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Antworten des Robert Koch-Instituts auf häufig gestellte Fragen zur Vogelgrippe, 23.09.2010

Was ist die Vogelgrippe?

Das Wort „Vogelgrippe“ (aviäre Influenza) bezeichnet allgemein eine Erkrankung durch Vogel-Influenzaviren (das heißt Influenzaviren bei Vögeln). Vogel-Influenzaviren oder aviäre Influenzaviren werden in so genannte niedrigpathogene („wenig krankmachende“) und hochpathogene („sehr stark krankmachende“) Influenzaviren unterteilt. Hochpathogene aviäre Influenzaviren der Subtypen H5 (insbesondere H5N1) und H7 können bei Nutzgeflügel, zum Beispiel Hühnern, zu schweren Schäden an den Tierbeständen führen, weil ein Großteil des infiziertem Geflügels an der Krankheit verendet. Daher kommt auch der Begriff „Geflügelpest“, die also eine besonders schwere Form der Vogelgrippe meint. In der Umgangssprache werden die Begriffe Geflügelpest und Vogelgrippe jedoch häufig synonym verwendet. (Mit H und N werden die beiden wichtigsten Eiweiße der Virushülle (Hämagglutinin und Neuraminidase) abgekürzt. Im Tierreich existieren unterschiedliche Ausprägungen davon, die „durchnummeriert“ sind. Die in den letzten Jahrzehnten vorkommenden und in der Bevölkerung zirkulierenden Influenzaviren gehören entweder zum Subtyp H3N2 und H1N1, beides Influenza-A-Viren, oder es sind Influenza-B-Viren, die aber noch nie eine Pandemie ausgelöst haben.)

Seitdem in den letzten Jahren aber beobachtet wurde, dass die bei Vögeln vorkommenden Influenzaviren auch Erkrankungen bei Menschen hervorrufen, werden auch menschliche Erkrankungen durch diese Viren als Vogelgrippe bezeichnet. Die Übertragung von Vogel-Influenzaviren auf den Menschen ist nicht sehr effektiv, das heißt sie sind für den Menschen nicht sehr infektiös. Sollte eine solche Infektion jedoch stattfinden, kommt es in aller Regel zu sehr schweren Erkrankungen.

Stand: 06.07.2007

Wie viele Fälle von Vogelgrippe sind bisher bei Menschen aufgetreten?

Bisher kam es zu mehr als 500 Erkrankungen, mehr als die Hälfte der erkrankten Menschen starb. Betroffene Länder sind Ägypten, Aserbaidschan, Bangladesh, Birma (Myanmar), China, Djibouti, Indonesien, Irak, Kambodscha, Laos, Nigeria, Pakistan, Thailand, Türkei, Vietnam. Aktuelle Zahlen sind auf der Internetseite der Weltgesundheitsorganisation abrufbar unter http://www.who.int/csr/disease/avian_influenza/en/index.html

Stand: 23.09.2010

Wo ist die Vogelgrippe bei Vögeln aufgetreten?

Informationen zur Verbreitung der Tierkrankheit sind auf der Internetseite der Welttiergesundheitsorganisation abrufbar (www.oie.int/eng/info_ev/en_AI_avianinfluenza.htm), Informationen zur Verbreitung der Vogelgrippe in Deutschland sind beim Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und beim Friedrich-Loeffler-Instituts zu finden.

Stand: 19.05.2010

Wie unterscheiden sich die Vogelgrippeviren von den „normalen“ Grippeviren?

Das aktuelle Vogel-Influenzavirus ist ein Influenza A-Virus vom Subtyp H5N1. Mit H und N werden die beiden wichtigsten Eiweiße der Virushülle (Hämagglutinin und Neuraminidase) abgekürzt. Im Tierreich, insbesondere bei Wasservögeln, existieren unterschiedliche Ausprägungen davon, die „durchnummeriert“ sind. Die in den letzten Jahrzehnten in der menschlichen Bevölkerung zirkulierenden „normalen“ Influenzaviren gehören dagegen entweder zum Subtyp H3N2 und H1N1, beides Influenza-A-Viren, oder es sind Influenza B-Viren. Bei Influenza B-Viren werden keine Subtypen unterschieden. Bei H5N1 handelt sich also um ein Virus, das bisher nicht in der menschlichen Bevölkerung zirkulierte, in seltenen Fällen aber zu Erkrankungen beim Menschen führen kann.

