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Zielgruppeneinstiege

HEP-Epi Projekt

Bestandsaufnahme, Situationsanalyse und Bewertung epidemiologischer Daten zu viralen Hepatitiden B, D und C in Deutschland

Phase I (Systematischer Review und Sekundärdatenanalyse)
Laufzeit: 01.09.2014 bis 31.08.2015 (Verlängerung bis 31.12.2015)
Förderung: Bundesministerium für Gesundheit

Phase II (Erweiterte systematische Literaturrecherche)
Laufzeit: 01.01.2017 bis 31.12.2017
Förderung: Deutsches Zentrum für Infektionsforschung (DZIF)
Kontakt: Frau Sandra Dudareva-Vizule (Dudareva-VizuleS@rki.de)

Ziele

Übergeordnetes Ziel des Projektes ist es, umfassend die Datenlage zur Prävalenz, Inzidenz, Krankheitslast (Morbidität, Mortalität) und Versorgung von Hepatitis B (/D)- und C-Infektionen in Deutschland sowie zu ihren Folgeerkrankungen darzustellen.

Dazu erfolgt ein Evidence Mapping, wobei auf Grundlage einer orientierenden Darstellung der bisherigen Evidenz auch gezielt Forschungsbedarfe identifiziert werden sollen. Die Ergebnisse werden in Form eines Systematischen Reviews dargestellt. Besondere Beachtung finden die für eine Infektion vulnerablen Bevölkerungsgruppen (u.a. i.v. Drogengebrauchende, Männer, die Sex mit Männern haben (MSM), Gesundheitspersonal etc.) und Genderaspekte.

Damit soll die Grundlage für zukünftige Untersuchungen und Modellierungen der Krankheitslast durch virale Hepatitiden geschaffen und Datenlücken aufgezeigt werden.

Datengrundlage

Als Datengrundlage für die Bestandsaufnahme dienen Original- und Sekundärdaten. Zur Beschaffung der Daten werden im Wesentlichen zwei unterschiedliche Methoden angewendet:

  1. Systematische Literatursuche

    • in ausgewählten elektronischen Datenbanken (PubMed, Europe PMC, Scopus, M-Base und Base Bielefeld), die durch Handsuchprozesse mit Sichtung der Referenzlisten relevanter Artikel sowie relevanter aktueller Kongresse ergänzt wird
  2. Sekundärdatenanalyse

    • durch Kontaktaufnahme zu Institutionen aus der medizinischen Versorgung, welche potenziell über Sekundärdaten zu viralen Hepatitiden verfügen wurden Sekundärdatenquellen identifiziert. Zum Beispiel: Routinedaten der Sozialversicherung und Qualitätssicherung, sowie Arzneimittelabrechnungsdaten und Registerdaten. Aufgrund langer Vorlaufzeiten und teilweise hoher Kosten in der Sekundärdatenbeschaffung können im Projekt nicht alle relevanten Sekundärdaten erfasst werden.

Eingeschlossen werden englisch- und deutschsprachige Daten der letzten zehn Jahre zu Prävalenz, Inzidenz, Morbidität, Mortalität, DALY's und Übertragungswegen von Hepatitis B (/D) und C, sowie deren Folgeerkrankungen (akutes Leberversagen, Leberzirrhose und Hepatozelluläres Karzinom), soweit es sich um Daten zu Deutschland handelt. Außerdem werden Daten zur Anzahl von Diagnosen, Therapien, Reinfektionen, Transplantationen, Impfungen (HBV), Ko-Infektion mit HIV sowie zur Verteilung der einzelnen Subtypen in der Analyse berücksichtigt.

Ausgeschlossen werden spezifische klinische Daten und Studien zu einzelnen Medikamenten und Impfstoffen sowie Therapie- und Impfschemata. Relevante Publikationen werden von zwei Reviewerinnen in einem mehrschrittigen Verfahren unabhängig voneinander aus dem Ergebnis der Datenrecherche extrahiert und anhand von bestimmten Kriterien wie Art der Publikation, Inhalt sowie Ort und Zeitraum der Datenerhebung analysiert und bewertet.

Darstellung der Ergebnisse

Die Ergebnisse des Reviews und der Sekundärdatenanalyse werden in je einem Bericht dargestellt, der neben einer detaillierten Beschreibung der Datenlage auch eine Beschreibung der Datenbeschaffung enthält. Dazu werden die Daten den unterschiedlichen Aspekten des Forschungsfeldes zugeordnet. Dadurch ist eine schnelle Übersicht über die jeweils vorhandenen Daten und Forschungsergebnisse bzw. nicht vorhandenen Daten und Forschungsbedarfe möglich. Vulnerable Gruppen und Genderaspekte sind dabei von besonderem Interesse, sodass alle Ergebnisse dementsprechend gegliedert werden.

Stand: 24.07.2017

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