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Chronische Schmerzen – Heft 7

Im Mai 2002 in der Reihe "Gesundheitsberichterstattung des Bundes" erschienen:

Chronische Schmerzen – Heft 7 (PDF, 390 KB, Datei ist nicht barrierefrei) (Druckversion vergriffen)

Hinweis: Das Themenheft wurde nach Erscheinen (2002) nicht mehr aktualisiert.

Fast jeder leidet - zumindest gelegentlich - unter Schmerzen. Von den im BGS98 befragten Bundes­bürgern gaben nur 12 % der Männer und 6 % der Frauen an, im vergangenen Jahr keine Schmerzen gehabt zu haben. Im vorliegenden Bericht werden Schmerzerscheinungsformen von hoher Public-Health-Relevanz und besonderen Konsequenzen für die Betroffenen dargestellt. Dazu zählen chronische Kopf- und Rückenschmerzen und der Schmerz, der durch Krebsleiden hervorgerufen wird.

Knapp 70 % der Frauen und über 50 % der Männer werden im Verlauf eines Jahres von Kopfschmerzen geplagt. Neben Kopfschmerzen vom Spannungstyp, Migräne und Clusterkopfschmerz stellt der medikamenteninduzierte Dauerkopfschmerz ein versorgungsrelevantes Problem dar. Dieses kann als Folge von nicht-adäquater Therapie oder Selbstmedikation bei der Behandlung von akuten Kopfschmerzen entstehen.

Rückenschmerzen betreffen im Verlauf eines Jahres 62 % der Frauen und 56 % der Männer. Frauen leiden nicht nur häufiger als Männer an Rückenschmerzen, sondern auch häufiger an starken Rückenschmerzen. Einem Großteil der Rückenschmerzen liegt keine geklärte organische Ursache zu Grunde. Sie bilden sich bei Beibehaltung der täglichen Aktivitäten meist wieder zurück. Durch Rückenleiden werden rund 15 % aller Arbeitsunfähigkeitstage verursacht.

Auch Tumorschmerzen können wirksam behandelt werden. Neben der Organisationsform der Palliativmedizin in Deutschland und der jetzigen Versorgungssituation werden erfolgreiche Behandlungs- und Betreuungsmodelle beschrieben. Um eine Chronifizierung aller Schmerzarten zur verhindern und die Gesamtlast durch Schmerzen zu reduzieren, erscheint eine interdisziplinäre Versorgung durch Ärzte mit entsprechender Fortbildung sinnvoll.

Stand: 01.05.2002

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