen Bedin­gungen können mehrere Hundert Personen exponiert sein (Larrosa A, et al. 2003; de Beer G, et al. 2006).

Sondersituation Migration einer großen Anzahl von Menschen
Migrationsbewegungen von vielen Menschen verlangen in Bezug auf die Skabies besondere Wach­sam­keit. Einer­seits stammen insbesondere Asyl­suchende häufig aus Ländern, in denen die Prävalenz der Skabies hoch ist, andererseits erhöhen die Verhältnisse während der Flucht das Risiko, dass Krätze­milben von einer Person auf andere Personen übertragen werden. Drittens handelt es sich bei diesen Personen häufig um Kinder und Jugendliche und damit eine besonders vulne­rable Bevölkerungs­gruppe. Vermut­lich ist die Prävalenz von Skabies bei ankom­menden Flücht­lingen höher als in der hiesigen Bevölkerung.

Dennoch ist das Risiko von Skabies­aus­brüchen in Erst­auf­nahme­ein­rich­tungen und Sammel­unter­künften gering, da Asyl­suchende in der Regel nicht immun­kom­promit­tiert sind und die Wahr­schein­lich­keit von intensivem Haut­kontakt (außer in Familien) gering ist.

Reservoir

Ein Reservoir im eigentlichen Sinne gibt es nicht. Sarcoptes scabiei var. hominis kann sich nur in der menschlichen Haut vermehren.

Infektionsweg

In der Regel wird die Skabies durch direkten Haut-zu-Haut-Kontakt übertragen. Die Über­tragung eines einzigen begatteten Milben­weibchens oder mehrerer, geschlechtlich unterschiedlich deter­minierten Larven reichen für eine Infestation aus.

Da sich Krätzemilben nur langsam bewegen und sich an Geruch- und Temperatur­gradienten orientieren, setzt eine Über­tragung einen groß­flächigen, längeren und konti­nuier­lichen Haut-zu-Haut-Kontakt in der Größen­ordnung von 5 bis 10 Minuten voraus. Dement­sprechend sind Hand­schütteln, Begrüßungs­küsse, Um­armungen, eine kursorische Unters­uchung der Haut etc. von Patienten mit gewöhnlicher Skabies ohne Risiko (im Gegensatz zur Scabies crustosa).

Personen, die sich bei einem Patienten mit gewöhnlicher Skabies anstecken können, sind demnach im Regel­fall Mit­glieder einer Familie oder Wohn­ge­meinschaft, z.B. Paare, eng vertraute Geschwister, Eltern mit Kleinkindern sowie pflege­bedürf­tige Personen, deren Betreuer und Pfleger.

Das Besiedlungs­risiko (Infestations­risiko) steigt mit der Anzahl der Milben auf der Hautfläche des Patienten und ist sehr hoch bei der Scabies crustosa mit Tausenden bis Millionen von Milben auf befallenen Haut­arealen. Hier können bereits abgelöste Schuppen Milben tragen und zur Ansteckung führen.

Theoretisch ist eine Über­tragung von Krätze­milben über Textilien wie Bett­wäsche, Woll­decken, Unter­wäsche oder Ver­bands­stoffe möglich, aber wegen der rasch ab­neh­men­den Infek­tiö­sität außerhalb der Haut, der geringen Milben­zahl auf immun­kompe­tenten Men­schen und der lang­samen Fort­bewegung der Milben bei der ge­wöhn­li­chen Skabies in praxi selten. In einer Studie trat eine Infes­tation nur bei zwei von 63 oder vier von 272 Pro­ban­den auf, welche bezogene Betten bzw. Kleider von stark infes­tierten Personen benutzt hatten (Burgess I 1994).

Inkubationszeit

Bei einer Erst­infes­tation erscheinen die ersten Symp­tome nach 2 bis 5 Wochen. Bei einer Re­in­fes­tation treten die ekzema­tösen Haut­ver­än­de­rungen auf­grund der bereits bestehenden Sensi­bi­li­sie­rung bereits nach 1 bis 4 Tagen auf.

Klinische Symptomatik

Eine Besiedlung mit Krätze­milben, Sarcoptes scabiei var. hominis, kann abhängig vom Wirt - vor allem von dessen Immun­status - unter­schied­liche klinische Verläufe nehmen. Diese werden im Folgenden näher beschrieben.

Gewöhnliche Skabies
Skabiesmilben bevorzugen Areale mit verhältnis­mäßig hoher Tempe­ratur und dünner Horn­schicht. Prädilek­tions­stellen der gewöhn­lichen Skabies sind daher die Inter­digi­tal­falten der Hände und Füße, Ellen­bogen­streck­seiten, vordere Axillar­falten, Brust­warzen­hof, Nabel­region, Gürtel­linie, Gesäß, Anal­falte, Peri­anal­region, Leisten, Knöchel­region, die inneren Fuß­ränder und ins­be­son­dere der Penis­schaft. Läng­liche Papeln am Penis­schaft sind nahezu beweisend für eine Skabies. Kopf und Nacken, Palmae und Plantae sind zumeist ausgespart. Bei Säug­lingen und Klein­kindern findet man typische Haut­er­schei­nungen auch am behaarten Kopf, im Gesicht sowie palmo­plantar.

Die Primäreffloreszenzen bestehen aus komma­artigen, oft un­regel­mäßig gewundenen, wenige Milli­meter bis 1 cm langen Milben­gängen, an deren Ende sich manch­mal ein kleines Bläschen ausbildet. Zu­sätz­lich ent­steht ein Ekzem mit disse­mi­nier­ten, milben­freien ery­the­ma­tösem und zum Teil krus­tösen Papeln, Bläschen und Papulo­vesikeln. Es ver­ur­sacht auch den charak­te­ris­tischen starken, gene­ra­li­sier­ten Pruritus, der in der Nacht zunimmt. Es ist Aus­druck einer zell­ver­mittel­ten Immun­antwort vom verzögerten Typ gegen Milben­produkte.

