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Tuberkulose-Tagung 17.3.2014: Bericht und Vorträge

Am 17. März 2014 fand im Robert Koch-Institut anlässlich des Welttuberkulosetages am 24. März eine Tagung zum Thema „Neues zur Tuberkulose in Deutschland“ statt, welche vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) finanziell unterstützt wurde. Die Veranstaltung wurde vom Robert Koch-Institut (RKI) in Kooperation mit dem Deutschen Zentralkomitee zur Bekämpfung der Tuberkulose (DZK), dem Forschungszentrum Borstel (FZB) und dem dort angesiedelten Nationalen Referenzzentrum für Mykobakterien (NRZ) organisiert.

Ziel der Tagung war es, ein Forum für fachlichen Austausch zu bieten und den Blick auf bereits Erreichtes sowie bestehende und zukünftige Herausforderungen in der Tuberkulosekontrolle zu richten. Es wurden dabei Schwerpunkte adressiert, die für Deutschland eine besondere Public Health-Relevanz haben. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten einen Überblick über die aktuelle Epidemiologie der Tuberkulose und neue praxisrelevante Entwicklungen für die Kontrolle der Erkrankung in Deutschland. Besonders thematisiert wurden Vorkommen, Kosten und Management multi- und extensiv resistenter Tuberkulose, die Tuberkulose im Justizvollzug, sowie die vielschichtigen Herausforderungen für den Öffentlichen Gesundheitsdienst. Zur Überwindung sprachlicher Barrieren und besseren Patienteninformation wurde mit dem Projekt Explain TB ein innovativer Ansatz vorgestellt.

An der Tagung nahmen über 200 Besucher, überwiegend aus Deutschland, teil. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen dabei unter anderem aus den Fachbereichen Medizin, Epidemiologie und öffentliche Gesundheit, Hygiene, Mikrobiologie und Veterinärmedizin, sowie aus Landesstellen und Ministerien.

Aufgrund der unerwartet und erfreulich großen Zahl an Anmeldungen wurde die Tagung live vom Nordufer in den Hörsaal am Standort Seestraße übertragen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden an beiden Standorten aktiv in die Diskussion einbezogen.

Die Veranstaltung begann mit Grußworten von Karin Knufmann-Happe (im BMG Leiterin der Abteilung Gesundheitsschutz, Krankheitsbekämpfung, Biomedizin), Prof. Dr. Reinhard Burger (Präsident des RKI), Prof. Dr. Torsten Bauer (Generalsekretär des DZK) und Prof. Dr. Stefan Ehlers (Zentrumsdirektor FZB). Alle Grußwortredner betonten, dass Tuberkulose nicht nur global, sondern auch für Deutschland unverändert große Relevanz hat. Der Rückgang der Fallzahlen hat sich in den letzten Jahren verlangsamt. Medikamentenresistenzen sowie oftmals schwierige soziale Rahmenbedingungen, insbesondere in Ballungszentren, stellen komplexe Herausforderungen dar. Eine erfolgreiche Tuberkulosekontrolle erfordert daher ein engagiertes und konzertiertes Miteinander aller in die Diagnose, Therapie, Betreuung, Surveillance und Forschung eingebundenen Partner.

In den drei Vortragsblöcken befassten sich die Rednerinnen und Redner mit der „Tuberkulose-Epidemiologie und Surveillance“ (Session 1), der „Multi- und extensiv resistenten Tuberkulose in Deutschland“ (Session 2) sowie mit „Herausforderungen in der Tuberkulosekontrolle“ (Session 3). Das Tagungsprogramm sowie die von den Rednern freigegebenen und teilweise für die Online-Publikation modifizierten Beiträge finden Sie am Ende dieses Beitrages.

Abschließend diskutierte das Auditorium lebhaft mit dem Expertenpanel (Dr. Rüsch-Gerdes/NRZ, Prof. Dr. Lange/FZB, Prof. Bauer/DZK, Prof. Dr. Diel/Institut für Epidemiologie, Uniklinikum Schleswig-Holstein, Dr. Priwitzer/Gesundheitsamt Stuttgart, Priv.-Doz. Dr. Haas/ RKI). Dr. Hamouda, Leiter der Abteilung für Infektionsepidemiologie, moderierte die Diskussion und fasste abschließend die Ergebnisse der Veranstaltung zusammen. Stellvertretend für das Robert Koch-Institut bedankte er sich bei den Referenten und Vorsitzenden für ihre Beiträge und bei den Tagungsbesuchern für das große Interesse und die angeregten Diskussionen.

Stand: 07.04.2014

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