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Externe Qualitätssicherung der Nationalen Kohorte

Die Abteilung 2 des Robert-Koch Instituts hat den Projektauftrag übernommen, die externe Qualitätssicherung für die Nationale Kohorte durchzuführen. Im Dezember 2013 hat hierzu eine eigene Arbeitsgruppe am RKI ihre Tätigkeit aufgenommen.

Die Nationale Kohorte ist ein gemeinsames interdisziplinäres Vorhaben deutscher Forschungseinrichtungen aus der Helmholtz-Gemeinschaft, den Universitäten, der Leibniz-Gemeinschaft und der Ressortforschung. Ihr Ziel ist es, die Ent­stehung der wichtigsten chronischen Krankheiten wie beispielsweise Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes, Krebs, Demenzerkrankungen und Infektionskrankheiten sowie deren subklinische Vorstufen und funktionellen Veränderungen zu untersuchen. Die Ergebnisse dieser Studie werden neue Möglichkeiten zur Prävention, Vorhersage und Früherkennung der wichtigsten Volkskrankheiten ermöglichen.

Die Nationale Kohorte wird in den 18 beteiligten Studienzentren insgesamt 200.000 Männer und Frauen im Alter von 20 bis 69 Jahren aus einer Zufalls­stich­probe der jeweiligen Bevölkerung rekrutieren. Zusätzlich zu gesundheitlichen Befragungen werden zahlreiche medizinische Untersuchungen durchgeführt und verschiedene Bioproben gesammelt.

Bei 20 Prozent der Teilnehmenden ist ein intensiviertes Programm geplant. Weiterhin sollen 30.000 Teilnehmende mittels Magnetresonanztomographie (MRT) untersucht werden. Nach vier Jahren werden alle Teilnehmenden nochmals zur Untersuchung eingeladen. Postalische Nachbefragungen zur Gesund­heits­situation sollen alle zwei bis drei Jahre stattfinden. Zusätzlich werden Abgleiche mit epidemiologischen Registern sowie mit Quellen für Sekundärdaten durchgeführt.

Im Rahmen der externen Qualitätssicherung übernimmt das RKI folgende Aufgaben:

  • Kontinuierliche Erhebung des Status Quo aller beteiligten Studienzentren in den Arbeitsbereichen Stichprobenziehung, Rekrutierung und Teil­nehmer­bindung, Feldarbeit, Probenmanagement, Datenmanagement und Organisation
  • Beratung und Unterstützung der internen Qualitätssicherung und der Studienzentren in der Entwicklung und Implementierung von Standards im Untersuchungsablauf
  • Zusammenarbeit und Unterstützung des Central Quality Office der internen Qualitätssicherung
  • Weiterentwicklung eines einheitlichen Bewertungssystems zur Beurteilung der Feldarbeit, einschließlich Datenqualitätsprüfung
  • Kontinuierliche Site Visits in den 18 Studienzentren der Nationalen Kohorte
  • Verfassen regelmäßiger Qualitätsberichte und Berichterstattung an den Vorstand der Nationalen Kohorte e. V. während der Hauptphase
  • Sicherung einer hohen Studienqualität

Darüber hinaus ist das Robert Koch-Institut im epidemiologischen Steuerungskomitee (ESC) des Nationale Kohorte e. V. vertreten.

Stand: 03.06.2014

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