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Tuberkulose – Heft 35

Im November 2006 in der Reihe "Gesundheitsberichterstattung des Bundes" erschienen:

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(Druckversion vergriffen)

Die Tuberkulose ist eine bakterielle Infektions­krankheit. Die Übertragung erfolgt fast immer von Mensch zu Mensch durch das Einatmen von erregerhaltiger Atemluft. Die Tuberkulose manifestiert sich hauptsächlich in der Lunge, sie kann aber auch jedes andere Organ befallen. Eine Infektion mit Tuberkulose-Bakterien führt allerdings nicht immer zur Erkrankung. Bei einem intakten Immunsystem können die menschlichen Abwehrzellen Tuberkulose-Erreger kontrollieren oder abtöten. Deshalb bricht die Krankheit nur bei etwa jedem zehnten Erwachsenen aus.

In einem latenten Stadium kann die Infektion lebenslang bestehen bleiben. Sie kann jederzeit – auch nach Jahren – eine Erkrankung auslösen, z.B. wenn das Immunsystem geschwächt ist. Unbehandelt ist eine Erkrankung an Tuberkulose lebensbedrohlich.

Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation erkranken weltweit jeden Tag mehr als 20.000 Menschen an einer Tuberkulose, 5.000 sterben täglich daran. Die Hauptlast an Erkrankungen betrifft dabei vor allem Entwicklungsländer. In Deutschland sind die Erkrankungszahlen seit Jahren rückläufig. Aber die weitere globale Zunahme zeigt auch Auswirkungen auf die Situation in den Industrienationen.

Mit der Einführung der kombinierten medikamentösen Therapie in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts wurde die Tuberkulose zu einer gut behandelbaren und heilbaren Erkrankung. Es treten jedoch zunehmend Tuberkulosestämme auf, die gegen die derzeit wichtigsten Medikamente für die Therapie resistent sind. Dies stellt ein erhebliches Problem für die öffentliche Gesundheit dar.

Von der Weltgesundheitsorganisation wurde ein Maßnahmenpaket zur Tuberkulose-Kontrolle aufgestellt (The Global Plan to Stop TB, 2006–2015). Die Instrumente können an die Situation der jeweiligen Länder angepasst werden. Auch für Deutschland besteht weiterhin Handlungsbedarf, um die Tuberkulose zu bekämpfen und einen Wiederanstieg in den nächsten Jahren zu verhindern.

Stand: 01.11.2006

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