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16 % Rückgang der Erkrankungsrate beim Darmkrebs seit 2003

Quelle: © Zentrum für Krebsregisterdaten im Robert Koch-Institut 2016, Krebsregisterdaten Deutschland 1999-2013 Altersstandardisierte Darmkrebs-Neuerkrankungsraten (ICD-10 C18-C20) in Deutschland (ausgewählte Krebsregister), für beide Geschlechter, aufgeschlüsselt nach Lokalisation des Tumors, 1999 bis 2013 Quelle: © Zentrum für Krebsregisterdaten im Robert Koch-Institut 2016, Krebsregisterdaten Deutschland 1999-2013

In Deutschland hat sich die Neuerkrankungsrate für Krebserkrankungen des Dickdarms und des Enddarms zwischen 2003 und 2013 insgesamt um etwa 16 Prozent verringert. Nicht nur der zeitliche Verlauf spricht für einen positiven Einfluss der im Oktober 2002 eingeführten Darmspiegelung im Rahmen der gesetzlichen Krebsfrüherkennung: Zum einen ist dieser Trend in den meisten Nachbarländern Deutschlands nicht erkennbar. Zum anderen betrifft der Rück­gang ganz überwiegend Tumoren im absteigenden Dickdarm und im Enddarm (Rektum). In diesen Darmabschnitten zeigen Studien auch die größte Wirk­samkeit der Darmspiegelung. Außerdem zeigt sich der Rückgang nur für Männer und Frauen ab 55 Jahren. Für diese Altersgruppe wird die Früh­erkennungs­koloskopie angeboten.

Der besondere Vorteil der Koloskopie gegenüber anderen Krebs­früh­erkennungs­untersuchungen besteht darin, dass sie bösartige Tumoren nicht nur früh erkennt, sondern ihnen auch vorbeugen kann: Bei entsprechendem Befund werden gut­artige Darmpolypen entfernt, die sich andernfalls zu bösartigen Tumoren entwickeln könnten. Bei unauffälligem Befund wird eine Wiederholung erst in 10 Jahren empfohlen. Als nachteilig wird der relativ hohe Aufwand, vor allem auch bei der Vorbereitung (Darmreinigung am Vorabend) empfunden, zudem besteht ein sehr geringes Risiko von Komplikationen bei der Untersuchung.

Weitere Informationen zu den Themen Epidemiologie, Früherkennung und Primärprävention von Krebserkrankungen finden Sie im Bericht zum Krebsgeschehen in Deutschland 2016 (PDF, 8 MB, Datei ist nicht barrierefrei)

Stand: 01.02.2017

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