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Koronare Herzkrankheit und akuter Myokardinfarkt – Heft 33

Im August 2006 in der Reihe "Gesundheitsberichterstattung des Bundes" erschienen:

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Hinweis: Das Themenheft wurde nach Erscheinen (2006) nicht mehr aktualisiert.

In den Industrienationen zählt die koronare Herzkrankheit (KHK) zu den häufigsten Todesursachen im Erwachsenenalter. In Deutschland war im Jahr 2003 insgesamt jeder fünfte Sterbefall durch eine KHK verursacht.

Bei der KHK kommt es durch Verengung oder Verschluss eines oder mehrerer Herzkranzgefäße zu einer Mangeldurchblutung des Herzmuskels. Als Komplikation einer KHK spielt der akute Myokardinfarkt (Herzinfarkt) eine vorrangige Rolle. Ursache für die Erkrankung ist die Verkalkung der Herzkranzgefäße. Die Hauptrisikofaktoren dafür sind bekannt. So steigt mit zunehmendem Alter die Häufigkeit koronarer Herzkrankheit stark an; Männer sind häufiger betroffen.

Zu den vermeidbaren Risikofaktoren für die KHK zählen Rauchen, Übergewicht, Bluthochdruck, sowie Störungen des Fett- und Zuckerstoffwechsels. Für die Prävention des Herzinfarktes ist die Ermittlung des individuellen Risikos unter Einbeziehung aller Risikofaktoren (Risikoscore) von Bedeutung.

Der Herzinfarktdiagnose liegen für Frauen und Männer dieselben Kriterien zugrunde. Es existieren aber geschlechtsspezifische Unterschiede in der Herzinfarktsymptomatik. Ein Herzinfarkt kann lebensbedrohlich sein, weshalb sofort ein Rettungsdienst gerufen werden muss und sofort erste Hilfe zu leisten ist. Für Betroffenen und anwesende Zeugen ist es deshabl besonders wichtig, die mit dem akuten Herzinfarkt verbundenen Symptome zu kennen.

Bei Frauen und Männern ist ein Rückgang der Sterblichkeit an koronarer Herzkrankheit zu beobachten, der überwiegend die prähospitale und frühe Krankenhaussterblichkeit betrifft. Durch die intensivierte Akut- und Langzeitbehandlung und weniger durch die verbesserte Prävention der Risikofaktoren konnte eine Abnahme der Herzinfarktmorbidität und -mortalität erreicht werden. Vor diesem Hintergrund, auch hinsichtlich der entstehenden Kosten für die Behandlung, gilt es, die Prävention koronarer Herzerkrankungen zu stärken.

Stand: 16.08.2006

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