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Forschungsprojekt „Listeriosen in Deutschland: Wissenstand, klinisch-epidemiologische Charakterisierung der Patienten und Identifizierung von Risiko-Lebensmitteln“

Projektleitung: Prof. Dr. Klaus Stark (FG 35)

Die Listeriose ist eine häufig schwer verlaufende Krankheit, die durch Infektion mit dem Bakterium Listeria monocytogenes ausgelöst wird. Dem Robert Koch-Institut werden jährlich ca. 350 -500 Erkrankungen übermittelt. Die Übertragung dieser Bakterien erfolgt zumeist durch den Verzehr kontaminierter Lebensmittel. An einer Listeriose erkranken verstärkt Patienten, die aufgrund anderer Erkrankungen (zum Beispiel Diabetes mellitus, Tumor-Patienten) eine verminderte Infektabwehr haben, aber auch ältere Menschen sowie Schwangere und deren Neugeborene.

Bislang gibt es nur wenige Erkenntnisse über die in Deutschland für die Listeriose relevanten Risiko-Lebensmittel bzw. darüber, welche „Grunderkrankungen“ eine erhöhte Empfindlichkeit für die Listeriose bedingen. Solche Informationen sind entscheidend dafür, die Risikogruppen genau zu charakterisieren und diese künftig besser vor einer Listeriose schützen zu können. Zu diesem Zweck führt das Robert Koch-Institut im Zeitraum von März 2012 bis Dezember 2013 eine sogenannte Fall-Kontroll-Studie durch.

Dazu werden neben den Listeriose-Patienten auch sogenannte nicht-erkrankte Kontrollpersonen zu Verzehrsgewohnheiten und Vorerkrankungen befragt und anschließend die beiden Gruppen miteinander verglichen. Von Listeriose-Patienten signifikant häufiger verzehrte Lebensmittel deuten auf mögliche Risiko-Lebensmittel hin.

Für die Befragung der Listeriose-Patienten arbeitet das Robert Koch-Institut eng mit den zuständigen Gesundheitsämtern zusammen. Die Telefoninterviews mit den ca. 2.000 zufällig in Deutschland ausgewählten Kontrollpersonen werden von Mitarbeitern der Abteilung Gesundheitsberichterstattung und Epidemiologie des Robert Koch-Instituts durchgeführt.

Datenschutz

Alle Daten werden ausschließlich anonym ausgewertet. Die Telefonnummern werden nach den Interviews gelöscht und können somit nicht mit den Befragungsdaten in Verbindung gebracht werden.

Die zuständige Ethikkommission der Charité hat die Studie geprüft und genehmigt. Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz hat unser Vorhaben überprüft und keine datenschutzrechtlichen Bedenken geäußert.

Stand: 23.03.2012

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