Navigation und Service

Zielgruppeneinstiege

STI-HIT-Studie − Prävalenz von genitalen Chlamydien-, Gonokokken- und Trichomonas-Infektionen bei Besucher/innen der HIV-Testberatung in Nordrhein-Westfalen

Ansprechpartner: Dr. Viviane Bremer, Dr. Klaus Jansen

In deutschen Gesundheitsämtern sind anonyme und kostenlose HIV-Tests für die Allgemeinbevölkerung seit Mitte der 80er-Jahre ein zentrales Element der HIV-Prävention. Eine ausführliche psychosoziale Beratung sollte unabhängig vom Ergebnis des Testes zu dauerhaft präventivem Verhalten motivieren und Infizierte bei der Bewältigung der Lebenskrise psychosozial begleiten.

Menschen, die sich riskant verhalten haben, sehen für sich zwar ein Ansteckungsrisiko für HIV, aber selten für eine andere STI. Die Wahrscheinlichkeit, sich beim ungeschützten sexuellen Kontakten mit einer STI angesteckt zu haben, ist größer als sich eine HIV-Infektion zuzuziehen. Wie hoch die tatsächliche STI-Prävalenz in der Gruppe von Personen, die die HIV-Testberatung in Gesundheitsämtern wahrnehmen, ist und ob dort ein zusätzliches Angebot aus epidemiologischer Sicht sinnvoll ist, sollte durch diese Studie gezeigt werden, die in Zusammenarbeit mit dem Konsiliarlabor des RKI für Syphilis (Labor Krone) sowie mit Gesundheitsämtern in Nordrhein-Westfalen durchgeführt wird.Ziele der STI-HIT-Studie:

  • Messung Prävalenz genitaler Gonorrhö-, Chlamydien- und Trichomonas-Infektionen bei Besucher/innen der anonymen HIV-Testberatung der Gesundheitsämter NRW
  • Beschreibung demographischer Charakteristika der getesteten Personen
  • Identifizierung von Untergruppen mit besonders hohen Prävalenzen für genitale STI
  • Schätzung der Assoziation zwischen Vorhandensein einer STI und Infektionsrisiko, sexuelles Verhalten, Testverhalten, Herkunftsland oder STI in der Vorgeschichte
  • Machbarkeit der Testung auf STI in HIV-Testberatung

Teilnehmen konnten Personen, die innerhalb des Erhebungszeitraums (Dezember 2012 bis Juni 2013) eine anonyme HIV-Testberatung in einem der teilnehmenden Gesundheitsämter in Nordrhein-Westfalen aufsuchten. Jede Person durfte nur einmal an der Studie teilnehmen. Klient/innen der HIV-Testberatung wurden nach mündlicher Einwilligung gebeten, einen Vaginalabstrich (Frauen) oder Urin (Männer) abzugeben. Die Proben wurden mit einem TMA-Test (Transcription-mediated amplification; APTIMA Combo 2®und APTIMA® Trichomonas vaginalis-Assay) untersucht. Zudem wurden Daten zur Soziodemographie, zum HIV-Testverhalten, zur STI-Vorgeschichte und zu klinischen Symptomen erfragt.
Analysen der erhobenen Daten werden nach Ende des Erhebungszeitraums verfügbar gemacht.

Stand: 27.05.2015

Zusatzinformationen

Gesundheitsmonitoring

In­fek­ti­ons­schutz

Forschung

Kom­mis­sio­nen

Ser­vice

Das Robert Koch-Institut ist ein Bundesinstitut im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit

© Robert Koch-Institut

Alle Rechte vorbehalten, soweit nicht ausdrücklich anders vermerkt.