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Diabetes mellitus – Heft 24

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Hinweis: Das Themenheft wurde nach Erscheinen (2005) nicht mehr aktualisiert.

Bei etwa 5 Prozent der Bevölkerung in Deutschland ist ein Diabetes mellitus, die sogenannte Zuckerkrankheit, diagnostiziert worden. Rund 90 Prozent davon haben einen Typ-2-Diabetes, der vorwiegend im höheren Lebensalter auftritt. 5 Prozent der Diabeteskranken leiden am insulinpflichtigen Typ-1-Diabetes, der sich vorwiegend im Kindes- und Jugendalter manifestiert.

Weitere Diabetesformen sind eher selten. Außerdem gibt es viele Menschen mit einem unentdeckten Diabetes.

Während schwer verlaufende akute Krankheitskomplikationen heute dank moderner Therapiemöglichkeiten selten sind, kommt es aber häufig zu Begleiterkrankungen und diabetischen Folgeschäden. Das sind beispielsweise Herz-Kreislauf-Erkrankungen, diabetische Augen-, Nerven- und Nierenschädigungen sowie Fußulzera. Bei vielen Betroffenen ist dadurch die Lebensqualität vermindert und die Lebenserwartung teilweise deutlich reduziert. Diabetes ist zudem ein wesentlicher Faktor für erhöhte Inanspruchnahme von Leistungen im Gesundheitswesen.

Der Typ-2-Diabetes steht – im Gegensatz zum Typ-1-Diabetes – in enger Verbindung zur Lebensweise, besonders zum Ernährungs- und Bewegungsverhalten. Aus diesem Grund gibt es hier großes Potenziale für die Primär- und Sekundärprävention.

Prävention und Behandlung des Diabetes erfordern einen umfassenden interdisziplinären Ansatz und die aktive Einbindung der Patientinnen und Patienten. Moderne Therapiestrategien und interdisziplinäre gesundheitsförderlich ausgerichtete Versorgungsformen wie die Patientenschulung haben die Situation von Diabeteskranken in den letzten Dekaden erheblich verbessert.

Dennoch ist die Versorgungssituation nicht optimal, was weniger an fehlenden Ressourcen als an einer Abstimmung von Versorgungsangeboten liegen mag. Disease Management-Programme als integrierte Versorgungskonzepte und bundesweite Aktionen wie Bemühungen um Gesundheitsziele und ein Nationales Diabetes-Programm sollen u. a. zu einer verbesserten Abstimmung und weiteren Entwicklung von Versorgungsprozessen beitragen.

Stand: 14.03.2005

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