Scabies crustosa
Die Scabies crustosa (disseminierte Skabies, Krusten­skabies, Borken­krätze, früher auch: Scabies norvegica) kommt bei immun­suppri­mierten, aber auch ander­weitig suszep­tiblen Patienten vor, auf denen sich die Milben unge­hemmt ver­mehren, so dass bis zu mehrere Millionen auf und in der Haut ange­siedelt sein können. Diese Krank­heits­form ist hoch ansteckend. Bereits kurze Haut­kontakte können zur Infes­tation führen.

Überproportional häufig betroffen sind auch Personen mit Verhaltens­anomalien, ausgeprägter Demenz oder starker Ein­schrän­kung in der Mög­lich­keit sich zu kratzen (z.B. mit Paresen oder Paraplegie).

Das klinische Bild unter­scheidet sich von der gewöhn­lichen Skabies und zeigt diffuse Hyper­kera­tosen, ge­le­gent­lich auch Krusten und Borken auf ery­thema­tösem Grund mit fein- bis mittel­lamel­lärer Schuppung, oft mit palmo­plan­taren Hyper­kera­tosen und Nagel­be­fall. Häufig werden auch Kopfhaut, Gesicht und Hals befallen. Der ansonsten typische Juck­reiz kann wegen der fehlenden zellulären Immun­antwort bei Scabies crustosa gering sein oder gänzlich fehlen.

Skabies im Säuglings- und Kleinkindalter
Säuglinge und Kleinkinder weisen sehr ausgeprägte Haut­ver­än­de­rungen auf. Häufig sind die Füße ein­schließ­lich Fuß­sohlen, Knöchel­region, Kopf­haut und Gesicht, aber auch Axillen, Knie ein­schließ­lich Knie­kehlen und Unter­schenkel be­troffen. Das klini­sche Bild ist viel­ge­staltiger und zeigt häufig Blasen, Bläschen und Pusteln. Das All­ge­mein­be­finden eines infi­zierten Säug­lings kann durch Irri­tiert­heit und Appe­tit­losig­keit bis hin zur Ge­deih­störung be­ein­träch­tigt sein.

Weitere Krank­heits­formen sind die Scabies nodosa und die soge­nannte gepflegte Skabies, bei der die Symptome durch An­wen­dung von Kosme­tika kaschiert sind. Als post­skabi­öses Ekzem bezeichnet man persis­tierende juckende Haut­ver­än­derungen nach erfolgreicher Behandlung.

Dauer der Ansteckungsfähigkeit

Nach Abschluss der ersten ordnungs­ge­mäßen Be­hand­lung können Kinder und Betreuer eine Gemein­schafts­ein­richtung wieder besuchen und Erwachsene zur Arbeit gehen: bei der Behandlung ansonsten gesunder, nicht immun­suppri­mierter Patienten mit einem topisch applizierten Anti­skabi­osum direkt nach der ab­geschlos­senen Be­hand­lung bzw. 24 Stunden nach Ein­nahme von Iver­mectin. Dies gilt nicht für Patienten mit Scabies crustosa.

Diagnostik

1. Differenzialdiagnostik

Hinweis: Die Diagnose einer Skabies setzt Kenntnis der verschiedenen diagnos­tischen Proze­duren und lang­jährige Erfahrung voraus. Es wird empfohlen, die Diagnose durch einen Derma­tologen stellen bzw. absichern zu lassen.

Die Verdachtsdiagnose Skabies wird gestellt bei starkem Juck­reiz und den oben genannten klinischen Symp­tomen im Zusammen­hang mit anamnestischen Angaben über mögliche Expositionen (siehe auch Tabelle 1).

Tabelle 1: Diagnose der gewöhnlichen Skabies – Überblick

Diagnose wird vermutet beiSymptomePrädilektionsstellen sind
neu aufgetretenem starken lokalen oder generalisierten Juckreiz kommaartige, oft unregel­mäßig gewundene, wenige Millimeter bis 1 cm lange, weißliche GängeInterdigital­falten der Hände und Füße
den typischen Haut­ver­änderungen an den Prädilektions­stellenEkzemreaktion = dissemi­nierte erythematöse PapelnEllenbogen, Achseln, Nabel, perianal, genital, Leisten, Knöchel, innere Fußränder
beim Vorliegen identischer Symptome bei Familien­an­ge­hörigen oder Personen, zu denen enger Körper­kontakt bestandBläschen und Papulo­vesikeln, oft exkoriiert (aufgekratzt) oder krustig belegtBei Säuglingen/ Kleinkindern oft Betei­li­gung des behaarten Kopfes, Gesicht sowie palmo­plantar

Die Verdachtsdiagnose kann gesichert werden

  • durch mikroskopischen Nachweis von Milben, Eiern oder Skybala aus einem Hautgeschabsel,
  • mittels Klebebandtest

    (hierfür wird durchsichtiges Klebeband mit genügender Klebekraft fest auf verdächtige Gangenden gedrückt, ruckartig abgezogen und anschließend auf einem Objektträger mikroskopisch untersucht),

  • mittels Dermatoskopie.

    Bei der Dermatoskopie wird nach einer bräun­lichen Dreiecks­kontur ("kite sign" oder Wind­drachen­zeichen, dem Kopf und Brust­schild der Milbe entsprechend) in Verbindung mit dem luft­haltigen intra­kornealen Gang­system (Kiel­wasser­zeichen) gesucht. Bei pigmentierter Haut ist das Wind­drachen­zeichen kaum oder gar nicht erkennbar.

In vergleichenden Studien waren die mikros­kopische Unter­suchung von Haut­ge­schabsel und der Klebe­band­test die Methoden mit der höchsten Spezifität, wohin­gegen die Sensi­ti­vität geringer war als die der Derma­tos­kopie (Walter B, et. al 2011). Der Klebe­band­test ist bei Aus­brüchen in Heimen oder Massen­unter­künften eine zeit­öko­no­mische Methode. Bei fragiler Haut (Derma­to­poröse oder bullöse Erkran­kungen) ist dieses Vor­gehen kontra­indiziert.

