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Epidemiologisches Bulletin 2/2016

NRZ für gramnegative Krankenhauserreger – Zahlen für das Jahr 2014

Die Multiresistenz bei gramnegativen Bakterien stellt ein weltweit zunehmendes Problem dar. Von besonderer Bedeutung ist dabei eine Resistenz gegen Antibiotika aus der Gruppe der Carbapeneme, da diese bisher noch als Reserveantibiotika zur Behandlung schwerer Infektionen verwendet werden konnten. Carbapenemasen sind bakterielle Enzyme, die neben den Carbapenem-Antibiotika auch noch fast alle anderen β-Laktam-Antibiotika zerstören können. Das Nationale Referenzzentrum für gramnegative Krankenhauserreger stellt im Epidemiologischen Bulletin 2/2016 die Untersuchungsergebnisse aus dem Jahr 2014 vor, differenziert nach Bakterienspezies und Carbapenemasen-Arten.

Veröffentlicht: Epidemiologisches Bulletin 2/2016 (PDF, 3 MB, Datei ist nicht barrierefrei)

Stand: 18.01.2016

    Neue, übertragbare Colistinresistenz in Escherichia coli – Aufruf zur Einsendung von Isolaten

    Colistin ist ein sehr wichtiges Reserveantibiotikum in der Humanmedizin. Der Einsatz von Colistin in der Veterinärmedizin wurde bislang nicht explizit ausgeschlossen, da kein horizontal zwischen Bakterien übertragbarer Resistenzmechanismus bekannt war. In einem kürzlich veröffentlichten Artikel in Lancet Infectious Diseases wird jedoch eine neue Art einer übertragbaren Colistin-Resistenz beschrieben, berichtet das RKI im Epidemiologischen Bulletin 2/2016. Die prinzipielle Gefahr des Auftretens und der Plasmid-vermittelten Verbreitung einer neuartigen übertragbaren Colistin-Resistenz erfordert eine intensivierte Überwachung der Resistenzsituation im veterinär- wie auch im humanmedizinischen Bereich, um einen Überblick über die aktuelle Lage in Deutschland zu erhalten. Das RKI und das NRZ für gramnegative Krankenhauserreger rufen daher alle interessierten Labore auf, Colistin-resistente humane Isolate an die entsprechenden Referenzlabore zu schicken.

    Veröffentlicht: Epidemiologisches Bulletin 2/2016 (PDF, 3 MB, Datei ist nicht barrierefrei)

    Stand: 18.01.2016

      Ausbreitung des Zikavirus in Mittel- und Südamerika und möglicher Zusammenhang mit Fehlbildungen bei Neugeborenen

      Seit Oktober 2015 werden aus mehreren Ländern vor allem in Südamerika, der Karibik aber auch aus Ländern im Südpazifik und den Kapverdischen Inseln vermehrt Erkrankungen durch das Zikavirus berichtet. Dieser Ausbruch breitet sich zurzeit weiter aus, da der Hauptvektor Aedes aegypti (Gelbfiebermücke) in den genannten Gebieten stark verbreitet ist. Eine Zikavirus-Infektion macht sich durch geringgradiges Fieber, Hautausschlag, Kopf-, Gelenk- und Muskelschmerzen sowie durch eine nichteitrige Konjunktivitis bemerkbar und ähnelt einer milden Dengue- oder Chikungunyavirus-Infektion. In einigen Regionen Brasiliens und Französisch Polynesiens, in denen zuvor Zikavirus-Infektionen auftraten, fallen nun zunehmend Neugeborene mit Mikrozephalie und anderen Schädel-/Hirn-Fehlbildungen auf. Eine Verbindung mit einer Zikavirus-Infektion ist noch nicht bestätigt. Das RKI hat im Epidemiologischen Bulletin 2/2016 eine Einschätzung und Empfehlungen für Reisende in betroffene Länder veröffentlicht.

      Veröffentlicht: Epidemiologisches Bulletin 2/2016 (PDF, 3 MB, Datei ist nicht barrierefrei)

      Stand: 18.01.2016

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