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Befragung zum STI/HIV-Angebot und zur Datenerhebung in Gesundheitsämtern, 2012

Ansprechpartnerin: Dr. Viviane Bremer

STI/HIV-Beratungsstellen der deutschen Gesundheitsämter sammeln routinemäßig Daten. Ziel dieses Projekts war, einen Überblick über jetzige Angebote der STI/HIV-Beratungsstellen und die Datensammlung zu erhalten, sowie zu untersuchen, ob diese Datenerhebung vereinheitlich werden kann.

Mittels eines elektronischen Fragebogens wurden alle Gesundheitsämter über Angebotsprofil, Struktur der Klientel und Vorgehensweise bei der Datenerhebung befragt.

Insgesamt wurden 250/374 (67%) gültige Fragebögen zurückgeschickt. Die Hälfte der befragten Gesundheitsämter hatte ein integriertes Beratungsangebot für HIV und STI. 20% führten aufsuchende Arbeit bei Sexarbeiterinnen und anderen Gruppen durch. Ein HIV-Test wurde in allen befragten Gesundheitsämter, Hepatitis B, und C in 62% bzw. 56%, Syphilis in 56%, Gonorrhö in 28% und Chlamydien in 27% der Gesundheitsämter angeboten. Eine gynäkologische Untersuchung war in 13% der Gesundheitsämter möglich. 98% der Gesundheitsämter gaben an, Daten zu ihrer Klientel zu erheben; zwei Drittel davon dokumentierten ihre Daten nur auf Papier. Eine Auswertung und eine Übermittlung der Daten an die Landesebene wurden von 77% bzw. 58% der Gesundheitsämter durchgeführt.

Die Vereinheitlichung der erhobenen STI/HIV-Daten wäre für viele Gesundheitsämter ohne großen zusätzlichen Aufwand umsetzbar. Dies würde eine STI/HIV-Jahresstatistik auf kommunaler, Landes- und Bundesebene ermöglichen.

Stand: 22.05.2013

Ausgewählte Publikationen

  • Altmann M, Nielsen S, Hamouda O, Bremer V (2013): Angebote der Beratungsstellen zu sexuell übertragbaren Infektionen und HIV und diesbezügliche Datenerhebung in deutschen Gesundheitsämtern im Jahr 2012 – Ist eine einheitliche Datensammlung möglich?.
    Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz 56 (7): 922-929. Epub May 26. doi: 10.1007/s00103-013-1763-9. mehr

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