Bei Ermangelung eines Mikros­kops oder Dermatos­kops wird das typische Bild des gewun­denen Ganges an den Prädi­lektions­stellen (bei Männern vor allem am Penis­schaft) in Asso­zia­tion mit starkem Juck­reiz als ausreichend für die Diag­nose der Skabies angesehen. Die klinische Diag­nose ist aber deut­lich weniger sensitiv als die Dermato­skopie oder der mikroskopische Nach­weis der Milben.

Ist kein charak­teris­tischer Milben­gang zu sehen und misslingt der dermato­skopische/mikros­kopische Nachweis, sind prinzi­piell alle juckenden Haut­krank­heiten in die Differential­diagnosen einzubeziehen. Dazu zählen ein atopisches Ekzem, ein Kontaktekzem, ein syste­mischer Lupus erythematodes, ein bullöses Pemphigoid, eine Langer­hans­zell-Histiozytose oder eine seborrhoische Dermatitis. Psoriasis und ein rhaga­di­formes Hand- und Fuß­ekzem sind ebenfalls Differenzial­diagnosen sowie andere Ekto­para­sitosen wie Tierkrätze, Demodexin­festation, Herbst­milben­dermatitis (Erntekrätze) oder Pediculosis corporis.

2. Labordiagnostik

Laboruntersuchungen sind zur Diagnose der Skabies nicht hilfreich. Eine histologische Unter­suchung ist nicht indiziert.

Therapie

Die Erkrankung an einer gewöhnlichen Skabies stellt im Unter­schied zu einer Erkrankung an Scabies crustosa in der Regel keine Indi­kation für eine stationäre Auf­nahme dar.

Das Ziel ist die Abtötung der Skabies­milben sowie der Larven und Eier. Da Krätze­milben im Stratum corneum lokalisiert sind, lassen sie sich in der Regel durch topische Anti­scabiosa abtöten.

Sekundäre Therapieziele bestehen in der Behandlung von Symp­tomen, insbesondere des oft ausgeprägten Juck­reizes, sowie von entzündlichen Begleit­er­scheinungen und Sekundärinfektionen.

Prinzipiell ist eine Behandlung mit topisch applizierten Anti­scabiosa oder syste­misch möglich. Lokal applizierte Anti­scabiosa enthalten Perme­thrin, Benzyl­ben­zoat und Crotamiton. Ivermectin (seit Februar 2016 für diese Indi­kation auch in Deutsch­land zugelassen) wird oral verab­reicht. Die Therapie muss der Krank­heits­form, dem Alter des Patienten, dem gleich­zei­tigen Vor­liegen von anderen (Infektions-) Krank­heiten, be­stehen­den Kontra­indi­ka­tionen und der epi­de­mi­o­lo­gischen Situation angepasst werden.

Grundsätzlich ist Permethrin topisch das Mittel der ersten Wahl. Wenn wegen nicht zu beein­flussender Rahmen­be­dingungen eine bestimmungs­mäßige Anwendung von Permethrin nicht möglich ist, wird Ivermectin oral empfohlen.

Für weiterführende Informa­tionen zur Therapie wird insbesondere auf die Leitlinie der Deutschen Dermato­logischen Gesellschaft (DDG) zur Skabies verwiesen (siehe auch Tabelle 2).

Patienten und Kontaktpersonen werden grund­sätzlich zeitgleich behandelt (siehe Umgang mit Kontaktpersonen).

Tabelle 2: Therapie der gewöhnlichen Skabies (siehe Leitlinie der DDG)

Topische Antiscabiosa

  • Behandlung des gesamten Körpers lückenlos vom Unterkiefer abwärts einschließlich der Retro­auri­ku­lar­falten
  • Permethrin 5% - Creme, einmalig für 8 - 12 Stunden. Am besten über Nacht auf­tragen und dann abwaschen/abduschen
  • Benzylbenzoat Emulsion 25% (für Kinder 10%), an 3 auf­einander­folgenden Tagen auftragen und dann am 4. Tag ab­waschen/ab­duschen
  • Crotamiton 10% (Lösung, Creme, Salbe) bzw. 5% (Gel) an 3 - 5 auf­einander­folgenden Tagen auf­tragen und dann ab­waschen/ab­duschen
  • Im Anschluss an die topische Behand­lung mit blanden Salben oder Cremes behandeln, um Aus­trock­nung/Irri­ta­tionen der Haut zu vermeiden/zu vermindern

Systemische Therapie

  • Ivermectin oral; einmalig 200 µg/kg Körpergewicht

Postskabiöses Ekzem

  • Topische Kortikosteroide

Infektionsschutz und Hygienemaßnahmen

Eine Übersicht über die wichtigsten Maßnahmen finden Sie im Flussdiagramm: Maßnahmen bei Skabies.

1. Präventive Maßnahmen

Allgemeine Empfehlungen
Bei ärztlicher Tätigkeit sind keine besonderen hygie­nischen Maß­nahmen erforderlich, um sich vor Skabies zu schützen. Sobald Kon­takt zu einer Person besteht, die vermutlich oder nach­ge­wie­sener­maßen an Skabies erkrankt ist, gelten weitere Maß­nahmen (siehe Maß­nahmen bei Einzel­erkran­kungen mit ge­wöhn­licher Skabies).

Berufliche Exposition
Die berufliche Exposition gegenüber Krätzemilben in Bereichen des Gesund­heits­wesens und der Wohl­fahrts­pflege ist ein Teil des Arbeits­schutzes und erfordert die Umsetzung der Bio­stoff­ver­ordnung, bzw. der "Techni­schen Regel für Biolo­gische Arbeits­stoffe (TRBA) 250". Das bedeutet, dass zur Ein­schät­zung der Ge­fähr­dung des Personals eine Ge­fähr­dungs­be­ur­tei­lung durch den Arbeit­geber vor­ge­nommen werden muss. Für Labo­ra­torien gilt die TRBA 464. Proben­materialien zur Skabies-Diagnostik werden der Risiko­gruppe 2 zugeordnet, die ent­sprechenden Schutz­maß­nahmen sind einzuhalten.

