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Hypertonie – Heft 43

Im Dezember 2008 in der Reihe "Gesundheitsberichterstattung des Bundes" erschienen:

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Hinweis: Das Themenheft wurde nach Erscheinen (2008) nicht mehr aktualisiert.

Das Krankheitsbild der Hypertonie ist durch dauerhaft erhöhte Blutdruckwerte gekennzeichnet. Langfristig kommt es dabei zu einer Schädigung der arteriellen Blutgefäße, wodurch das Risiko für Begleit- und Folgeerkrankungen, wie z.B. Schlaganfall und Herzinfarkt, steigt. Diese spielen in Deutschland nach wie vor eine bedeutende Rolle und sind Ursache für Frühinvalidität, eingeschränkte Lebensqualität und krankheitsbedingte bzw. vorzeitige Todesfälle. Hypertonie zählt aufgrund der Verbreitung und der anfallenden Behandlungskosten zu den volkswirtschaftlich bedeutsamen Erkrankungen.

Ein erhöhter Blutdruck allein verursacht meist keine Beschwerden und wird oft zufällig im Rahmen von routinemäßigen Blutdruckmessungen festgestellt. Daneben existieren gesetzlich verankerte Früherkennungsmaßnahmen, die u.a. das Erkennen einer Hypertonie bereits bestehender Risikofaktoren zum Ziel haben. Übergewicht, Bewegungsmangel sowie Alkohol- und Nikotinabusus zählen zu den bekannten und weit verbreiteten Risiken für die Erkrankung an einer Hypertonie. Nach Daten des Bundes-Gesundheitssurveys 1998 (BGS98) weisen 44% der Frauen und 51% der Männer im Alter von 18-79 Jahren Blutdruckwerte von 140/90 mmHg auf.

Aktuelle Leitlinien empfehlen anhand des Risikoprofils der Patienten spezifisch präventive bzw. therapeutische Maßnahmen, die sowohl nicht-medikamentöse wie auch medikamentöse Bereiche betreffen. Die Ergebnisse des BGS98 belegen jedoch eine starke Diskrepanz zwischen bekannter, behandelter und kontrollierter Hypertonie. Die Gründe hierfür sind auf Seiten der Betroffenen wie auch auf Seiten der behandelnden Ärzte zu suchen und betreffen sowohl den Bereich der Prävention als auch den der Therapie.

Die Politik hat deshalb in einem aktuellen Aktionsplan konkrete Ziele, Handlungsfelder und Maßnahmen festgelegt, um Fehlernährung, Bewegungsmangel, Übergewicht und damit zusammenhängenden Krankheiten langfristig präventiv zu begegnen.

Stand: 16.12.2008

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