Navigation und Service

Zielgruppeneinstiege

Bürger- und Patientenorientierung – Heft 32

Themenheft als PDF herunterladen (Druckversion vergriffen)

Hinweis: Das Themenheft wurde nach Erscheinen (2006) nicht mehr aktualisiert.

Die Orientierung gesundheitlicher Versorgung an den Interessen von Patientinnen und Patienten, wird seit Anfang der 1990er Jahre international von unter­schied­lichen Akteuren angemahnt.

Bürgerinnen und Bürger wollen in gesundheits­politische Entscheidungen eingebunden werden, eine Forderung, die mit Inkrafttreten des GKV-Moder­nisierungs­gesetzes zum 1.1.2004 aufgegriffen wurde. Erstmals sind Vertreterinnen und Vertreter von Bürger- und Patienteninteressen, wenn auch zunächst nur in beratender Funktion, in zentrale Steuerungs- und Entscheidungsgremien des Gesundheitswesens integriert. Ebenfalls mit Inkrafttreten des GMG wurde mit der "Patientenbeauftragten der Bundes­regierung" eine Instanz geschaffen, die sich für die Belange von Patienten einsetzt.

Zentrale Basis für eine Verbesserung der Bürger- und Patientenorientierung sind ausreichende, verständliche und leicht erreichbare Informationen sowie Unterstützungs- und Beratungsstellen. Zurzeit existieren viele unterschiedliche Angebote, die von Kosten- und Leistungsträgern, kommerziellen Anbietern, Wohlfahrtsverbänden, Selbsthilfegruppen oder freien Initiativen vorgehalten werden. Diese Angebote unterscheiden sich jedoch hinsichtlich ihrer Erreichbarkeit, Qualität und Neutralität.

Die Weiterentwicklung unabhängiger Verbraucher- und Patientenberatung wird zurzeit modellhaft von den Spitzenverbänden der Gesetzlichen Krankenkassen gefördert. Für die Zukunft gilt es, die skizzierten Ansätze einer ernst gemeinten Bürger- und Patientenorientierung weiter zu entwickeln und die Rahmen­bedingungen gesundheitlicher Versorgung unter Einbezug von Bürger- und Patienteninteressen zu gestalten.

Stand: 06.07.2006

Zusatzinformationen

Warenkorb

Ihr Warenkorb ist leer

Gesundheitsmonitoring

In­fek­ti­ons­schutz

Forschung

Kom­mis­sio­nen

Ser­vice

Das Robert Koch-Institut ist ein Bundesinstitut im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit

© Robert Koch-Institut

Alle Rechte vorbehalten, soweit nicht ausdrücklich anders vermerkt.