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Zielgruppeneinstiege

MRSA: Eigenschaften, Häufigkeit und Verbreitung in Deutschland, update 2013/2014

Nachdem die Inzidenz der übermittelten MRSA-Infektionen 2013 im Vergleich zu 2012 nur leicht gesunken war, ist sie 2014 zum ersten Mal seit der Einführung der Meldepflicht deutlich niedriger als im Vorjahr. Meldepflichtig nach Infektionsschutzgesetz (IfSG) ist der MRSA-Nachweis in Blutkulturen oder Rückenmarksflüssigkeit (beides sind die Fälle mit Blutvergiftung oder Sepsis, also schwer verlaufende Fälle). Auch auf deutschen Intensivstationen ist über die letzten Jahre ein leichter, aber stetiger Rückgang der Inzidenzdichte nosokomialer MRSA-Fälle zu verzeichnen (Daten aus MRSA-KISS). Dennoch ist die Zahl der Einsendungen an das Nationale Referenzzentrum (NRZ) für Staphylokokken und Enterokokken am RKI gestiegen, bei gleichzeitig steigendem Bedarf an analytischer Tiefe zur Aufklärung möglicher Infektionsketten. Das NRZ hat im Epidemiologischen Bulletin 31/2015 eine Auswertung der eingesandten Staphylokokken-Isolate in den Jahren 2013 und 2014 veröffentlicht. Der Beitrag enthält detaillierte Angaben zu den nachgewiesenen klonalen Linien sowie zu Resistenzen gegen verschiedene Antibiotikaklassen (zusätzlich zur Resistenz gegen Beta-Laktamantibiotika). Aufgrund der Vielzahl der einsendenden Labore und der Diversität der Fragestellungen ist das Stammmaterial des NRZ sehr gut geeignet, allgemeine Trends abzubilden. Darüber hinaus nimmt das NRZ eine wichtige Funktion in der frühzeitigen Erkennung von neuen Trends wahr (z.B. Resistenz-Entwicklungen gegen Reserveantibiotika).

Veröffentlicht: Epidemiologisches Bulletin 31/2015 (PDF, 329 KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Stand: 03.08.2015

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