Medizinisches Personal, das beruflich engen Kontakt zu einer Person hat, die vermutlich oder nach­ge­wiesener­maßen an Skabies erkrankt ist oder die ein erhöhtes Risiko hat, mit Krätzemilben infestiert zu sein, muss bei Haut­kontakt Einmal­hand­schuhe und Schutz­kleidung mit langen Ärmeln tragen. Eine Alternative zu langärmeligen Kitteln sind Ärmelschoner, die als Einmal­material erhältlich sind. Die Stulpen der Hand­schuhe sind über den Ärmel­bündchen zu tragen. Falls es trotz Schutz­maß­nahmen zu Haut­kontakt mit dem Patienten gekommen ist, sind Hände und Arme gründlich zu waschen. Hände­desinfek­tions­mittel sind nicht gegen Skabies­milben wirksam. Die üblicher­weise durch­ge­führten Maß­nahmen der Basis­hygiene zur Ver­meidung anderer Infektions­risiken, z.B. die Hände­desinfek­tion nach Ablegen der Einmal­hand­schuhe, gelten weiterhin.

2. Maßnahmen bei Einzel­er­krankungen mit gewöhnlicher Skabies

Allgemeine Empfehlungen
Unter der Voraussetzung, dass längere Haut-zu-Haut-Kontakte vermieden werden, können Personen, bei denen eine gewöhn­liche Skabies (siehe Klinische Symptomatik) diagnos­tiziert wurde, bis zur Behand­lung am sozialen Leben teilnehmen. Abwei­chende Rege­lungen gelten für Gemein­schafts­ein­rich­tungen gemäß § 33 IfSG (siehe Maß­nahmen in Ge­mein­schafts­ein­rich­tungen).

Eine Indikation für eine stationäre Auf­nahme besteht hier im Unter­schied zu einer Erkran­kung an Scabies crustosa in der Regel nicht.

Da eine Über­tragung von Skabies-Milben einen engen, groß­flächigen und längeren Haut­kontakt (länger als 5 - 10 Minuten) voraus­setzt, sind Hände­schütteln, Begrüßungs­küsse und Umar­mungen in der Regel ohne Übertragungs­risiko. Erweiterte Empfeh­lungen gelten bei Scabies crustosa.

3. Umgang mit Kontaktpersonen

Bei engen Kontaktpersonen besteht ein erhöhtes Infestationsrisiko.

Als enge Kontaktpersonen gelten alle Personen, die zu Erkrank­ten engen, groß­flächi­gen Haut-zu-Haut-Kontakt über einen längeren Zeit­raum hatten (länger als 5 - 10 Minuten), z.B. durch gemein­sames Schlafen in einem Bett, Kuscheln, Körper­pflege und Lieb­kosen von Klein­kindern, Geschlechts­verkehr, Körper­pflege von Kranken.

Distanzierte soziale Kontakte sowie Hände­schütteln oder eine Um­armung zur Begrü­ßung stellen keinen engen Körper­kontakt dar. Aus­nahmen betreffen die Scabies crustosa.

Enge Kontaktpersonen sollen darüber informiert werden, dass sie bereits in der Inkubations­zeit, d.h. noch bevor Symptome vorliegen, andere Personen anstecken können. Intensive Hautkontakte sollten sie deswegen für die Dauer der Inkubationszeit, in der Regel 5 bis 6 Wochen, vermeiden, sich auf skabies­typische Symptome hin beobachten und sich beim Auftreten entsprechender Krankheits­zeichen umgehend in dermato­logische Behandlung begeben. Um Fehl­behand­lungen zu vermeiden, muss vor Einleitung einer Behandlungs­maßnahme die Diagnose gesichert sein (siehe Differenzial­diagnostik).

In Pflege- und Gemeinschaftseinrichtungen sollen enge Kontakt­personen ohne Symptome möglichst zeitgleich mit Erkrankten behandelt werden, wenn durch sie das Risiko einer Wieder­ein­schlep­pung gegeben ist. Dies gilt für enge Kontakt­personen, die längeren Haut-zu-Haut-Kontakt zu weiteren Personen haben, z.B. für Menschen, die Klein­kinder betreuen, und Beschäf­tigte in der Alten- und Kranken­pflege (siehe Einrichtungs­spezifische Maßnahmen). Das RKI weist an dieser Stelle darauf hin, dass die Behandlung von Kontaktpersonen ohne Symptome von den Arzneimittelzulassungen nicht regulär abgedeckt ist. In den einschlägigen Fachinformationen ist zu dieser Thematik jeweils nur vermerkt, dass Kontaktpersonen schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen sollten, damit dieser über eine eventuelle Skabies-Therapie entscheiden kann. Damit ist die Behandlung von Kontaktpersonen ohne Symptome ein Off-Label-Use, der spezielle Aufklärungs- und Dokumentationspflichten sowie eine besonders sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung beinhaltet.

Die Behandlung mit einem wirksamen Antiskabiosum erfolgt zeitnah nach Stellung der Diagnose. Es sollte eine zeitgleiche Behandlung der an Skabies erkrankten Patienten und den nach ärztlicher Einzelfallentscheidung ggf. ebenfalls zu behandelnden, engen Kontaktpersonen gewährleistet sein. Ist eine zeitgleiche Behandlung aufgrund von besonderen Rahmenbedingungen nicht möglich, sollten enge Kontaktpersonen nach Möglichkeit innerhalb weniger Tage nach Behandlung des/der Erkrankten behandelt werden, soweit die Behandlung der symptomfreien Kontaktpersonen aus ärztlicher Sicht medizinisch vertretbar ist.

Eine Behandlung mit Ivermectin oral ist angezeigt, wenn eine sach­gerechte Ganz­körper­be­handlung mit einem lokal applizier­baren Anti­skabiosum nicht gewähr­leistet ist (siehe Therapie).

Bei engen Kontaktpersonen, durch die kein Wieder­einschlep­pungs­risiko gegeben ist, soll wie oben beschrieben verfahren werden.