Stand: 06.07.2007

In welchem Zusammenhang stehen Vogelgrippeerkrankungen bei Tieren und Menschen?

Sowohl bei verendeten Hühnern, als auch bei erkrankten Personen wurden Influenza A-Viren vom Subtyp H5N1 identifiziert. Die meisten an der Vogelgrippe erkrankten Personen hatten im Vorfeld engen Kontakt zu erkranktem oder verendetem Geflügel. Vermutlich müssen Säugetiere und Menschen sehr große Virusmengen aufnehmen, um sich zu infizieren. Selbst bei einer Erkrankung werden Vogel-Influenzaviren aber fast nie auf andere Menschen übertragen, so dass es bisher noch nicht zu Epidemien bei Menschen gekommen ist. Insgesamt besteht also für die Übertragung von H5N1-Viren sowohl von Vögeln auf Menschen, als auch von Mensch zu Mensch eine erhebliche Barriere.

Stand: 06.07.2007

Ist die Vogelgrippe für uns in Deutschland gefährlich?

Bisherige Erfahrungen menschlicher Erkrankungen mit Vogelgrippe haben gezeigt, dass vor allem Menschen mit engem Kontakt zu infiziertem Nutzgeflügel gefährdet sind. Insgesamt ist das Risiko jedoch auch bei Kontakt zu infiziertem Nutzgeflügel als sehr gering einzuschätzen. Dies ergibt sich schon daraus, dass weltweit mehr als hundert Millionen Geflügel infiziert wurden beim Menschen aber nur wenige hundert Fälle bestätigt sind (siehe Frage „Wie viele Fälle von Vogelgrippe sind bisher bei Menschen aufgetreten?“). In Deutschland ist die Vogelgrippe des Tieres vom Subtyp H5N1 bisher in einigen Geflügelbetrieben, bei mehreren hundert Wildvögeln, bei einem Steinmarder und (während des Ausbruchs auf Rügen 2006) bei drei streunenden Hauskatzen aufgetreten (näheres beim Friedrich-Loeffler-Institut).

Tritt H5N1 bei Nutzgeflügel auf, sind in erster Linie Beschäftigte in der Geflügelindustrie und Tierärzte in den Betrieben gefährdet, die sich entsprechend schützen müssten; für die breite Bevölkerung wird kein Risiko gesehen. Zu Wildvögeln hat man im Normalfall keinen engen Kontakt. Außerdem wurde weltweit nur in einem einzigen Fall mit ungewöhnlich intensivem Kontakt, beim Rupfen von Schwänen in Azerbaidschan, der Erreger übertragen. Bürger sollten kranke oder verendete Tiere aus hygienischen Gründen ohnehin nicht anfassen. Empfehlungen für Haustierhalter und weitere Informationen zur Vogelgrippe bei Tieren sind auf den Internetseiten des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und des Friedrich-Loeffler-Institut / Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit abrufbar, außerdem auf den Internetseiten der Landwirtschafts- bzw. Verbraucherschutzministerien betroffener Bundesländer. Die Weltgesundheitsorganisation weist darauf hin, dass es bislang keine Hinweise gibt, dass Hauskatzen eine Rolle in der Verbreitung von H5N1 spielen (H5N1 avian influenza in domestic cats, 28.02.2006. Eine Übertragung der Vogelgrippe von einer Katze auf den Menschen ist bislang weltweit nirgends beschrieben worden.

Stand: 23.09.2010

Welches Krankheitsbild weisen Menschen auf, die an aviärer Influenza (Vogelgrippe) erkranken?

