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Zielgruppeneinstiege

Hypertonie

Erhöhter Blutdruck (Hypertonie) kann zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Niereninsuffizienz führen. Weltweit sind jährlich rund 9,4 Millionen Todesfälle auf erhöhten Blutdruck zurückzuführen. Hypertonie ist damit der wichtigste veränderbare Risikofaktor für Mortalität.

Die wichtigsten Risikofaktoren für erhöhten Blutdruck sind mangelnde Bewegung, Übergewicht, ungesunde Ernährung, Stress sowie erhöhter Alkoholkonsum. Da diese Lebensstilfaktoren veränderbar sind, ergibt sich ein hohes Präventionspotenzial.

Verbreitung der Hypertonie nach Altersgruppen und Geschlecht. Quelle: © RKIVerbreitung bekannter und unbekannter Hypertonie, Anteile an der gleichaltrigen Bevölkerung, differenziert nach Altersgruppen und Geschlecht Quelle: ©Robert Koch-Institut 2015, Studie DEGS1, Erhebung 2008–2011

Bei Kindern ist der Blutdruck niedriger als bei Erwachsenen. Er ist jedoch mitbestimmend für die Entwicklung des Blutdrucks im weiteren Lebensverlauf und rückt daher zunehmend ins Blickfeld der Präventionsforschung.

Forschung zur Hypertonie

Am Robert Koch-Institut befassen sich verschiedene Forschungsprojekte mit der Entwicklung und den Einflussfaktoren von erhöhtem Blutdruck bei Erwachsenen in Deutschland. Von Interesse sind weiterhin das Zusammenspiel mit anderen Herz-Kreislauf-Risikofaktoren, die Versorgung sowie regionale Unterschiede. Ein methodisches Projekt befasst sich mit dem Vergleich verschiedener Blutdruckmessgeräte.

Für Kinder wurden erstmals deutsche Referenzperzentile für Ruheblutdruck nach Größe, Alter und Geschlecht veröffentlicht. Basis waren Daten aus der KiGGS-Basiserhebung 2003–2006.

Publikationen in Fachzeitschriften

The persisting gender gap in hypertension management and control in Germany: 1998 and 2008–2011

Sarganas G, Neuhauser HK (2016) Hypertens Res. 2016 Jun; 39(6): 457-66. doi: 10.1038/hr.2016.5

Hypertension in Germany - data from seven population-based epidemiological studies (1994–2012).

Neuhauser H, Diederichs C, Boeing H, Felix SB, Jünger C, Lorbeer R, Meisinger C, Peters A, Völzke H, Weikert C, Wild P, Dörr M (2016) Dtsch Arztebl Int 2016; 113: 809–15.

DOI: 10.3238/arztebl.2016.0809

Zeitliche Trends kardiometaboler Risikofaktoren bei Erwachsenen. Ergebnisse dreier bundesweiter Untersuchungssurveys 1990–2011

Finger JD, Busch MA, Du Y, Heidemann C,; Knopf H, Kuhnert R, Lampert T, Mensink GBM, Neuhauser H, Schaffrath Rosario A, Scheidt-Nave C, Schienkiewitz A, Truthmann J, Kurth BM (2016) Dtsch Arztebl Int 2016; 113(42): 712-9; DOI: 10.3238/arztebl.2016.0712

Time Trends in Cardiometabolic Risk Factors in Adults. Results from three nationwide German examination surveys from 1990–2011

Finger JD, Busch MA, Du Y, Heidemann C,; Knopf H, Kuhnert R, Lampert T, Mensink GBM, Neuhauser H, Schaffrath Rosario A, Scheidt-Nave C, Schienkiewitz A, Truthmann J, Kurth BM (2016) Dtsch Arztebl Int 2016; 113(42): 712-9; DOI: 10.3238/arztebl.2016.0712

Hypertension prevalence, awareness, treatment and control in Germany 1998 and 2008-11

Neuhauser HK, Adler C, Rosario AS, Diederichs C, Ellert U (2014) J Hum Hypertens ePub Okt 02. doi: 10.1038/jhh.2014.82. [Epub ahead of print]

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