Navigation und Service

Zielgruppeneinstiege

Gastroenteritis-Ausbruch 09-10/2012

Zwischen dem 19.9. und dem 7.10.2012 ist es in fünf neuen Bundesländern (Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen) zum bisher größten lebensmittelbedingten Ausbruch von akuter Gastroenteritis in Deutschland gekommen. Der Gipfel der Erkrankungen (jeweils Erkrankungsbeginn) lag zwischen dem 25. und 28. September 2012. Betroffen waren überwiegend Kinder und Jugendliche sowie Betreuungspersonal von Gemeinschaftseinrichtungen, insbesondere Kindertagesstätten und Schulen. Insgesamt waren 10.950 Erkrankungsfälle in 390 Einrichtungen zu verzeichnen.

Epidemiologische Untersuchungen des Robert Koch-Instituts, die in Abstimmung mit den auf lokaler und Landes-Ebene zuständigen Behörden durchgeführt wurden, zeigten, dass Gerichte, die aus tiefgefrorenen Erdbeeren zubereitet worden waren, mit hoher Wahrscheinlichkeit den Ausbruch verursacht haben. Daraufhin konnte die Task Force am Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) ihre Ermittlungen bezüglich der Lieferwege auf eine bestimmte Charge Tiefkühlerdbeeren, die zum Teil in nicht-erhitzter Form abgegeben wurden, einengen und als Auslöser ermitteln. Die betroffene Charge wurde vom Markt genommen.

Bei einem beträchtlichen Anteil der Patienten wurden Noroviren nachgewiesen. Auch in einer Probe aus der betroffenen Charge Tiefkühlerdbeeren konnten vom Landesamt für Verbraucherschutz Sachsen-Anhalt im Auftrag des sächsischen Verbraucherschutzministeriums Noroviren festgestellt werden.

Stand: 15.10.2012

Zusatzinformationen

Ge­sund­heits­mo­ni­to­ring

In­fek­ti­ons­schutz

For­schung

Kom­mis­sio­nen

Ser­vice

Das Robert Koch-Institut ist ein Bundesinstitut im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit