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Bundes-Gesundheitssurvey 1998

Eine systematische und an aktuellen gesundheitlichen Problemen orientierte Gesundheitsberichterstattung ist die unerlässliche Voraussetzung für eine rationale Gesundheitspolitik. Unter diesem Aspekt gewinnt der Gesundheitssurvey als eine Informationsquelle für die Gesundheitsberichterstattung des Bundes, die im Januar 1998 in die Verantwortung des Robert Koch-Instituts überging, an Bedeutung.

Surveydaten geben Auskunft über die gesundheitliche Versorgung und die Häufigkeit, mit der bestimmte Krankheiten, Krankheitsmerkmale, Risikofaktoren, Beschwerden sowie gesundheitsrelevante Lebensbedingungen und Verhaltensweisen in Abhängigkeit von Alter, Geschlecht und weiteren Einflussgrößen in der Bevölkerung vorkommen. Gesundheitssurveys zeichnen bei wiederholter Durchführung Trends in der Morbiditätslandschaft auf. Ihre Ergebnisse ermöglichen die Ableitung zielgerichteter Präventionsprogramme und die Bewertung der Auswirkungen gesundheitspolitischer Maßnahmen.

Unter der Bezeichnung "Nationaler Gesundheitssurvey" wurden bereits in den Jahren 1984-1986 und 1987-1989 sowie 1990-1991 repräsentative Stichproben der bundesdeutschen Bevölkerung einer standardisierten Untersuchung und einer umfangreichen Befragung zu gesundheitsrelevanten Themen unterzogen. Mit weitgehend gleicher Methodik wurde auch in den neuen Bundesländern 1991/92 der Gesundheitssurvey Ost vorgenommen.

Der Bundes-Gesundheitssurvey ist der erste gesamtdeutsche Survey, d. h. er wurde für alte und neue Bundesländer nach einheitlichen Merkmalen zeitgleich und unter den gleichen Bedingungen erhoben. Im Vergleich mit den Daten des Surveys, der in den Jahren 1991/92 in den neuen Bundesländern durchgeführt wurde, ermöglicht er auch Aussagen darüber,

  • in welcher Richtung sich die 1991/92 festgestellten gesundheitlichen Ost-West-Unterschiede entwickelt haben und
  • wie sich veränderte gesellschaftliche Bedingungen und Umweltbedingungen auf das Gesundheitsverhalten und den Gesundheitszustand der Bevölkerung ausgewirkt haben.

Die Ergebnisse dieses Gesundheitssurveys stehen der Fachöffentlichkeit seit Ende 2000 als Public Use File zur Verfügung. Sie sind die Basis für eine tiefergehende epidemiologische Forschung und dienen der Hypothesengenerierung und -testung sowie dem Vergleich der Ergebnisse anderer Studien. Bevölkerungsrepräsentative Aussagen zum Morbiditätsspektrum und zur Morbiditätsentwicklung dokumentieren den ärztlichen Versorgungsbedarf und liefern damit Planungsgrundlagen für den ärztlichen Berufsstand.

Stand: 08.04.2010

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