Die ersten Symptome treten in der Regel zwei bis fünf, evtl. bis zu 14 Tagen nach Infektion auf. Das klinische Bild ist gekennzeichnet durch schwere grippeähnliche Symptome wie hohes Fieber, Husten, Atemnot und Halsschmerzen. Mehr als die Hälfte der Fälle kommt es auch zu Durchfall, seltener auch zu Bauchschmerzen und Erbrechen. Im weiteren Verlauf der Erkrankung entwickelt sich meist eine Lungenentzündung, die zu Lungenversagen und Tod führen kann. Etwa die Hälfte aller menschlichen Fälle mit Vogelgrippe verstarb an ihrer Erkrankung.

Stand: 06.07.2007

Können Vogelgrippeviren auch von Mensch zu Mensch übertragen werden?

Nach bisherigen Erfahrungen werden Vogelgrippeviren, wenn überhaupt, nicht effektiv von Mensch zu Mensch übertragen. Es gibt einzelne Fälle (2004 in Thailand, 2005 in Vietnam, 2006 in Indonesien und 2007 in China und Pakistan). Bei diesen Fällen bestand ein sehr enger Kontakt zwischen einem später erkrankten Familienmitglied und dem primär Erkrankten, z.B. durch häusliche Krankenpflege. Bei der Häufung in Indonesien 2006, bei der acht Personen einer Familie erkrankten, kam es möglicherweise auch erstmals zu einer Weiterübertragung des Virus an eine dritte Person (von einer 37 Jahre alten Frau zu ihrem Neffen und von dort an seinen Vater, den Bruder der Frau, siehe Nature, 13. Juli 2006). Bei einer familiären Häufung in der Türkei Ende 2005/Anfang 2006, gibt es keine Hinweise auf eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung, dort haben sich die Betroffenen vermutlich jeweils bei Geflügel angesteckt (siehe WHO-Update vom 16. Januar 2006)

Generell gilt, dass der für das Anheften an die Zellen des Wirtes notwendige Anteil des Virus nicht gut an menschliche Zellen angepasst ist. Prinzipiell besteht aber die Sorge, dass die Vogel-Influenzaviren durch genetische Veränderungen die Fähigkeit erlangen könnten, sich gut an menschliche Zellen anzuheften. Durch diese Änderung könnte eine effektive Übertragung von Mensch zu Mensch möglich werden und zu einer großflächigen, weltumspannenden Epidemie unter Menschen (einer so genannten Pandemie) führen.

Stand: 07.04.2008

Ist schon ein Erkrankungsfall beim Menschen durch Vogelgrippeviren in Deutschland aufgetreten?

Nein, bisher ist kein solcher Fall in Deutschland aufgetreten. Durch ein weltweites System von Überwachungsstellen und Referenzlaboratorien wird das Vorkommen von Influenzaviren beim Menschen aufmerksam beobachtet und entsprechende Informationen an die WHO weitergeleitet. Auch in Deutschland gibt es ein Überwachungssystem für Influenza, das in der Lage ist, das Auftreten solcher Fälle zu erkennen.

Stand: 17.02.2006

Welche Desinfektionsmaßnahmen können bei Influenza/aviärer Influenza (Vogelgrippe) angewendet werden?

Sowohl die Influenza beim Menschen als auch die bei Vögeln (aviäre Influenza) wird durch verschiedene Typen von Influenzaviren verursacht. Diese Viren besitzen eine Lipidhülle und zählen damit zu den behüllten Viren. Gegenüber Desinfektionsmitteln sind sie erheblich weniger resistent als unbehüllte Viren.

Aufgrund der unterschiedlichen Bedingungen unter denen Desinfektionsmaßnahmen in diesem Zusammenhang durchgeführt werden, gelten für den humanmedizinischen und den veterinärmedizinischen Bereich unterschiedliche Empfehlungen.

Im Bereich der Humanmedizin werden in der Regel Desinfektionsmittel angewendet, für die eine „begrenzt viruzide “ Wirkung nachgewiesen ist (s. entsprechende Deklaration des Herstellers und „Influenza - RKI-Ratgeber für Ärzte“).

