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Zielgruppeneinstiege

Männer, die Sex mit Männern haben (MSM), und Blutspende

Patienten­sicherheit ist oberstes Gebot

Bisher sind in Deutschland, Männer, die Sex mit Männern haben (MSM), lebens­lang von der Blut­spende ausge­schlossen. Dies war in den letzten Jahren Gegen­stand intensiver gesellschaft­licher und wissenschaft­licher Debatten. Im Zuge der Über­arbeitung der Hämo­therapiericht­linien wurden die Zulassungs­kriterien zur Blut­spende für Personen mit sexuellem Risiko­verhalten durch eine Experten­gruppe, in der auch Vertreter des Robert Koch-Instituts maß­geblich mitgewirkt haben, erneut evaluiert. In der am 07.08.2017 veröffent­lichten Aktuali­sierung der Hämo­therapie­richtlinien wurden für Personen, deren Sexual­verhalten ein gegen­über der Allgemein­bevölkerung deutlich erhöhtes Übertra­gungs­risiko für durch Blut übertrag­bare schwere Infektions­krank­heiten birgt, eine Rückstellungs­frist von der Blutspende für 12 Monate festgelegt. Mit Inkraft­treten der neuen Richt­linien sind MSM nicht mehr dauer­haft von der Blutspende ausge­schlossen und können 12 Monate nach ihrem letzten Sexual­verkehr zur Spende zugelassen werden.

Stand: 21.08.2017

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