Weitere Kontaktpersonen, die nicht unter die Definition enge Kontakt­person fallen, sind in der Regel nicht gefährdet. Falls sich solche Personen dennoch Sorgen über eine Infes­tation machen, wird ihnen empfohlen, sich in den nächsten 5 bis 6 Wochen auf skabies­typische Symptome zu beobachten und sich bei Auf­treten solcher Symptome in dermatologische Behand­lung zu begeben.

Erweiterte Empfehlungen gelten bei Scabies crustosa oder anderen Krank­heits­formen mit hoher Milbenlast.

4. Umgebungsmaßnahmen

Bei der gewöhnlichen Skabies sollten die Maß­nahmen vor allem auf Tex­tilien und Gegen­stände fokus­siert werden, zu denen die Erkran­kten längeren/groß­flächigen Hautkontakt hatten. Die Durch­führung sollte während bzw. direkt nach der Behand­lung der Erkrankten und Kontakt­personen erfolgen. Erweiterte Empfeh­lungen gelten bei Scabies crustosa.

  • Kleider, Bettwäsche, Handtücher und weitere Gegen­stände mit längerem Körper­kontakt (z.B. Blut­druck­man­schette, Pan­tof­feln, Stoff­tiere, etc.) sollten bei mindestens 50°C für wenigstens 10 Minuten gewaschen oder z.B. mit Hilfe eines Heiß­dampf­geräts dekontaminiert werden.

    • Wenn dies nicht möglich ist, können die Gegen­stände und Tex­tilien in Plastik­säcke einge­packt oder in Folie einge­schweißt werden und für 72 Stunden bei mindestens 21°C gelagert werden. Erfolgt die Lagerung bei geringer Luft­feuch­tigkeit z.B. direkt vor einem auf mind. 21°C ein­ge­stellten Heiz­körper, reichen auch 48 Stunden aus.
    • Alternativ können möglicher­weise konta­minierte Gegens­tände auch für 2 Stunden bei -25°C gelagert werden (gilt nicht bei Scabies crustosa).
      Achtung: Handelsübliche Gefrier­ein­rich­tungen kühlen oft nur auf -18°C!
  • Betten sollen frisch bezogen werden.
  • Polstermöbel, Sofakissen oder textile Fuß­boden­beläge (wenn Erkrankte mit bloßer Haut darauf gelegen haben) können mit einem starken Staub­sauger abgesaugt (Filter und Beutel danach ent­sorgen) oder für mindestens 48 Stunden lang nicht benutzt werden. Diese Maßn­ahme ist wegen der geringen Ansteckungsgefahr nicht zwingend erforderlich.
  • Gegenstände, mit denen der Patient nur kurzen Kontakt hatte, müssen nicht dekontaminiert werden.

5. Maßnahmen bei Patienten mit Scabies crustosa

Bei Auftreten von Scabies crustosa gelten folgende Punkte abweichend bzw. zusätzlich zu den Maß­nahmen bei gewöhnlicher Skabies.

Personen mit Scabies crustosa sollen umgehend isoliert und wenn möglich stationär behandelt werden. Alle Kontakt­personen dieser Patienten der letzten 6 Wochen vor Mani­fes­tation der Erkrankung sollen unter­sucht werden. Das gilt auch für Personen mit nur kurzem Haut-zu-Haut-Kontakt.

Unabhängig vom Vorliegen von Symp­tomen werden alle Personen, die Kontakt zur erkrankten Person oder zu kontaminierten Tex­tilien hatten (z.B. Bettzeug, Kleidung, Polster­möbel), zeitgleich behandelt. Sekundäre Kontakt­personen, die längeren Haut­kontakt zu primären Kontakt­personen hatten, können untersucht und im Zweifels­fall ebenfalls behandelt werden.

Zusätzliche Umgebungsmaßnahmen bei Patienten mit Scabies crustosa

  • Kleidung, Schuhe, Handtücher und Bett­wäsche sollen bis mindestens 1 Tag nach der zweiten Behand­lung täglich gewechselt werden. Falls bei der zweiten Behandlung Schuppung und Hyper­kera­tosen noch nicht voll­ständig entfernt waren, soll der tägliche Wäsche­wechsel weiterhin erfolgen.
  • Für Kleider, Bett­wäsche, Hand­tücher oder andere Gegen­stände mit längerem Körper­kontakt gilt abweichend von den Maß­nahmen bei gewöhnlicher Skabies:

    • Die Lagerung bei 21°C (konstante Temperatur!) erfolgt nur, wenn eine Reinigung nicht möglich ist und wird sicher­heits­halber für mindestens 7 Tage durchgeführt.
    • Zu einer Tiefkühlung bei Scabies crustosa kann keine Empfeh­lung aus­ge­sprochen werden, da zur Kühlung hoch­konta­minierter Mate­rialien nicht genügend Infor­ma­tionen vorliegen.
  • Gegenstände, zu denen der Patient längeren oder aus­ge­dehnten bzw. flächigen Haut­kontakt hatte (z.B. Blut­druck­man­schetten), sollen auto­klaviert oder ausreichend gereinigt werden (z.B. gemäß Hin­weisen lokaler Hygiene­fach­kräfte). Wenn möglich sollten Einmal­artikel verwendet werden.
  • Tägliche Reinigung des Zimmers und der Gebrauchs­gegen­stände. Sicher­heits­halber sollen alle Gegen­stände, mit denen der Patient kurzen, aber unge­schützten Kontakt hatte, gut gereinigt und/oder mindes­tens 3 Tage nicht von anderen Personen benutzt werden; bei Textilien und Stoffartikeln gelten die oben genannten 7 Tage.
  • Polstermöbel, Sofakissen oder textile Fuß­boden­beläge (auf denen der Patient mit bloßer Haut gelegen hat) werden mit einem starken Staub­sauger abgesaugt (Filter und Beutel danach entsorgen) oder mindestens 7 Tage lang nicht benutzt.
  • Matratzen und Bettzeug (bezogene Kissen, Decken, Matratzen­auf­lagen, etc.) sollen vor jeder Therapie­wieder­holung und nach Ent­lassung dekon­ta­miniert werden (thermisch desinfiziert: 50°C für 10 Minuten, Kern­tempe­ratur beachten) oder wenigstens 7 Tage lang konstant bei mindestens 21°C (konstante Temperatur!) trocken gelagert werden.

