Navigation und Service

Zielgruppeneinstiege

Marburgvirus-Infektion − Uganda

Am 5. Oktober 2014 wurde die Weltgesundheitsorganisation (WHO) durch das Gesundheitsministerium von Uganda über einen bestätigten Fall von Marburgfieber in Kampala, Uganda, benachrichtigt. Da es seither zu keinen weiteren Fällen gekommen ist, erklärte die Regierung von Uganda laut einer Mitteilung der Weltgesundheitsorganisation (Link siehe unten) das Land am 11. November 2014 wieder für Marburgfieber-frei.

Bei der betroffenen Person handelte es sich um einen Mitarbeiter im Gesundheitswesen, der während seiner Arbeit im Mengo Hospital, Kampala, am 11. September 2014 erkrankt war. Am 17. September stellte er sich im Mpigi District Health Center vor und wurde am 23. September 2014 in das Mengo Hospital, Kampala, verlegt, wo er am 28. September 2014 verstarb. Die Umstände seiner Infektion sind bis heute nicht geklärt.

Das Gesundheitsministerium von Uganda hatte daraufhin eine nationale Task Force eingerichtet. Die WHO, Ärzte ohne Grenzen (MSF) und die US-amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention (CDC) unterstützten die ugandischen Behörden bei der Untersuchung und Bewältigung des Ausbruchs.

Insgesamt wurden 197 Kontakte identifiziert und 21 Tage lang auf Anzeichen und Symptome von Marburgfieber überwacht. Bei 13 Kontakten traten entsprechende Symptome auf; Laboruntersuchungen auf das Marburgvirus fielen jedoch alle negativ aus. Da innerhalb von 42 Tagen – das entspricht der doppelten maximalen Inkubationszeit des Marburgfiebers – keine weiteren Fälle aufgetreten sind, gilt der Ausbruch als beendet.

Wie das Ebolavirus gehört das Marburgvirus zur Familie der Filoviridae. Beide Viren sind morphologisch identisch, besitzen aber eine unterschiedliche Antigenstruktur. Die durch Marburgviren hervorgerufene Erkrankung ähnelt in Übertragung, Inkubationszeit, Ausprägung und Management stark der Ebolafieber-Erkrankung.

Das Management von Marburgfieber-Erkrankungen orientiert sich am Management von Ebolafieber-Erkrankungen (Link siehe unten).

Stand: 18.10.2014

Zusatzinformationen

Gesundheitsmonitoring

In­fek­ti­ons­schutz

Forschung

Kom­mis­sio­nen

Ser­vice

Das Robert Koch-Institut ist ein Bundesinstitut im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit

© Robert Koch-Institut

Alle Rechte vorbehalten, soweit nicht ausdrücklich anders vermerkt.