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Epidemiologisches Bulletin 2/2017

Stellungnahme der STIKO: Fachliche Anwendungs­hinweise zur Masern-Post­expositions­prophylaxe bei Risiko­personen

Bei der Gabe von Immunglobulinen zur Verhinderung von Masern handelt es sich um eine Notfallmaßnahme. Sie ist indiziert für ungeschützte Personen mit hohem Komplikationsrisiko, für die eine aktive Immunisierung kontraindiziert ist und die Kontakt zu einem Masern-Erkrankten in der Ansteckungsphase hatten. Da das interventionelle Zeitfenster nach der Exposition kurz ist, muss die Indikation zur Immunglobulingabe so schnell wie möglich nach Kontakt erfolgen. Die STIKO empfiehlt bei kontraindizierter aktiver Immunisierung nach Masernexposition innerhalb von 6 Tagen eine passive Immunisierung mit Immunglobulinen für folgende ungeschützte Personen mit hohem Komplikationsrisiko: 1. Säuglinge im Alter von < 6 Monaten, 2. empfängliche Schwangere und 3. immundefiziente Patienten. Im Epidemiologischen Bulletin 2/2017 gibt die STIKO detaillierte Hinweise zur Indikationsstellung und Durchführung der Postexpositionsprophylaxe (PEP) von Masern. Dabei geht sie auch auf den Sonderfall der Masern-PEP bei Säuglingen im Alter von 6 – 10 Monaten ein.

Veröffentlicht: Epidemiologisches Bulletin 2/2017 (PDF, 136 KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Stand: 12.01.2017

    Gehäuftes Auftreten von Hepatitis-A-Erkrankungen bei MSM

    Insbesondere in Berlin wurden Ende 2016 vermehrt Erkrankungen von Hepatitis A unter Männern, die Sex mit Männern haben (MSM), beobachtet. Eine erhöhte Infektionsgefährdung im Hinblick auf Hepatitis A besteht bei Sexualverhalten, welche die Wahrscheinlichkeit der oralen Aufnahme von Fäkalspuren erhöhen. Das RKI und das Landesamt für Soziales und Gesundheit (LAGeSo) in Berlin weisen im Epidemiologischen Bulletin 2/2017 darauf hin, dass für Personen mit einem Sexualverhalten mit hoher Infektionsgefährdung bereits eine entsprechende Impfempfehlung der STIKO besteht. Die Gesundheitsämter werden gebeten, eine Charakterisierung des Virus aus Hepatitis-A-positiven Serumproben zu veranlassen, um Infektionszusammenhänge zwischen bekannten und neu auftretenden Erkrankungen herstellen zu können.

    Veröffentlicht: Epidemiologisches Bulletin 2/2017 (PDF, 136 KB, Datei ist nicht barrierefrei)

    Stand: 12.01.2017

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