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Versorgung

Die Gesundheitsversorgung umfasst alle Organisationen, Strukturen und Prozesse, die der Förderung der Gesundheit, der Vorbeugung von Krankheiten, der medizinischen und therapeutischen Behandlung, der Rehabilitation und der Pflege dienen.

Die Beschreibung und Analyse wichtiger Kenngrößen des Versorgungsgeschehens ist unerlässlich, wenn es darum geht, eine angemessene und hochwertige Gesundheitsversorgung sicherzustellen. Sie bilden die Basis u.a. für die Bewertung von Qualitäts- und Kostenaspekten, für Bedarfsplanungen sowie für die Formulierung von Handlungsempfehlungen für das Versorgungssystem und die Gesundheitspolitik.

Informationsgrafik: Pflegende Angehörige. Quelle: © Robert Koch-InstitutMänner und Frauen, die ihre Angehörigen pflegen - Anteile an der gleichaltrigen Bevölkerung Quelle: © Robert Koch-Institut 2015, Studie GEDA 2012, Erhebung 2012–2013

Innerhalb des Gesundheitsmonitorings am Robert Koch-Instiut (RKI) werden regelmäßig repräsentative Daten zur Inanspruchnahme medizinischer und therapeutischer Leistungen erhoben und analysiert.

Studien ergänzen Abrechnungsdaten

Das RKI erfasst unter anderem Daten zu Arztbesuchen, zu Krankenhausnächten sowie zur Medikamenteneinnahme. Die in den Surveys gewonnenen Daten bilden das Inanspruchnahmeverhalten aus Sicht der Patientinnen und Patienten ab. Sie sind eine wichtige Ergänzung zu den Daten der Leistungsträger und -erbringer (u.a. der Abrechnungsdaten der gesetzlichen Krankenversicherungen).

So lassen sich beispielsweise aus den Verordnungsdaten nur bedingt Aussagen zu Arzneimittelanwendungen ableiten. Zum einen werden nicht alle verordneten Medikamente tatsächlich eingenommen. Zum anderen erfassen die Abrechnungsdaten diejenigen Medikamente nicht, die ohne ärztliche Verschreibung eingenommen werden.

Die Themenbreite der Surveys am RKI macht es möglich, einzelne Versorgungsindikatoren mit Erkrankungen, Risiko- und Schutzfaktoren sowie psychosozialen Eigenschaften zu verknüpfen. Zudem können sozial und strukturell bedingte Ungleichheiten des Inanspruchnahmeverhaltens erkannt werden. Dies können Unterschiede nach Sozial- und Migrationsstatus, nach Region oder nach Krankenversicherungsstatus sein. So ist es möglich, typische Muster der Inanspruchnahme zu identifizieren und Steuerungsansätze für die Gesundheitspolitik abzuleiten.

Informationsgrafik: Anteile der Kinder und Jugendlichen, die im letzten Jahr beim Kinderarzt waren. Quelle: © Robert Koch-InstitutMädchen und Jungen, die in den letzten 12 Monaten eine Ärztin bzw. einen Arzt der Kinder- und Jugendmedizin in Anspruch genommen haben - Anteile an der gleichaltrigen Bevölkerung Quelle: ©Robert Koch-Institut 2015, Studie KiGGS Welle 1, Erhebung 2009–2012

Gesundheitsberichterstattung

Factsheets und Tabellen:

GBE-Berichte:

Ausgewählte Publikationen

Inanspruchnahme von Physiotherapie im Kindes- und Jugendalter – Ergebnisse aus der KiGGS-Basiserhebung

Weber A, Karch D, Thyen U, Rommel A, Schlack R, Hölling H, von Kries R (2016) Gesundheitswesen Epub Apr 7. doi: 10.1055/s-0042-100728

Socioeconomic Status and Use of Outpatient Medical Care: The Case of Germany

Hoebel J, Rattay P, Prütz F, Rommel A, Lampert T (2016) PLoS ONE 11(5): e0155982. doi:10.1371/journal.pone.0155982

Inanspruchnahme von Ergotherapie im Kindesalter – Ergebnisse aus der KiGGS-Basiserhebung

Weber A, Karch D, Thyen U, Rommel A, Schlack R, Hölling H, von Kries R (2016) Klin Padiatr 228(02):77-83 doi: 10.1055/s-0041-111177

‘We can do only what we have the means for’
general practitioners’ views of primary care for older people with complex health problems

Herzog A, Gaertner B, Scheidt-Nave C, Holzhausen M (2015) BMC Family Practice 16:35 doi: 10.1186/s12875-015-0249-2

Deutschlandweite, regionalisierte Prognose der bevölkerungsbezogenen Morbidität für häufige Krebserkrankungen – Auswirkungen auf die Versorgung

Bahr J, van den Berg N, Kraywinkel K, Stentzel U, Radicke F, Baumann W, Hoffmann W (2015) Dtsch Med Wochenschr. Epub 2015 Apr 29. 140(9):e80-8 . DOI: 10.1055/s-0041-101356

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