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Zielgruppeneinstiege

EsKiMo unterwegs

Eine Reise quer durch Deutschland

Januar 2006: Nach sechsmonatiger Vorbereitungsphase im Robert Koch-Institut in Berlin fiel der Startschuss für den Eintritt in die Hauptphase von EsKiMo. Das war der Auftakt zur ersten von insgesamt 17 EsKiMo-Touren, um eine aktuelle und repräsentative Bestandsaufnahme des Ernährungsverhaltens von 12- bis 17-jährigen Jugendlichen in ganz Deutschland zu bekommen. Das bedeutet, von Januar bis Dezember 2006 pro Interviewerin im Schnitt 400 Hausbesuche an 50 verschiedenen Orten der Bundesrepublik. Das bedeutet auch, 170 Tage Hotelleben, circa 30.000 km Fahrt im "EsKiMobil" quer durch das ganze Land, unzählige Erfahrungen und Erlebnisse, sowie Einsichten in die regionalen Eigenheiten – ein Jahr Tour d’Allemagne und man weiß nicht nur um die Vielfalt der Nahrungsaufnahme der Deutschen.

Die EsKiMo Interviewerinnen: Julia Six, Simone Kohler, Jessica Fischer. Quelle: © RKIDie EsKiMo Interviewerinnen: Julia Six, Simone Kohler, Jessica Fischer (von links). Quelle: © Robert Koch-Institut

Was dem Bayern sein Fleischpflanzerl, ist dem Sachsen bekanntlich sein Gewiegtes. Dass aber Fleisch- bzw. Leberkäse von einigen Jugendlichen auch mal der Kategorie Käse- und Milchprodukte zugeordnet werden, war nicht zu erwarten. Ebenso interessant sind die eher ‚anschaulich‘ gewonnenen Bezeichnungen von Emmentaler als "Lochkäse" und Brokkoli als "kleine Bäume", oder der vielleicht zielgruppenorientierte Begriff "Kinderwurst" für Lyoner.

Die Beachtung regionaler Aspekte muss deshalb in den Befragungen der Probandinnen und Probanden berücksichtigt werden. Auch die bewusst falsche Aussprache der Interviewerin von Lebensmitteln wie zum Beispiel Gnocchi ist hilfreich. Njokki isst kaum ein Kind, dagegen Notschi sehr wohl. Des Weiteren bieten auch Slogans aus der Werbung (man denke an "die längste Praline der Welt") eine gute Möglichkeit, um Lebensmittel besser bestimmen zu können.

Warum die Befragten oft keine Unterscheidung zwischen Pudding und Joghurt, jedoch zwischen Nudeln und Spaghetti machen, bleibt unklar. Deutlich wird bisher die große Beliebtheit von Nudeln mit Tomatensoße und Pizza als warme Mahlzeit. Bei gekochtem Gemüse zählen Erbsen mit Möhren zu den Favoriten der Jugendlichen.

Inzwischen, nach Abschluss der Tour, müssen nicht nur die Daten, sondern auch zahlreiche Impressionen verarbeitet werden und was bleiben wird, sind somit auch noch viele schöne Erinnerungen.

Stand: 12.04.2007

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