Empfehlungen spezieller Maßnahmen zum Schutz von Beschäftigten vor Infektionen durch hochpathogene aviäre Influenzaviren (Klassische Geflügelpest, Vogelgrippe) liegen in Form des Beschlusses 608 des Ausschusses für Biologische Arbeitsstoffe (ABAS) vor. Für die Händedesinfektion nach dem Ablegen von Schutzhandschuhen ist es sinnvoll, ebenfalls „begrenzt viruzid“ wirksame Händedesinfektionsmittel (s. Deklaration des Herstellers) anzuwenden.

Hinsichtlich der Desinfektionsmaßnahmen in der Tierhaltung, beim Umgang mit Vogelkot oder möglicherweise infizierten Tieren verweisen wir auf die Internetseite des Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.
Bei anzeigepflichtigen Tierseuchen gilt die „Richtlinie des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten über Mittel und Verfahren für die Durchführung der Desinfektion bei anzeigepflichtigen Tierseuchen 331/332-3602-19/1-Stand Februar 1997“. Diese Richtlinie verweist u.a. auf die Desinfektionsmittel-Liste der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft siehe www.dvg.net.
Die Art der durchzuführenden Maßnahmen wird von den zuständigen veterinärmedizinischen Behörden festgelegt. Eine Liste der entsprechenden Landesbehörden ist auf der Internetseite des BMELV (s. oben) verfügbar.

Stand: 09.03.2006

Können Geflügelfleisch oder Eier weiterhin unbedenklich verzehrt werden?

Das Bundesministerium für Ernährung, Verbraucherschutz und Landwirtschaft hat auf seiner Internetseite dazu folgende Information: „Grundsätzlich kann eine Übertragung des Erregers über infizierte Lebensmittel nicht ausgeschlossen werden. Zum heutigen Zeitpunkt scheint der direkte Kontakt mit infiziertem Geflügel aber der hauptsächliche Infektionsweg zwischen Geflügel und Mensch zu sein. Da das Virus ausgesprochen empfindlich gegenüber hohen Temperaturen ist, gelten gut durcherhitzte Lebensmittel als unbedenklich." (ausgewählte Fragen und Antworten … vom 28. August 2007, siehe http://www.bfr.bund.de/cd/2407)

Informationen zum Thema Lebensmittel und Vogelgrippe sind auch beim Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz abrufbar: www.bmelv.de > Topthemen > Vogelgrippe > Fragen und Antworten zur Geflügelpest.

Stand: 03.01.2008

Was ist zu beachten, wenn man in Länder oder Gebiete reist, in denen es zu Ausbrüchen von Vogelgrippe in Geflügelbeständen gekommen ist?

Generell bietet das Auswärtige Amt Informationen über relevante medizinische Risiken im Ausland auf seinen Internetseiten an (www.auswaertiges-amt.de), auch zu Vogelgrippe gibt es Hinweise. Bei Touristen ist die Erkrankung bislang noch nie beobachtet worden. Aber es ist es prinzipiell nicht auszuschließen, dass man sich im Ausland bei engem Kontakt zu infiziertem Geflügel ansteckt. Daher sollte man Geflügelmärkte oder Bauernhöfe mit Geflügel in Gebieten, die möglicherweise von der Vogelgrippe betroffen sind, meiden. Einreisende hat das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz darauf hingewiesen, dass auch kleine Mengen von Geflügelfleisch und Geflügelerzeugnissen grundsätzlich nicht eingeführt werden dürfen.
Empfehlungen für Reisende enthalten auch die "WHO recommendations relating to travellers coming from and going to countries experiencing outbreaks of highly pathogenic H5N1 avian influenza".

Stand: 23.09.2010

Können wir Erkrankungen beim Menschen, die durch Vogelgrippeviren hervorgerufen wurden, in Deutschland überhaupt diagnostizieren?