6. Einrichtungsspezifische Maßnahmen

Gemäß § 23 und § 36 IfSG unterliegen bestimmte Einrich­tungen der infektions­hygie­nischen Über­wachung durch das Gesund­heits­amt; sie sind ver­pflich­tet, in Hygiene­plänen inner­be­trieb­liche Verfahrens­weisen zur Infektions­hygiene fest­zulegen.

Es wird empfohlen, den Umgang mit Skabies im Hygiene­plan der Ein­rich­tung zu regeln. Dies gilt besonders für Gemeinschafts­ein­richtungen gemäß § 33 IfSG sowie für stationäre Einrichtungen, in denen besonders vulnerable Patienten behandelt werden, und für Sammel­unterkünfte.

Folgende Empfehlungen gelten bei gewöhnlicher Skabies. Erweiterte Empfeh­lungen gelten bei Scabies crustosa.

Maßnahmen in medizinischen Einrichtungen
Erkrankte mit gewöhnlicher Skabies sollten bis zum Eintreten der Behand­lungs­wirkung nicht am Gemein­schafts­leben teilnehmen. Wenn mehrere an Skabies erkrankte Personen im gleichen Zeit­raum aufgenommen werden kann zur Behandlung eine Gruppen­isolierung durchgeführt werden.

Hinweis: Die Erkrankung an einer gewöhnlichen Skabies stellt in der Regel keine Indikation für eine stationäre Aufnahme dar.

Maßnahmen in pflegerischen Einrichtungen
Erkrankte mit gewöhnlicher Skabies sollten bis zum Eintreten der Behandlungs­wirkung nicht am Gemeinschaftsleben teilnehmen.

Enge Kontaktpersonen müssen sorgfältig identifiziert werden. Soweit die Behandlung symptomfreier Kontaktpersonen aus ärztlicher Sicht angezeigt ist, sollten diese zeitgleich mit den Erkrankten behandelt werden. In Einrichtungen für Behinderte oder Demente sind die Mitbewohner im Zimmer als enge Kontaktpersonen zu definieren.

Die Analyse verschiedener Ausbrüche hat gezeigt, dass Pflege­kräfte häufiger mit Skabies infestiert wurden als Bewohner und als andere Beschäftigte (Vorou R, et al 2007). Deshalb, und weil von infestierten Pflegekräften ein hohes Über­tragungs­risiko auf die Bewohner ausgeht, ist die Identifikation und ggf. zeitgleiche Behandlung von engen Kontakt­personen beim Pflege­personal aus­schlag­gebend für eine wirksame Unter­brechung der Trans­missions­kette.

Ob es sinnvoll ist, auch die Betreuer und Pflegekräfte ohne engen Haut­kontakt bzw. alle Bewohner einer Station/Wohngruppe zu behandeln, sollte anhand der räumlichen Gegeben­heiten, der sozialen Inter­aktionen, der Mobilität der Erkrankten sowie weiterer relevanter Rahmen­be­dingungen entschieden werden.

Die Annahme einer Einzelerkrankung ist relativ sicher, wenn die erkrankte Person innerhalb der Inkubations­zeit (5 Wochen) aufgenommen wurde. Wenn die Person bereits länger in der Einrichtung lebt, kann die Diagnose einer Einzel­er­krankung auf ein bis­lang uner­kanntes Aus­bruchs­ge­schehen hindeuten. Falls sich im Weiteren der Verdacht auf einen Aus­bruch bestätigt, gelten die Empfehlungen unter Maßnahmen bei Ausbrüchen. Falls Zweifel bestehen, ob es sich um Einzel­erkran­kungen oder einen unentdeckten Ausbruch handelt, muss bei engen und anderen Kontakt­personen eine Skabies-Diagnostik durchgeführt werden.

Maßnahmen in Gemeinschaftseinrichtungen (gemäß § 33 IfSG, u.a. Kinder­gärten, Schulen, Heime)
Bei Auftreten von Einzelfällen von Skabies gelten die Empfeh­lungen unter Maßnahmen bei Einzel­erkran­kungen mit gewöhnlicher Skabies und Umgang mit Kontaktpersonen. Es soll sorgfältig nach engen Kontakt­personen gesucht werden, um eine zeitgleiche Behandlung bzw. adäquate Information zu ermöglichen.

Gemäß § 34 Abs. 1. IfSG dürfen Personen, die an Skabies erkrankt oder dessen verdächtigt sind, die Gemeinschafts­ein­richtungen nicht besuchen sowie keine Tätig­keiten ausüben, bei denen sie Kontakt zu den dort Betreuten haben, bis nach ärztlichem Urteil eine Weiter­ver­breitung der Krank­heit durch sie nicht mehr zu befürchten ist.

Nach Abschluss der ersten ordnungs­gemäßen Behandlung können Betreute und Betreuer die Ein­rich­tung wieder besuchen. Die Durch­führung der Behandlung ist durch ein ärztliches Attest nach­zu­weisen (RKI 2002).

Maßnahmen in Sammelunterkünften
In Sammelunterkünften wie Obdachlosenunterkünften und Gemeinschafts­unterkünften für Asyl­suchende und Flücht­linge besteht grund­sätzlich ein höheres Risiko für die Ausbreitung von Infektionserkrankungen, da hier viele Menschen auf engem Raum zusammen­leben und die hygie­nischen Bedin­gungen oft nicht optimal sind. Bei Auftreten von gewöhnlicher Skabies besteht allerdings wegen des relativ kleinen Über­tragungs­risikos auch in diesen Einrichtungen in der Regel kein erhöhtes Risiko für eine Ausbreitung. Erweiterte Empfeh­lungen gelten bei Scabies crustosa.

