STD-Sentinel Erhebung
Sexuell übertragbare Erkrankungen (Sexually Transmitted Diseases, STD's) stellen weltweit ein ernstzunehmendes Gesundheitsproblem dar. Die Erkrankung kann die Betroffenen stigmatisieren und es kann zu bleibenden Gesundheitsschäden kommen. Obwohl STD's wie Gonorrhoe und Syphilis in den 80er und 90er Jahren in den westlichen Industrieländern abgenommen haben, ist dort seit Ende der 90er Jahre eine Zunahme von STD's zu beobachten.
In Deutschland sind derzeit nur Syphilis-, HIV- und Hepatitis B-Infektionen meldepflichtig. Um die Situation zu STD's in Deutschland zuverlässig beurteilen zu können, ist ein STD-Sentinel System aufgebaut worden. Seit 2003 teilen niedergelassene Ärzte, STD- und HIV-Beratungstellen der Gesundheitsämter und Fachambulanzen dem Robert Koch-Institut als Sentinels (lat. für Wachposten) alle neu aufgetretenen STD's mit.
Mit der Sentinel-Erhebung möchten wir:
- Häufigkeit und geographische Verteilung von STDs erfassen
- Epidemiologische Trends schnell erkennen
- Besonders gefährdete Gruppen und Risikofaktoren für STD's identifizieren
- Empfehlungen für Interventionsmaßnahmen und gezielte epidemiologische Studien ableiten
Sollten Sie Interesse an dieser Studie haben, können Sie sich hier genauere Informationen herunterladen. Anläßlich des 4. STD-Sentinel Treffens am 16.09.2006 wurde ein Vortrag zum Thema gehalten.
Hier finden Sie passende Fragebögen für Einrichtungen, die an einer Teilnahme interessiert sind. Füllen Sie einfach den Fragebogen aus, der zu Ihrer Einrichtung passt und schicken Sie diesen an das Robert Koch-Institut. Sie erhalten dann von uns eine Identifikationsnummer sowie die Diagnosebögen und Patientenfragebögen.
Stand: 22.02.2007