Ja, das Nationale Referenzzentrum für Influenza hat etablierte Testverfahren, mit denen auch Vogelgrippeviren vom Subtyp H5N1 zuverlässig und innerhalb weniger Stunden nach Eingang der Probe mit einem so genannten Real-Time-PCR-Verfahren nachgewiesen werden können. Als Material zur Testung eignet sich, wie sonst bei Influenza-Erkrankungen auch, ein Rachen- oder Nasenabstrich. Ärzte, die einen Verdacht auf eine Vogelgrippe bei einem Menschen haben, müssen diesen dem örtlichen Gesundheitsamt melden (Aviäre Influenza Meldepflichtverordnung (siehe z.B.: www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/aimpv/gesamt.pdf))

Stand: 06.07.2007

Kann man Erkrankungen behandeln, die durch Vogelgrippeviren hervorgerufen wurden?

Die so genannten Neuraminidasehemmer, Oseltamivir und Zanamivir, sind sowohl gegen die normale Influenza als auch gegen die Vogelgrippe wirksam. Die individuelle Bevorratung dieser Medikamente ist nicht angeraten. Im Rahmen der Pandemieplanung bevorraten die Bundesländer diese Medikamente zur Behandlung. Reisenden in asiatische Länder wird derzeit nicht empfohlen, Neuraminidasehemmer mitzunehmen, es wird aber angeraten, sich von Geflügel fernzuhalten.

Stand: 25.01.2007

Wie ist beim Auffinden toter Vögel vorzugehen?

Kranke oder tote Vögel sollten grundsätzlich nicht berührt oder herumgetragen werden. Neben der Vogelgrippe können auch verschiedene andere Krankheiten übertragen werden. Beim Auffinden toter Vögel (insbesondere Wasservögel und Greifvögel) sollte das zuständige Veterinäramt, die Gemeinde oder der Landkreis benachrichtigt werden.

Stand: 20.02.2006

Welche Maßnahmen sollten ergriffen werden, wenn man trotzdem mit toten oder kranken Vögeln oder Vogelkot in Berührung gekommen ist?

Kommt es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu einem direkten Kontakt mit einem kranken oder toten Vogel, bzw. mit Vogelkot oder anderen Ausscheidungen, so sollten die Hände gründlich mit Wasser und Seife gewaschen werden und verschmutzte Kleidungsstücke in der Waschmaschine gereinigt werden. Auch wenn das Risiko einer Vogelgrippeerkrankung extrem gering ist, sollte bei Grippesymptomen ein Arzt zu Rate gezogen werden.

Stand: 20.02.2006

Kann das H5N1-Virus über mit Vogelkot verschmutzte Regenwassernutzungsanlagen oder andere Oberflächengewässern (Badeseen u.a.) übertragen werden?

Ein nennenswertes Infektionsrisiko in Badegewässern in Deutschland sieht das Umweltbundesamt nicht, da nur sehr niedrige Virenkonzentrationen zu erwarten sind und bei dem vorliegenden Virustyp die Infektiosität für den Menschen nur äußerst gering ist. Unabhängig von der Diskussion um die Vogelgrippe sollten beim Baden folgende allgemeinen hygienischen Regeln beachtet werden: Vermeiden eines direkten Kontakts mit Vogelkot, kein Baden in erkennbar stark mit Vogelkot verschmutzten Gewässern, gründliches Waschen nach versehentlichem Kontakt mit Vogelkot (Internetveröffentlichung des Umweltbundesamtes vom 29.03.2006).

Stand: 29.03.2006

Wo kann man sich informieren, wenn die gesuchte Frage hier nicht aufgeführt ist?

Informieren kann man sich insbesondere im Internet. Bei Fragen zu Gesundheitsrisiken sollten auch Gesundheitsämter oder Ärzte weiterhelfen können. Umfangreiche Informationen sind beim Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) zu finden. Auf den BMELV-Seiten ist auch eine Übersicht der Anschriften, Links und Hotlines der Landesbehörden abrufbar.

Stand: 23.09.2010

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