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Gebärmuttererkrankungen – Heft 37

Im Februar 2007 in der Reihe "Gesundheitsberichterstattung des Bundes" erschienen:

GBE-Themenheft 37: Gebärmuttererkrankungen. Quelle: © RKI Quelle: © Robert Koch-Institut

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Gebärmuttererkrankungen umfassen verschiedene bösartige und gutartige Erkrankungen der Gebärmutter sowie Krankheitsbilder, an denen die Gebärmutter beteiligt ist. Jährlich (Daten aus 2002) erkranken schätzungsweise rund 28.000 Frauen neu an Krebs unter Beteiligung des Gebärmutterkörpers (ca. 11.500), des Gebärmutterhalses (ca. 6.500) und der Eierstöcke (ca. 9.900). Dies entspricht etwa 13,5 % der geschätzten Krebsneuerkrankungen bei Frauen insgesamt.

Etwa 9 % der im Jahre 2004 insgesamt an Krebserkrankungen gestorbenen Frauen verstarben an Karzinomen des Gebärmutterhalses, des Gebärmutterkörpers bzw. der Eierstöcke.

Für gutartige Gebärmuttererkrankungen, die durch eine große Spannweite des Schweregrades charakterisiert sind, liegen keine einheitlichen bevölkerungsbezogenen Daten vor. Je nach Frageformulierung liegt die selbst berichtete Morbidität (Lebenszeitprävalenz) in Bevölkerungsbefragungen zwischen 30 und 70 %.

Die häufigste gutartige Erkrankung sind Myome: Mit dieser Diagnose wurden im Jahr 2003 mehr als 95.400 Frauen stationär behandelt, wobei in ca. 9 von 10 Fällen eine Operation erfolgte.

Gynäkologische Operationen sind die häufigsten operativen Eingriffe bei Frauen. Dies betrifft insbesondere Gebärmutterentfernungen (Hysterektomien), für die auch für Deutschland ein sozialer Gradient aufgezeigt werden kann, sowie Bauchspiegelungen (Laparoskopien).

Die Prävention von Gebärmuttererkrankungen bezieht sich auf verschiedene Bereiche:

  • Eine Risikoreduktion für Erkrankungen, die mit Sexualverhalten und Hygiene zusammenhängen,
  • die Vermeidung einer Medikalisierung, d. h. normale Körpervorgänge, kurzfristige oder symptomlose Störungen dürfen nicht vorschnell zu behandlungsbedürftigen Erkrankungen gemacht werden,
  • eine Verbesserung der Diagnosestellung und Behandlung durch angemessene interdisziplinäre Versorgung.

Stand: 16.02.2007

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