Auch in Sammelunterkünften muss vor Einleitung der Maß­nahmen die Diagnose abgesichert werden, um Fehl­be­hand­lungen zu vermeiden. Wenn eine mikroskopische Diagnostik organisatorisch nicht umsetzbar ist, können alternativ die Auf­licht­mikro­skopie (bei hell pigmen­tierter Haut) oder der Klebe­streifen­test von einem in der Skabies­diagnostik erfahrenen Arzt durch­geführt werden (siehe Differenzial­diagnostik).

Wie unter Umgang mit Kontakt­personen beschrieben sollen enge Kontakt­personen zeitgleich mit der infes­tierten Person behandelt werden. Personen ohne engen Kontakt und ohne skabiestypische Hautsymptome sollten nicht behandelt werden. Das gilt auch bei Vorliegen von Juckreiz, da dieser kein spezifisches Symptom für Skabies ist.

In der besonderen Situation der Sammel­unter­künfte sollten allerdings Personen mit Symp­tomen, die deut­lich für eine Skabies sprechen, bei denen der Nach­weis von Milben nicht gelingt oder organi­sa­torisch nicht möglich ist, sicher­heits­halber behandelt werden.

7. Maßnahmen bei Ausbrüchen

Vorbereitende Maßnahmen
In Pflegeheimen und anderen Einrichtungen, in denen durch die Pflege­ab­hängig­keit der Bewohner längere intensive Haut­kontakte zwischen Pflegenden und Betreuten bestehen, ist das Risiko einer Über­tragung von Krätze­milben deutlich erhöht. Zusätz­lich sind Bewohner mit reduziertem All­gemein­zustand und/oder herab­ge­setzter Immunität stärker gefährdet, an Skabies zu erkranken bzw. eine milben­reiche Ver­laufs­form zu entwickeln. Wenn Einzel­er­kran­kungen nicht frühz­eitig erkannt und behandelt werden, können sich aus­ge­dehnte und/oder protra­hierte Aus­brüche entwickeln, die mehrere Stationen bzw. Bereiche oder die gesamte Einrichtung betreffen.

Solche Ausbrüche erfordern umfangreiche Maß­nahmen und die intensive Koope­ration zwischen den verschiedenen Akteuren und Institutionen.

Von einem Ausbruch ist auszugehen, wenn zwei oder mehr Fälle in einem zeit­lichen und räumlichen Zusammenhang auftreten.

Vor Einleitung der umfangreichen Maßnahmen sollte sicher­ge­stellt werden, dass es sich tat­sächlich um einen Aus­bruch von Skabies handelt (siehe Differenzialdiagnostik). Die Diagnose Skabies muss durch einen in der Skabies-Diagnostik versierten Arzt, vor­zugs­weise durch einen Derma­tologen, erfolgen. Des Weiteren muss geklärt werden, ob die Über­tragung innerhalb der Ein­rich­tung stattgefunden hat oder ob es sich um einen Eintrag von außen handelt.

Ausbruchsmanagement
Für die im Folgenden aufgeführten einzelnen Schritte des empfohlenen Aus­bruchs­manage­ments wurde zur ein­fache­ren Über­sicht ein Fluss­diagramm: Maß­nahmen bei Skabies entwickelt. Für Ausbrüche in Alten- und Pflege­ein­rich­tungen steht außer­dem am Nieder­säch­sischen Landes­ge­sund­heits­amt eine aus­führ­liche Infor­mations­schrift mit Arbeits- und Dokumen­tations­hilfen zur Verfügung.

Grundsätzlich empfiehlt sich, unab­hängig von der betrof­fenen Ein­richtungs­art, eine sorg­fältige fort­laufende Dokumentation des Geschehens.

Die wichtigsten Punkte für eine erfolgreiche Aus­bruchs­be­kämp­fung sind im Folgenden dargestellt.

  • Sicherung der Diagnose (siehe Differenzialdiagnostik)
  • Bildung eines Führungsteams

    • Es besteht aus mindestens einer Leitungs­person und einem Mit­arbeiter (Pflege­person in Alten- und Pflege­ein­rich­tun­gen) der be­trof­fenen Institution und einem in Skabies-Diagnostik und -Be­handlung erfahrenen Arzt.
    • Die Mitglieder sollen über Entscheidungs­befugnisse verfügen, v.a. bzgl. Finanzierung, Struktur- und Prozess­organisation (z.B. Personaleinsatzplanung).
    • Es ist empfehlenswert, auch die zuständigen Betriebs­mediziner, Haus­ärzte der Betrof­fenen und das Gesund­heits­amt einzubinden.
    • Das Team plant und organisiert die notwendigen Maß­nahmen und überwacht deren Umsetzung.
  • Erstellung eines Therapieplans: wer verordnet welches Mittel, wer soll wann mit welchem Mittel unter welchen räumlichen Bedingungen behandelt werden? Ist Unterstützung notwendig, z.B. bei Ganz­körper­einreibung?
  • Kostenübernahme der Behandlung von Infestierten, Erkrankungs­ver­dächtigen und symptom­freien Kontakt­personen muss frühzeitig geklärt werden.
  • Zeitnahe und zeitgleiche Therapie von Erkrankten und, soweit zutreffend, engen Kontaktpersonen bei gewöhnlicher Skabies. Zeitnahe und zeitgleiche Therapie von Erkrankten und ggf. sämtlichen Kontaktpersonen bei Scabies crustosa.
  • Festlegung und Umsetzung der situations­gerechten Hygiene- und Umgebungs­maßnahmen (siehe Maß­nahmen bei Einzel­er­krankungen mit gewöhn­licher Skabies, Umgang mit Kontakt­personen, Um­ge­bungs­maß­nahmen, Maßnahmen bei Patienten mit Scabies crustosa, Ein­rich­tungs­spezi­fische Maßnahmen).
  • Bei gewöhnlicher Skabies: Erkrankten und engen Kontakt­personen soll empfohlen werden, enge Kontakte bis nach der erfolgreichen Behandlung zu vermeiden.
  • Bei Scabies crustosa gilt diese Empfehlung für alle Kontakt­personen. Erkrankte sollen bis nach der erfolgreichen Behandlung isoliert werden.
  • In Alten- und Pflegeeinrichtungen (siehe Maßnahmen in pflegerischen Einrichtungen):

