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Zielgruppeneinstiege

Verhaltensstudien

Ansprechpartner: Dr. Ulrich Marcus

Neben den Erhebungsintrumenten für die primäre Surveillance liefern Verhaltensstudien eine weitere Datengrundlage für die Beurteilung der HIV/AIDS-Epidemie.

Laufende Studien

  • KABP-Studie mit HIV- und STI-Testangebot bei und mit in Deutschland lebenden Migrant/innen aus Subsahara-Afrika (MiSSA)

Abgeschlossene Studien

  • Pilotstudie zu sexueller Gesundheit bei und mit Afrikaner/innen in Hamburg
  • Europäischer MSM haben Internet Survey (EMIS)

KABP-Studie mit HIV- und STI-Testangebot bei und mit in Deutschland lebenden Migrant/innen aus Subsahara-Afrika (MiSSA)

Migrant/innen aus Subsahara-Afrika (MiSSA) sind hinsichtlich der HIV-Übertragung eine in Deutschland epidemiologisch relevante Gruppe, die in den letzten Jahren 10-15 % aller HIV-Erstdiagnosen stellten. Die Mehrheit der HIV-Infektionen erfolgte zwar in den Herkunftsländern; bis zu 33% der Infektionen sind aber erst in Deutschland erworben. Zu den Zielen der Studie gehören die deutschlandweite Erfassung des Verhaltens, das mit einem erhöhten Infektionsrisiko in Bezug auf HIV, Virushepatitiden (HEP) und sexuell übertragbaren Infektionen (STI) von in Deutschland lebenden Afrikaner/innen assoziiert ist sowie die Identifizierung der Präventionsbedürfnisse und -bedarfe in Bezug auf die oben genannten Infektionen. Das Projekt hat eine Laufzeit vom 1. August 2014 bis zum 31. Dezember 2016.

EMIS (European MSM Internet Survey)

Der Europäische MSM Internet Survey ist die weltweit bislang größte Studie zu Männern mit gleichgeschlechtlichen Sexualkontakten; an der Studie beteiligten sich 180.000 Männer aus 38 europäischen Ländern. Die wissenschaftliche Leitung erfolgte am Robert Koch-Instituts, gefördert wurde die Studie unter anderem mit Mitteln der EU-Kommission, des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG), der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, und des Robert Koch-Instituts. Untersucht werden sollten nun sexuelle Gesundheit, Sexualverhalten, HIV- und STI-Testverhalten, Präventions-Ressourcen (z.B. Zugang zu sinnvoller Information, Zugang zu Test- und Beratungsangeboten, Wissen zu Übertragungswegen und Behandelbarkeit) und Präventions-Hindernisse (z.B. Stigma, Diskriminierung, Gewalterfahrungen, Fehlannahmen zu Übertragungswegen). Der Fragebogen in 25 Sprachen wurde vom 4. Juni bis zum 31. August 2010 online geschaltet.

Inanspruchnahme von HIV- und STI-Testangeboten durch Migrantinnen und Migranten in Deutschland (MiTest-Studie)

Ziel der MiTest-Studie war es, die Zugänglichkeit und Nutzung bestehender HIV- und STI-Testangebote durch Migrantinnen und Migranten in Deutschland zu ermitteln. Dazu wurden Fokusgruppen mit Akteuren aus der HIV- und STI-Testung, -Versorgung und -Beratung, sowie aus der Migrant/innenberatung in 6 Städten organsiert (Berlin, Frankfurt/ Offenbach, Hamburg, Köln, München und Stuttgart). Darin wurden Faktoren diskutiert, die den Zugang zu Testung einschränken können. Dabei orientierte man sich daran, wer aus Sicht der Expertinnen und Experten einen guten bzw. einen eingeschränkten Zugang zu Testung hatte. Zudem wurden Lösungsoptionen im Hinblick auf eine Verbesserung der Zugänglichkeit ausgetauscht und gemeinsam Handlungsempfehlungen entwickelt.

Stand: 15.07.2016

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