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Nachweis von H5N1-Viren (aviäre Influenza)

1) Einsatz eines Schnelltestes

Der Begriff „Influenza-Schnelltest“ bezeichnet im engeren Sinn Teste, die als „near patient test“ ohne Laborausstattung innerhalb von 10-20 Minuten durchgeführt werden können.

Bisher verfügbare Schnellteste zum Nachweis einer humanen Influenza sind nur in der Lage, das Vorliegen von Influenzaviren selbst (mit oder ohne Unterscheidung in Influenza A bzw. B) nachzuweisen, aber nicht zwischen den verschiedenen Subtypen von Influenza A-Viren zu unterscheiden. Das Influenza A-Testprinzip beruht auf dem Nachweis eines Influenza A-spezifischen Antigens. Diese Teste können somit vom Prinzip her alle Subtypen und somit auch H5N1-Viren nachweisen. Da kein Subtyp und nur generell Influenza A-Viren angezeigt werden, muss bei Verdacht auf aviäre Influenza ein spezifischer Test zum Nachweis von H5N1-Viren folgen. Seit kurzem sind auch Schnellteste zum spezifischen Nachweis einer H5N1-Infektion verfügbar. Im Fall eines positiven Influenza A-Schnelltestes oder eines positiven H5-Schnelltestes muss in jedem Fall eine zweite Patientenprobe mit einer H5-spezifischen PCR) untersucht werden. Dies gilt auch für ein negatives Schnelltestergebnis und weiterhin bestehenden Verdacht auf eine aviäre Influenza.

2) Einsatz der Immunfluoreszenz zum spezifischen Nachweis von H5-Viren

Die Immunfluoreszenz (IF) wird oft zum Nachweis von humanen Influenzaviren eingesetzt. Es sind derzeit jedoch keine kommerziellen IF-Teste für den Subtyp H5 verfügbar. Erfahrene Labore könnten für eine IFT H5-spezifische monoklonale Antikörper einsetzen. Diese Verfahren sind jedoch kaum evaluiert. Es ist weiterhin zu beachten, dass Probenmaterial für eine IFT ausreichend Zellen enthalten muss, gekühlt transportiert und innerhalb von 1-2 Stunden untersucht sein sollte.

Stand: 26.11.2009

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