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Regionale Unterschiede

Informationsgrafik: Sterbeziffern bezogen auf Krankheiten des Kreislaufsystems (ICD10: I00-I99). Quelle: © Robert Koch-InstitutSterblichkeit aufgrund von Krankheiten des Kreislaufsystems in den 16 Bundesländern im Jahr 2012 und 1990 - Sterbefälle je 100.000 Einwohner (altersstandardisiert) Quelle: ©Robert Koch-Institut 2014, Statistisches Bundesamt, Todesursachenstatistik

In Deutschland bestehen zum Teil ausgeprägte regionale Ungleichheiten in der Lebenserwartung, im Auftreten von Krankheiten und gesundheitlichen Beschwerden sowie im Gesundheitsverhalten. Diese Ungleichheiten machen sich nicht mehr an Unterschieden zwischen den alten und neuen Bundesländern fest. Wichtige Bestimmungsfaktoren regionaler Unterschiede sind dabei insbesondere die demografische Struktur und die soziale Lage der Bevölkerung.

Regionale Unterschiede in der Gesundheit können mit Unterschieden hinsichtlich des Bedarfs an medizinischen Leistungen einhergehen. Sie stellen somit Ansatzpunkte für die Prävention, den öffentlichen Gesundheitsdienst der Länder und Kommunen und die Bedarfsplanung für die ambulante, stationäre und pflegerische Versorgung dar. Das Thema ist darum von besonders hoher Public Health-Relevanz.

Analyse regionaler Unterschiede

Das Robert Koch-Institut erhebt im Rahmen des Gesundheitsmonitorings regelmäßig Daten zum Gesundheitszustand und zum Gesundheitsverhalten der Bevölkerung und wertet diese so weit wie möglich auch regional differenziert aus.

In den Auswertungen des RKI geht es auch um die Suche nach Einflussfaktoren, die zur Verringerung der regionalen Unterschiede beitragen können. Zusätzlich werden aber auch prozessproduzierte Daten (zum Beispiel Daten der Todesursachenstatistik) zur Analyse regionaler Unterschiede genutzt.

Die Arbeiten zum Themenschwerpunkt "Regionale Unterschiede" entstehen dabei in enger Zusammenarbeit mit den Arbeiten zum Themenschwerpunkt "Soziale Ungleichheit und Gesundheit".

Ausgewählte Publikationen

Deutschlandweite, regionalisierte Prognose der bevölkerungsbezogenen Morbidität für häufige Krebserkrankungen – Auswirkungen auf die Versorgung

Bahr J, van den Berg N, Kraywinkel K, Stentzel U, Radicke F, Baumann W, Hoffmann W (2015) Dtsch Med Wochenschr. Epub 2015 Apr 29. 140(9):e80-8 . DOI: 10.1055/s-0041-101356

Alt und immobil auf dem Land? Mobilitätseinschränkungen älterer Menschen vor dem Hintergrund einer zunehmend problematischen Gesundheitsversorgung in ländlichen Regionen

Giesel F, Köhler K, Nowossadeck E (2013) Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz 56(10): 1418-1424.

Regionalisierung von Gesundheitsindikatoren. Ergebnisse aus der GEDA-Studie 2009

Kroll LE, Lampert T (2012) Bundesgesundheitsblatt 1 · 55:129–140 · DOI 10.1007/s00103-011-1403-1

Urban-rural disparities in smoking behaviour in Germany

Völzke H, Neuhauser H, Moebus S, Baumert J, Berger K, Stang A, Ellert U, Werner A, Döring A (2006) BMC Public Health 2006, 6:146 doi:10.1186/1471-2458-6-146

Rauchen: Regionale Unterschiede in Deutschland

Völzke H, Neuhauser H, Moebus S, Baumert J, Berger K, Stang A, Ellert U, Werner A, Döring A (2006) Dtsch Arztebl 103(42): A 2784–2790. DOI: 10.3238/arztebl.2013.0679

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