    • Die Fluktuation von Personal und Bewohnern während der Ansteckungs­dauer ist soweit wie möglich zu unterbinden.
    • Alle Bewohner und Beschäftigten und, soweit möglich, alle weiteren Kontakt­personen werden zeitnah und möglichst zeit­gleich untersucht, um Patienten mit gewöhnlicher Skabies oder Scabies crustosa zu identifizieren. Letztere müssen umgehend isoliert werden.
  • Therapiekontrolle im Zeitraum 2 Wochen bis maximal 4 - 6 Wochen nach Therapie (Abschluss eines Zyklus der Milben); nur bei erfolgreicher Therapie: Rück­nahme der speziellen Maß­nahmen durch das Führungs­team und anschließend Auflösung desselben.

8. Maßnahmen beim Umgang mit Verstorbenen

Bei Verstorbenen, bei denen der Verdacht auf bzw. eine Erkrankung an Skabies bestand, müssen von den versorgenden Personen Arbeits­schutz­maß­nahmen eingehalten werden (siehe Berufliche Exposition). Eine offene Aufbahrung kann bei Vor­liegen einer gewöhn­lichen Skabies durchgeführt werden, nicht aber bei Scabies crustosa.

9. Kostenaspekte

Die Frage der Übernahme der Kosten für die prophylaktische Behandlung von symptom­freien engen Kontakt­personen stellt sich häufig. Es empfiehlt sich, diesen Aspekt früh und evtl. schon bei der Erstellung von Vor­gehens­plänen im Vorfeld von Erkran­kungen mit dem zuständigen Gesund­heits­amt zu erörtern. Zur Kosten­übernahme existieren zum Teil bundes­land­spezifische Regelungen (siehe Branden­burgisches Ärzteblatt 15/10).

Gesetzliche Grundlage

Meldepflicht gemäß IfSG

Skabies bzw. der Nachweis von Skabies­milben sind nicht gemäß § 6 und 7 IfSG melde­pflichtig.

Leiter von Gemeinschaftseinrichtungen (gem. § 33 IfSG) haben gemäß § 34 Abs. 6 IfSG das zustän­dige Gesund­heits­amt aber un­ver­züglich zu benach­richtigen, wenn in ihrer Einrichtung betreute oder betreuende Personen an Skabies erkrankt oder dessen verdächtig sind und dazu krank­heits- und personen­be­zogene Angaben zu machen.

Übermittlung

Entfällt

Beratung und Spezialdiagnostik

Das Robert Koch-Institut führt keine indi­vi­du­elle medi­zi­nische Beratung zu Klinik, Therapie oder Imp­fungen durch. Bitte wenden Sie sich ggf. an Ärzte oder Kliniken in Ihrer Nähe, bei denen eine Spezi­a­li­sierung für Infektions­krank­heiten besteht.

Bezüglich spezifischer Fragen zur Wieder­zu­lassung in Gemein­schafts­ein­rich­tungen oder der Wieder­auf­nahme der beruflichen Tätig­keit kontaktieren Sie bitte Ihr lokales Gesundheitsamt.

Ausführliche Informationen zu Skabies und viele weitere Links finden Sie unter Weitere Informationen.

Beratung zur Epidemiologie und zum Infektionsschutz
Robert Koch-Institut
Abteilung für Infektionskrankheiten
Fachgebiet für Erreger von Pilz- und Parasiteninfektionen und Mykobakteriosen
Seestraße 10, 13353 Berlin
Ansprechpartner: Dr. Anton Aebischer
Tel.: 030 18754 – 2771
E-Mail: E-Mail

Weitere Beratung
Institut für Mikrobiologie und Hygiene, Charité Berlin
Prof. Dr. Hermann Feldmeier
E-Mail: hermann.feldmeier@charite.de

Klinik für Dermatologie und Venerologie, Universitätsklinikum Münster
Prof. Dr. Cord Sunderkötter
E-Mail: cord.sunderkoetter@ukmuenster.de

Niedersächsisches Landesgesundheitsamt
Dr. Elke Mertens
E-Mail: Elke.Mertens@nlga.Niedersachsen.de

Danksagung
Der vorliegende Ratgeber wurde vom RKI in Zusammen­arbeit mit Prof. Dr. Hermann Feldmeier und Dr. Sandra Philipp (beide Charité Berlin), Dr. Elke Mertens und Peter Bergen (beide Nieder­säch­sisches Landes­gesund­heitsamt), Dr. Bertram Geisel (Landes­gesund­heits­amt Baden Würt­tem­berg) sowie Dr. Sabine Klinke-Rehbein (Ennepe-Ruhr Kreis) erarbeitet.

Weitere Informationen

RKI: Skabies (Krätzmilbenbefall)

RKI: Flussdiagramm: Maßnahmen bei Skabies

RKI: Management von Ausbrüchen in Gemeinschaftsunterkünften für Asylsuchende

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): Erregersteckbrief Krätze (Skabies) in verschiedenen Sprachen

Länder-Arbeitskreis zur Erstellung von Rahmenhygieneplänen nach §§ 23 und 36 IfSG: Rahmen-Hygieneplan für Gemeinschaftsunterkünfte für Flüchtlinge, Asylbewerber, Spätaussiedler und Obdachlose

Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG): S1-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie der Skabies

Niedersächsisches Landesgesundheitsamt (NLGA): Krätze/Skabies - Materialien und Handreichungsvorlagen

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Redaktion der Reihe „RKI-Ratgeber für Ärzte”

Hinweise zur Reihe "RKI-Ratgeber für Ärzte" richten Sie bitte an das Robert Koch-Institut, Abteilung für Infektionsepidemiologie, Dr. Markus Kirchner (Tel.: 030 18754 – 3312; E-Mail: Kontaktformular) oder an die Redaktion des Epidemiologischen Bulletins (Kontaktformular).

Stand: 02.06.2016

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