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In Deutschland selten auftretende Infektionskrankheiten – Ergebnisse aus der Meldepflicht

Selten auftretende Infektionskrankheiten haben in Deutschland eine große Bedeutung: Einige von ihnen erfordern bei ihrem Auftreten besondere Maßnahmen und Vorkehrungen, um eine Weiterverbreitung zu verhindern (z.B. virusbedingte hämorrhagische Fieber). Bei anderen stehen Präventionsaspekte im Vordergrund (impfpräventable Krankheiten). Zusammenfassende Darstellungen für einzelne seltene Krankheiten, die die Situation in Deutschland insgesamt beschreiben, sind nur auf Grundlage der Meldepflicht möglich. Die gesetzliche Meldepflicht ist eine gute Voraussetzung, um in Deutschland auftretende Krankheiten zu erfassen. Mit Einführung des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) 2001 verbesserte sich die Qualität der verfügbaren Daten durch die Anwendung von Falldefinitionen. Die Auswertung der vorliegenden Meldungen zeigt: Auf der Grundlage der vorhandenen Daten ergeben sich keine Anhaltspunkte dafür, dass sich die Gefährdung durch einzelne seltene Krankheiten in Deutschland in absehbarer Zeit spürbar erhöhen könnte.

Irene Schöneberg, Abteilung für Infektionsepidemilogie, Robert Koch-Institut, Berlin

Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz
September 2008, Volume 51, Issue 5, pp 539–546
© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2008

Erscheinungsdatum 2. Mai 2008 PDF (801 KB, Datei ist nicht barrierefrei)

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