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Epidemiologisches Bulletin 12/2016

RKI-Ratgeber für Ärzte: Tularämie (Hasenpest)

Die Tularämie, auch Hasenpest genannt, wird durch das Bakterium Francisella tularensis hervorgerufen. Die Infektion kann durch Haut- oder Schleim­haut­kontakt mit infektiösem Tiermaterial (z.B. beim Abhäuten), durch Verzehr von nicht ausreichend erhitztem, kontaminierten Fleisch (Hasen), anderen Lebensmitteln bzw. durch Aufnahme von kontaminiertem Wasser, durch Inhalation von infektiösem Staub (aus Erde, Stroh oder Heu), Kontakt mit kontaminierten blutsaugenden Parasiten (Zecken, Mücken, Fliegen) oder beim Umgang mit den Erregern im Labor erfolgen. Das Krankheitsbild hängt unter anderem von der Eintrittspforte des Erregers ab und kann sehr verschiedenartig sein (z.B. Geschwür an der Eintrittsstelle, vergrößerte Lymphknoten, Lungenentzündung). Ohne antibiotische Behandlung kann die Sterblichkeit über 30 % betragen. Die Erkrankung ist in Deutschland mit etwa 10 bis 30 Fällen pro Jahr recht selten. Im Epidemiologischen Bulletin 12/2016 ist der vollständig überarbeitete RKI-Ratgeber für Ärzte zu Tularämie erschienen.

Veröffentlicht: Epidemiologisches Bulletin 12/2016 (PDF, 125 KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Stand: 29.03.2016

    Einsendung von Materialien bei Verdacht auf Masern, Mumps oder Röteln an das Nationale Referenzzentrum für MMR

    Masern, Mumps und Röteln sind meldepflichtige Erkrankungen, die aufgrund der unspezifischen Symptome leicht mit anderen Infektionen verwechselt werden können. Masern und Röteln sollen im Rahmen eines von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) koordinierten Programms in Europa bis 2020 eliminiert werden. Um die Ärzteschaft in der klinischen Diagnose zu unterstützen und wichtige Daten zur Dokumentation und Verifizierung des Eliminationsprozesses zu erfassen, bietet das NRZ für MMR eine kostenfreie Diagnostik bei Verdacht auf Masern, Mumps oder Röteln an. Im Epidemiologischen Bulletin 12/2016 weist das NRZ für MMR darauf hin, dass der Begleitschein zur Einsendung von Proben verwendet werden soll. Dieser ist online abrufbar unter www.rki.de/nrz-mmr. Auf dieser Internetseite können auch Entnahmesets bestellt werden.

    Veröffentlicht: Epidemiologisches Bulletin 12/2016 (PDF, 125 KB, Datei ist nicht barrierefrei)

    Stand: 29.03.2016

      Gelbfieber-Ausbruch in Angola und 'exportierte' Fälle in andere Länder in Afrika und Asien

      Seit Anfang Dezember 2015 ist in Angola ein großer Gelbfieber-Ausbruch bekannt. Mit Stand 21. März 2016 wurden gemäß WHO in Angola mindestens 1.132 Fälle, darunter 168 Todesfälle, gezählt. Von Beginn des Ausbruchs an waren auch Gelbfieber-Fälle in den Gemeinden der vielen in Angola lebenden Ausländer zu verzeichnen. Zudem wird in den letzten Tagen von Fällen berichtet, die sich in Angola infiziert hatten und nach Rückkehr in ihre Heimatländer in Kenia, Mauretanien und China erkrankten. Dies berichtet das RKI im Epidemiologischen Bulletin 12/2016. In Deutschland wurde zuletzt 1999 ein reiseassoziierter Fall von Gelbfieber gemeldet. Die Gelbfiebermücke, der Hauptvektor des Virus, kommt in Deutschland nicht vor.

      Veröffentlicht: Epidemiologisches Bulletin 12/2016 (PDF, 125 KB, Datei ist nicht barrierefrei)

      Stand: 29.03.2016

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